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Ladesäule

Quelle: BMVI

Am 18.05.2016 hat das Bundeskabinett ein Marktanreizprogramm für die Elektromobilität beschlossen. Teil des Programms ist auch die Förderung des Aufbaus von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Seit Anfang 2017 wird im Rahmen des Förderprogramms der Aufbau von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur durch eine anteilige Finanzierung der Investitionskosten gefördert.

Mit dem Programm will die Bundesregierung den Aufbau eines flächendeckenden und bedarfsgerechten Netzes von Schnelllade- und Normalladestationen initiieren. Ziel ist der Aufbau von mindestens 15.000 Ladestationen bis 2020. Die Bundesregierung stellt dafür 300 Millionen Euro von 2017 bis 2020 bereit. Unterstützt werden sowohl private Investoren als auch Städte und Gemeinden.

Gefördert werden grundsätzlich Normalladepunkte mit einer Ladeleistung bis 22 Kilowatt, Schnellladepunkte mit mehr als 22 Kilowatt, sowie der erforderliche Anschluss an das Nieder- bzw. Mittelspannungsnetz. Die technischen Mindestanforderungen an geförderte Ladeinfrastruktur werden durch die Ladesäulenverordnung vorgegeben. Ergänzt werden weitere Vorgaben, die die Kundenfreundlichkeit der Ladeinfrastruktur stärken.

Am 13.02.2017 hat die Europäische Kommission die Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur genehmigt. Die Förderrichtlinie sowie der erste Förderaufruf wurden am 15.02.2017 im Bundesanzeiger und auf der Homepage des BMVI veröffentlicht und sind in Kraft getreten. Insgesamt stellt das BMVI Fördermittel in Höhe von 300 Millionen Euro bereit.

Das Bundesförderprogramm Ladeinfrastruktur des BMVI trifft auf eine sehr große Nachfrage. In den ersten fünf Förderaufrufen sind knapp 5.300 Anträge auf Förderung eingegangen. Der vierte und fünfte Förderaufruf befindet sich noch im Bewilligungsverfahren. Bisher (Stand Mai 2020) wurden bereits Anträge für insgesamt gut 22.000 Ladepunkte bewilligt, davon gut 5.000 Schnellladepunkte. Das entspricht einem Fördervolumen von rund 148 Millionen Euro. Gut 8.700 der geförderten Ladepunkte sind bereits in Betrieb.

Am 22.06.2020 startete der sechste Förderaufruf, bis zum 22.07.2020 konnten Förderanträge für öffentlich zugängliche Ladestationen gestellt werden. Gefördert werden bis zu 3.000 Normal- und 1.500 Schnellladepunkte. Wie beim fünften Förderaufruf wird auch wieder Ladeinfrastruktur gefördert, die nicht rund um die Uhr, sondern mindestens 12 Stunden werktags (Montag-Samstag) öffentlich zugänglich ist. Dadurch werden insbesondere Parkplätze an Kindergärten, Krankenhäusern, Sportstätten sowie Stadtteilzentren adressiert.

Alle Informationen zum 6. Förderaufruf finden Sie hier.

Alle Informationen zum Förderprogramm und für die Antragstellung finden Sie auf der Homepage der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) unter www.bav.bund.de. Hier geht es direkt zur Förderung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.

FAQ rund um das Thema „Förderung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge“.

Planung alternativer Mobilität: StandortTOOL geht online

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Mobilität ohne Emissionen braucht alternative Antriebe und Kraftstoffe, die jederzeit bequem verfügbar sind. Mit dem StandortTOOL für Infrastrukturen alternativer Kraftstoffe“ (www.standorttool.de) steht ab sofort ein Planungswerkzeug zur Verfügung, mit dem die deutschlandweite Ladeinfrastruktur für Elektromobilität bis 2030 geplant und der weitere Ausbaubedarf berechnet werden kann. Das StandortTOOL wird den bedarfsgerechten Ausbau entscheidend verbessern, denn es schafft für Investoren sowie Kommunen eine Grundlage bei der Entscheidung für geeignete Standorte. Darüber hinaus plant das StandortTOOL den Ausbaubedarf der Tankstelleninfrastruktur für H2, LNG & CNG. Das TOOL fokussiert sich auf den Pkw-Verkehr, kann aber auch den Nutzfahrzeugbereich abdecken und Synergien zwischen den verschiedenen Anwendungen identifizieren.

Das StandortTOOL umfasst eine Analyse des Status Quo, der Entwicklung der nächsten Jahre, sowie der Zielsetzungen der Bundesregierung. Die Ermittlung des künftigen Bedarfs erfolgt auf Basis von Verkehrsströmen, sozioökonomischer Daten sowie Nutzer- und Raumstrukturen. So kann beispielsweise für ein bestehendes Autobahnkreuz die Anzahl der Ladepunkte berechnet werden, die notwendig sind, um längere Warteschlangen zu vermeiden. Die Ergebnisse dieser komplexen Berechnungen werden praktisch und übersichtlich in Form einer Karte dargestellt.

Förderprogramm für private Ladestationen für Elektroautos an Wohngebäuden

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Am 6.10.2020 hat Bundesminister Andreas Scheuer bei der Eröffnung der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur bekanntgegeben, dass erstmals auch private Ladestationen für Elektroautos an Wohngebäuden gefördert werden.

Zur Förderung:

Wer kann Anträge stellen?

Träger von Investitionsmaßnahmen zur Errichtung einer Ladestation für Elektroautos im nicht öffentlich zugänglichen Bereich von selbst genutzten oder vermieteten Wohngebäuden. Träger von Investitionsmaßnahmen sind zum Beispiel Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften und Bauträger. Nicht antragsberechtigt sind kommunale Gebietskörperschaften, rechtlich unselbständige Eigenbetriebe von kommunalen Gebietskörperschaften, Gemeindeverbände, Zweckverbände und Kirchen.

Was wird gefördert?

Gefördert werden der Erwerb und die Errichtung einer fabrikneuen, nicht öffentlich zugänglichen Ladestation inklusive des elektrischen Anschlusses (Netzanschluss) sowie damit verbundene notwendige Nebenarbeiten (Definition der Gesamtkosten siehe unter "Wie wird gefördert?") an Stellplätzen von bestehenden Wohngebäuden in Deutschland, wenn u.a.:

  • die Ladestation über eine Normalladeleistung von 11 kW verfügt,
  • der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien kommt,
  • die Ladestation intelligent und steuerbar ist (mit Blick auf die Netzdienlichkeit)

Wie wird gefördert?

Die Förderung erfolgt durch einen Investitionszuschuss, der nach Abschluss Ihres Vorhabens auf Ihr Bankkonto überwiesen wird. Der Zuschuss beträgt pauschal 900 Euro pro Ladepunkt. Unterschreiten die Gesamtkosten des Vorhabens den Zuschussbetrag, wird keine Förderung gewährt. Der Zuschuss kann bei der KfW über das Zuschussportal beantragt werden. Bei der Ermittlung der Gesamtkosten können Kosten für folgende Leistungen berücksichtigt werden:

  • Ladestation
  • Energiemanagementsystem/Lademanagementsystem zur Steuerung von Ladestationen
  • Elektrischer Anschluss (Netzanschluss)
  • Notwendige Elektroinstallationsarbeiten (zum Beispiel Erdarbeiten) Anträge können ab dem 24. November 2020 bei der KfW eingereicht werden. Ausführliche Informationen zur Förderung und zum Antragsverfahren finden Sie unter www.kfw.de/440.