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Fahrzeugübergabe

Quelle: hySOLUTIONS

Elektromobilität mit Batterie

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert auf Basis der Förderrichtlinie Elektromobilität vom 9. Juni 2015 den Markthochlauf von Fahrzeugen mit elektrischen Antrieben inklusive der dafür notwendigen Infrastruktur. Ziel ist die Erhöhung der Fahrzeugzahlen, insbesondere in kommunalen Flotten. Hier bestehen große Potenziale für den Markthochlauf der Elektromobilität. Die Förderrichtlinie ist auch Grundlage für das sogenannte Sofortprogramm „Saubere Luft 2017 bis 2020“.

Beim zweiten Treffen der Bundeskanzlerin mit Vertretern der Länder und Kommunen am 28.11.2017 in Berlin hat die Bundesregierung zur Verbesserung der Luftqualität in den besonders von Stickstoffbelastungen (NOx) beeinträchtigten Kommunen ein "Sofortprogramm Saubere Luft 2017 bis 2020" im Umfang von einer Milliarde Euro vorgelegt.

Ferner ist zugesagt worden, die Kommunen bei der Beantragung der Fördermittel durch sogenannte Lotsen zu unterstützen. Die Lotsenstelle des Bundes zur Umsetzung des Sofortprogramms hat ihre Arbeit unmittelbar aufgenommen und ist ein wichtiger Ansprechpartner für die Akteure vor Ort.

Als erste Maßnahme des "Sofortprogramms Saubere Luft 2017 bis 2020" unterstützt das BMVI im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität vom 5. Dezember 2017 gezielt die besonders belasteten deutschen Städte und Kommunen bei der Beschaffung von Elektrofahrzeugen mit dem "Aufruf zur Antragseinreichung zur Förderung von Elektrofahrzeugen und der zum Betrieb benötigten Ladeinfrastruktur". Hierfür stehen Fördermittel in Höhe von 175 Mio. Euro bereit.

Im Fokus des Förderaufrufs stehen kommunale Fahrzeugflotten und der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ebenso wie Elektrofahrzeuge im Taxigewerbe und in Car-Sharing-Flotten. Antragsberechtigt sind neben Kommunen und kommunalen Unternehmen auch Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (z.B. Lieferdienste, Handwerker, Kranken- und Pflegedienste), sofern die Kommune bestätigt, dass die Fahrzeugbeschaffung Teil eines kommunalen Elektromobilitätskonzeptes ist. Ein unbürokratisches Antrags- und Bewilligungsverfahren soll die Umsetzung der Fördermaßnahme beschleunigen und eine schnelle Wirkung entfalten.

Die Fahrzeugbeschaffung wird in nicht wettbewerblichen Bereichen im Regelfall mit 75 Prozent der Investitionsmehrkosten gefördert, bei finanzschwachen Kommunen mit 90 Prozent. Die Zuwendungshöhe für wirtschaftlich tätige Unternehmen beträgt in Abhängigkeit zur Unternehmensgröße 40 bis 60 Prozent der Investitionsmehrkosten.

Die Resonanz auf den Aufruf, der bereits am 15. Dezember 2017 startete und am 31. Januar 2018 endete war außerordentlich hoch. Nahezu 270 berechtigte Anträge sind eingegangen.

Auf Basis der Förderrichtlinie Elektromobilität vom 5. Dezember 2017 wurden am 29.06.2018 zwei neue Förderaufrufe veröffentlicht. Gefördert wird die Beschaffung von Elektrofahrzeugen für kommunale Flotten und für Flotten im kommunalen Kontext sowie die für deren Betrieb notwendige Ladeinfrastruktur. Mit dem zweiten Aufruf wird die Erstellung von kommunalen Elektromobilitätskonzepten gefördert.

Förderanträge für beide Aufrufe konnten bis zum 31. August 2018 eingereicht werden. Detaillierte Informationen zum Förderaufruf sowie alle relevanten Unterlagen zur Förderung (auch der Link zum elektronischen Antragsystem) werden auf den Seiten des Projektträgers zur Verfügung gestellt:

https://www.ptj.de/projektfoerderung/elektromobilitaet-bmvi/invest
https://www.ptj.de/projektfoerderung/elektromobilitaet-bmvi/konzepte

Für alle grundsätzlichen Fragen zur Förderrichtlinie Elektromobilität und zu den Förderaufrufen sowie insbesondere zur Begleitfragen ist die NOW GmbH Ansprechpartner:
https://www.now-gmbh.de/de/bundesfoerderung-elektromobilitaet-vor-ort/foerderrichtlinie

Die Bundesregierung unterstützt die Elektromobilität mit umfangreichen Förderaktivitäten. Ziel ist es, den Verkehrssektor energieeffizienter, klima- und umweltverträglicher zu gestalten. Gleichzeitig sollen vor allem für den Straßenverkehr neue, regenerative Energiequellen erschlossen und so die Abhängigkeit vom Erdöl verringert werden. Die zunehmende Elektrifizierung des Verkehrssektors ist auch eine tragende Säule für die Umsetzung der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie (MKS) der Bundesregierung (siehe Informationen unter Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie).

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verknüpfung der Fahrzeuge mit dem Stromnetz in Kombination mit dem Ausbau erneuerbarer Energien für den Verkehrssektor auf der kommunalen Ebene.

Ladeinfrastruktur

Eine wesentliche Voraussetzung für die Verbreitung der Elektromobilität ist das Vorhandensein von ausreichend und kundenfreundlicher Ladeinfrastruktur. Mithilfe der Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur des BMVI vom 15.02.2017 soll ein deutschlandweites Ladeinfrastrukturnetz etabliert werden, das die Ladebedarfe der Kunden abdeckt. Zur Verfügung stehen 300 Mio. Euro im Zeitraum 2017-2020. Gefördert werden sollen mindestens 15.000 Ladestationen, davon ca. 10.000 Normalladestationen und ca. 5.000 Schnellladestationen. Die Förderung erfolgt durch einen Zuschuss zu den Investitionskosten für Ladepunkte und zum Netzanschluss je Standort. Gefördert wird nur öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur im Sinne der Ladesäulenverordnung (LSV). Detaillierte Informationen finden Sie im Artikel „Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge“.

Elektromobilität mit Wasserstoff / Brennstoffzelle

Auf der Basis des Regierungsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie 2016 bis 2026 fördert das ressortübergreifende Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) Forschung und Entwicklung im Themenfeld Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, zum anderen adressiert es die für eine Marktaktivierung notwendige Unterstützung erster Produkte in diesem Bereich. Mit der Förderrichtlinie "Maßnahmen der Marktaktivierung im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie Phase 2 (Schwerpunkt Nachhaltige Mobilität)" vom 17. Februar 2017 unterstützt das BMVI die Marktaktivierung für Produkte, die die technische Marktreife erzielt haben, am Markt jedoch noch nicht wettbewerbsfähig sind, als Vorstufe des Markthochlaufs.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel „Elektromobilität mit Wasserstoff / Brennstoffzelle“.

Detaillierte Informationen zu kommenden Förderaufrufen finden Sie auf den Webseiten der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie unter den weiterführenden Informationen.