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Das BMVI ist mit seinen Förderprogrammen und einzelnen Vorhaben in die wesentlichen Innovationsstrategien der Bundesregierung eingebunden und steht daher in enger Abstimmung mit den einschlägigen Fachressorts sowohl hinsichtlich der unterschiedlichen Felder der Mobilitätsforschung als auch im Kontext der Forschungsaktivitäten zur Digitalen Gesellschaft. Bis 2025 wird gemeinsam mit den Ländern und der Wirtschaft eine Erhöhung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts angestrebt. Die Ressortforschung des BMVI trägt zu diesem Ziel mit seinen Forschungsprogrammen und zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln für Forschung und Innovation bei.

Die im Sommer 2018 verabschiedete Hightech-Strategie der Bundesregierung (HTS) bildet das strategische Dach der Forschungs- und Innovationsförderung und formuliert ressortübergreifend Ziele, Schwerpunkte und Meilensteine der Forschungs- und Innovationspolitik der kommenden Jahre. Ziel der Strategie ist es, dass die Forschungsergebnisse noch effektiver in die Anwendung kommen, der Transfer gestärkt, offene Innovationsformen unterstützt und die Entstehung von Sprunginnovationen, Unternehmergeist und Innovationskraft im Mittelstand befördert sowie die Einbindung der Ergebnisse in europäische und internationale Netzwerke und Innovationspartnerschaften intensiviert werden. Die Beteiligung des BMVI an den HTS-Missionen „Eine sichere, vernetzte und saubere Mobilität“ sowie „Künstliche Intelligenz in die Anwendung bringen“ befördert diesen so wichtigen Austausch bei Zukunftsthemen unserer Gesellschaft, die systemisch anzugehen sind.

Das BMVI arbeitet auch im Rahmen anderer Strategien mit anderen Ressorts intensiv zusammen.

Die Künstliche Intelligenz-Strategie (KI-Strategie) der Bundesregierung setzt beispielsweise einen Rahmen für eine ganzheitliche politische Gestaltung der weiteren Entwicklung und Anwendung der KI in Deutschland. Die neuen KI-Technologien bilden auch im Verkehr die Basis für zahlreiche Forschungsinitiativen. Das BMVI fördert die Umsetzung der KI-Strategie der Bundesregierung und hat dazu einen Aktionsplan „Digitalisierung und künstliche Intelligenz in der Mobilität“ vorgelegt. Damit sollen die Unternehmen dabei unterstützt werden, die aus der Forschung erwachsenden Potenziale der KI-Technologien stärker zu erschließen, um erfolgreich im internationalen Wettbewerb zu bestehen.

Mit der in 2015 beschlossenen „Strategie automatisiertes und vernetztes Fahren – Leitanbieter bleiben, Leitmarkt werden, Regelbetrieb einleiten“ (Strategie AVF) werden für das automatisierte und vernetzte Fahren Potenziale wie die Steigerung der Verkehrseffizienz, die Erhöhung der Verkehrssicherheit, die Reduzierung mobilitätsbedingter Emissionen und die Stärkung des Innovations- und Wirtschaftsstandorts Deutschland definiert, welche das BMVI bei der Umsetzung der Strategie nutzen will. Seit Juni 2019 bündelt der neue Aktionsplan „Forschung für autonomes Fahren – Ein übergreifender Forschungsrahmen von BMBF, BMWi und BMVI“ Schwerpunkte und Leitlinien für die künftige Ausrichtung der Forschungsförderung für das autonome Fahren. Der Aktionsplan bietet vielfältige Chancen, angefangen bei einem Plus an Sicherheit und Effizienz im Straßenverkehr bis hin zu Konzepten für eine emissionsarme, intelligente und innovative Mobilität.

Um den Einsatz automatisierter und vernetzter Fahrfunktionen im ländlichen und städtischen Bereich unter Einbeziehung des öffentlichen Verkehrs und des Güterverkehrs zu erforschen und vorzubereiten, wurden mehrere Digitale Testfelder eingerichtet. Das BMVI fördert zudem die grenzüberschreitende Erprobung von Technologien für das automatisierte und vernetzte Fahren auf dem Digitalen Testfeld Deutschland-Frankreich-Luxemburg.

Die Bundesregierung unterstützt die Entwicklung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie seit 2007 gezielt im Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP). Wasserstoff und Brennstoffzellen gelten dabei als Schlüsseltechnologien für die Elektrisierung der Verkehrsantriebe. Das BMVI fördert im Rahmen des ressortübergreifenden Programms technologieoffen diese alternativen Antriebstechniken für die Zukunft der Mobilität. Fördermaßnahmen wie die Entwicklung, Marktvorbereitung und Beschaffung von Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie für den Einsatz im Verkehr, die Forschung zur Wasserstoffproduktion aus erneuerbaren Energien oder die Integration von Wasserstoff in das Kraftstoffportfolio haben das Ziel, die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie wettbewerbsfähig im Verkehrssektor zu etablieren. Die Forschung zielt darauf ab, Kosten weiter zu reduzieren und die anwendungsorientierte Marktaktivierung fortzusetzen.

Die Ressortforschung fließt zudem in die Arbeit internationaler Organisationen und europäischer wie internationaler Ausschüsse ein. Über die von der Europäischen Kommission für den STRIA Prozess (Strategische Forschungs- und Innovationsagenda der EU) ins Leben gerufene Governance Gruppe und Mitwirkung in dem Horizont 2020 Transport Programmausschuss gestaltet das BMVI die europäische Forschungsstrategie im Mobilitätsbereich maßgeblich mit. Das BMVI vertritt die Bundesregierung zudem im Forschungsausschuss des Weltverkehrsforums (ITF). Das BMVI und seine RFE beteiligen sich dort nicht nur aktiv an der strategisch-thematischen Ausgestaltung der Arbeitsprogramme, sondern wirken auch an Arbeitsgruppen und Round Tables des ITF mit.