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Das BMVI stützt sich zur Beantwortung der Vielfalt von Forschungsfragen auf qualitativ hochwertige wissenschaftliche Expertise, die einerseits durch das Fachpersonal in den Ressortforschungseinrichtungen (RFE) selbst (Eigenforschung) und darüber hinaus durch externe Forschung (Fremdforschung) auf der Basis von Förderrichtlinien/Zuwendungen (Antragsforschung) und externer Vergaben (Auftragsforschung) herangezogen wird. Dabei sind die Ressortforschungseinrichtungen des BMVI unverzichtbare Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Politik. Ihre Expertise ermöglicht die Überführung wichtiger Innovationen in die Anwendung.

Grafik Säulen der Forschung
Säulen der Forschung

Quelle: BMVI

Das BMVI deckt mit seinen sechs Ressortforschungseinrichtungen (RFE) eine breite Palette an wissenschaftsbasierten Fachaufgaben im Verkehrsbereich ab:

Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH)

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Kachel_FeBe
Messstation Fehmarn-Belt

Quelle: BSH

Das BSH ist eine wissenschaftlich-technische Bundesoberbehörde um Geschäftsbereich des BMVI mit Aufgaben auf den Gebieten der Seeschifffahrt, der Hydrographie, der Ozeanographie, der Meeresnutzungen sowie im Meeresumweltschutz. Die FuE-Aktivitäten umfassen u.a. Untersuchungen zu Auswirkungen der Klimaveränderungen der Nord- und Ostsee, die Entwicklung der Offshore-Windparks sowie die Weiterentwicklung von Navigations- und Kommunikationssystemen in der Seeschifffahrt, von Verfahren zur langfristigen Untersuchung der Meeresumwelt und zur Seevermessung. Daten und Informationsprodukte spielen dabei eine herausragende Rolle.
Zur Webseite des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie.

Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)

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BfG-Messeinrichtung auf Schiff
Probennahme an der Elbe

Quelle: BfG

Die BfG ist das wissenschaftliche Institut des Bundes für Forschung, Begutachtung und Beratung auf den Gebieten Hydrologie, Gewässernutzung, Gewässerbeschaffenheit sowie Ökologie und Gewässerschutz.
Die BfG hat vielfältige Forschungsschwerpunkte, die sich primär mit dem Schutz und der Nutzung von Bundeswasserstraßen (schiffbare Flüsse, Kanäle und Küstengewässer) befassen.
Zu den Schwerpunkten zählen die Erforschung neuer Ansätze der integrierten Gewässerentwicklung, die Entwicklung innovativer Methoden für aktuelle qualitative und quantitative Fragestellungen sowie die Aufklärung von Wasser- und Stoffströmen in den Bundeswasserstraßen.
Zur Webseite der Bundesanstalt für Gewässerkunde.

Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)

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AEB-Fussgaenger
Fußgänger-AEB (Notbremsautomatik)

Quelle: BASt

Die BASt ist die praxisorientierte, technisch-wissenschaftliche Forschungseinrichtung des Bundes auf dem Gebiet des Straßenwesens. Sie widmet sich den vielfältigen Aufgaben, die aus den Beziehungen zwischen Straße, Mensch und Umwelt resultieren. Ihr Auftrag ist es, die Sicherheit, Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit der Straßen zu verbessern. Die Aufgaben reichen von Planung, Koordinierung und Durchführung mehrjähriger Forschungsprojekte bis zur kurzfristigen Beantwortung von Fragen zur Unterstützung der aktuellen Arbeit des BMVI. Sie arbeitet führend im Netzwerk der nationalen und europäischen Spitzenforschungsinstitute auf dem Gebiet des Straßenwesens und wirkt weltweit maßgeblich bei der Ausarbeitung von Vorschriften und Normen mit.
Zur Webseite der Bundesanstalt für Straßenwesen.

Bundesanstalt für Wasserbau (BAW)

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BAW-Hydraulik_Zugabebecken
Hydraulik Zugabebecken

Quelle: BAW

Als technisch-wissenschaftliche Bundesoberbehörde führt die Bundesanstalt für Wasserbau verkehrswasserbauliche Forschung und Entwicklung (FuE) auf den Gebieten der Bautechnik, der Geotechnik und des Wasserbaus im Binnen- und Küstenbereich durch. Die BAW bearbeitet eigene FuE-Vorgaben, die insbesondere auf die Verbesserung der Verkehrssicherheit auf den Wasserstraßen, die Optimierung des Betriebs, der Unterhaltung des Ausbaus sowie die Optimierung der Verfahren und Methoden abzielen.
Zur Webseite der Bundesanstalt für Wasserbau.

Deutsches Zentrum für Schienenverkehrsforschung beim Eisenbahnbundesamt (DZSF/EBA)

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DZFS-Messung Zugstrecke
Messung an der Zugstrecke

Quelle: EBA

Das DZSF/EBA bearbeitet die zentralen Fragestellungen des Schienensektors, wie sie im Bundesforschungsprogramm Schiene definiert sind und stellt dafür Lösungen bereit. Die Forschung soll die weitere Entwicklung des Schienenverkehrs in Deutschland unterstützen. Es sind gerade die innovativen, die neu gedachten Lösungen, die der Schiene zu Entwicklungssprüngen verhelfen. Das Bundesforschungsprogramm Schiene verfolgt einen integrativen Ansatz. Es werden die Themen Wirtschaftlichkeit, Umwelt und nachhaltige Mobilität und Sicherheit in den Fokus gestellt.
Zur Webseite des Deutschen Zentrums für Schienenverkehrsforschung beim Eisenbahnbundesamt.

Deutscher Wetterdienst (DWD)

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DWD-Erde-Klima-Datennetze
Erde-Klima-Datennetz

Quelle: DWD

Als nationaler Wetterdienst der Bundesrepublik Deutschland erbring der DWD meteorologische Dienstleistungen zur Daseinsvorsorge, einschließlich Bevölkerungsschutz und Katastrophenvorsorge, zur Sicherung der Luft- und Seeschifffahrt und zur Grundversorgung der Bevölkerung. Schwerpunkte von Forschung und Entwicklung sind entsprechend seiner Aufgabenstellung Verfahren zur Wettervorhersage einschließlich numerischer Wettervorhersagemodelle, Verfahren zur Wetter- und Klimaüberwachung und Beratungsverfahren.
Zur Webseite des Deutschen Wetterdienstes.

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Die RFE nehmen neben den originären Fachaufgaben auch mit eigenem Personal und Sachmittelaufwand ressortbezogene Forschungsaufgaben wahr. Darüber hinaus setzen die Einrichtungen klassische Auftrags- und Förderforschung für das BMVI um.

Alle Forschungsprojekte fließen in Abstimmung mit den fachaufsichtsführenden Referaten des BMVI in den jährlichen Ressortforschungsplan ein. Grundsatzfragen zur Ressortforschung werden in gemeinsamen Besprechungen der Ressortforschungseinrichtungen mit der Forschungsbeauftragten des BMVI abgestimmt.

Die BMVI-Ressortforschung bezieht sich auf ressortspezifische Fachaufgaben (angewandte Forschung). Sie hat in den meisten Fällen einen unmittelbaren Praxisbezug und dient als Entscheidungsgrundlage für konkrete Umsetzungsmaßen. Außerdem haben die FuE-Aufgaben der Ressortforschungseinrichtungen vielfach eine gesetzliche Grundlage (Beispiel § 4 Abs. 2 DWD-Gesetz: „Zur Erfüllung seiner Aufgaben betreibt der Deutsche Wetterdienst wissenschaftliche Forschung im Bereich der Meteorologie und verwandter Wissenschaften und wirkt bei der Entwicklung entsprechender Standards und Normen mit.“).

Die spezifischen Haushaltstitel des BMVI sind daher in der Regel auf ein konkretes Erfüllungsziel ausgelegt und zweckgebunden.

Darüber hinaus ist die Ressortforschung auch Impulsgeber für Dritte (z. B. Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Einrichtungen des Bundes und der Länder, kommunale Gebietskörperschaften, Ingenieurbüros, Konsortien/Verbünde), damit diese durch ihre Forschung und hierdurch ausgelösten Maßnahmen wiederum zur Zielerreichung der jeweiligen Forschungsschwerpunkte des BMVI-Ressortforschungsrahmens beitragen. Ebenfalls bauen auf den Ressortforschungsvorhaben des BMVI und seines Geschäftsbereichs vielfältige weitere Forschungen und Anwendungen Dritter auf.