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Ausbauziel:

  • Beitrag zur Realisierung der wichtigs¬ten Nord-Süd-Hochgeschwindigkeits-verbindung im Transeuropäischen Verkehrsnetz (Vorrangiges Vorhaben Nr. 1, Berlin – München – Verona – Palermo).
  • Zudem ist das VDE-Nr. 8 Bestandteil des Kernnetzkorridors „Skandinavien – Mittelmeer“.
  • Die Strecke ist innerhalb Deutschlands von hoher verkehrlicher Bedeutung für die Verbindung der Zentren Berlin, Halle/Leipzig, Erfurt, Nürnberg und München.
vorher/nachher:
Landsberg (1992)
Landsberg (1992)

Quelle: DB Netz AG

Landsberg (2013)
Landsberg (2013)

Quelle: DB Netz AG

Projektumfang:

  • Gesamtlänge 481 km,
  • Ergänzung der vorhandenen Strecke Nürnberg – Ebensfeld um 2 Gleise (83 km, vmax = 230 km/h),
  • Bau der zweigleisigen Güterzugstrecke Nürnberg Rbf – Eltersdorf (14 km),
  • Neubau der zweigleisigen Strecke Ebensfeld – Erfurt (107 km, vmax = 300 km/h),
  • Neubau der zweigleisigen Strecke Erfurt – Leipzig (114 km, vmax = 300 km/h),
  • Ausbau der Strecke Schkopau – Halle
    (8 km, vmax = 160 km/h) und
  • Ausbau der Strecke Leipzig/Halle – Berlin
    (155 km, vmax = 200 km/h).

Reisezeit:
Leipzig – Berlin 1 h 07 min (1990: 2 h 22 min)
Nürnberg – Berlin 2 h 58 min nach Fertigstellung (1990: 6 h 40 min)

Teilprojekt Nr. 8.1:

Mit dem Bau der Neubaustrecke (NBS) Ebensfeld – Erfurt wurde im April 1996 im Bündelungsabschnitt mit der Bundesautobahn A 71, Erfurt - Schweinfurt (VDE Nr. 16), zwischen Ichtershausen und Traßdorf südlich von Erfurt begonnen. Die Bauarbeiten auf der NBS sind im Wesentlichen fertiggestellt worden.

Im Zuge der NBS wurden 22 Tunnel mit einer Gesamtlänge von 41 km – darunter der 8.310 m lange Bleßbergtunnel und 29 Talbrücken – darunter die 1.681 m lange Ilmtalbrücke – errichtet sowie auf der gesamten Länge der NBS der Oberbau als Feste Fahrbahn hergestellt. Die gesamte NBS wurde mit dem europäischen Zugsicherungssystem ohne ortsfeste Signale ausgerüstet. Die Inbetriebnahme der NBS erfolgte zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017.

Die Arbeiten an der ABS Nürnberg – Ebensfeld im Zusammenhang mit der S-Bahn Nürnberg – Forchheim sind im Abschnitt Nürnberg – Fürth (viergleisiger Ausbau) Ende 2011 im Wesentlichen abgeschlossen. Punktuelle Maßnahmen (u. a. Beseitigung von Bahnübergängen, Anpassungen von vorhandenen Straßenüberführungen) wurden bereits bzw. werden umgesetzt. Der Abschnitt Eltersdorf – Erlangen wurde im Jahre 2016 fertiggestellt und die Abschnitte Erlangen – Baiersdorf und Breitengüßbach – Ebensfeld Ende 2017. Derzeit erfolgt der Ausbau in den Abschnitten Fürther Bogen und Baiersdorf – Forchheim.

Teilprojekt Nr. 8.2:

Im Zuge der NBS Erfurt – Leipzig war im Oktober 1996 Baubeginn für den Abschnitt Gröbers – Leipzig im Bündelungsabschnitt mit der A 14 im Norden von Leipzig. Die Bauarbeiten sind im Wesentlichen abgeschlossen:

  • Die NBS Gröbers – Leipzig ist mit dem Flughafenbahnhof Leipzig/Halle im Juni 2003 in Betrieb gegangen.
  • Die Bauarbeiten an der der Südanbindung Halle (1. Ausbaustufe) wurden Ende Juni 2008 im Wesentlichen abgeschlossen. Zur Finanzierung wurden auch EFRE-Fördermittel eingesetzt. Der Endausbau der Südanbindung erfolgte im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der NBS bis Ende 2015.
  • Die Bauarbeiten auf der NBS Erfurt – Gröbers sind im Wesentlichen fertig gestellt worden. Im Zuge der NBS wurden drei Tunnel mit einer Gesamtlänge von 15,5 km – darunter der 6.970 m lange Finnetunnel – und sechs Talbrücken mit einer Gesamtlänge von 14,4 km - wie die 8.577 m Saale-Elster-Talbrücke (längste Eisenbahnbrücke Deutschlands) sowie mehrere Straßenüberführungen errichtet.
    Auf der gesamten NBS wurde der Oberbau als Feste Fahrbahn System ÖBB PORR errichtet und als deutsche Erstanwendung die NBS mit der europäischen modernen Leit- und Sicherungstechnik (ETCS) – Spezifikation Baseline 2 – ohne ortsfeste Signale ausgerüstet. Die Inbetriebnahme der NBS erfolgte zum Fahrplanwechsel am 13.12.2015.
    Derzeit befindet sich noch die Einbindung der NBS in den Knoten Leipzig noch in Bau. Der erste Bauabschnitt (BA) im Leipziger Hbf. mit der ICE-gerechten Verlängerung von drei Bahnsteigen wurde bereits abgeschlossen und das ESTW-A in Leipzig-Mockau im Zuge des zweiten BA fertig gestellt.

Teilprojekt Nr. 8.3:

Der Ausbau der Strecke Leipzig/Halle – Berlin ist abgeschlossen. Sie wurde zunächst mit Linienzugbeeinflussung (LZB) ausgerüstet und soll mit ETCS – Spezifikation Baseline 3 - nachgerüstet werden. Damit konnte die Streckenhöchstgeschwindigkeit zum Fahrplanwechsel im Mai 2006 von 160 auf 200 km/h erhöht werden. Die Fahrzeit Berlin Hbf. – Leipzig Hbf. reduzierte sich auf knapp über eine Stunde (vorher mindestens 1:30 h ab Berlin Ostbahnhof). Die Anhebung der Streckengeschwindigkeit auf 200 km/h im Abschnitt Bitterfeld – Halle steht noch aus.

VorhabenGesamt­investitionenAusgaben bis Ende 2018Ggf. noch zu investieren
-Angaben in Mio. € -
VDE Nr. 8: ABS/NBS Nürnberg – Erfurt – Halle/Leipzig – Berlin12.1549.2592.895
davon:
  • VDE Nr. 8.1: Nürnberg – Erfurt
7.4334.7792.654
  • VDE Nr. 8.2: Erfurt – Halle/Leipzig
2.9672.807160
  • VDE Nr. 8.3: Halle/Leipzig – Berlin
1.7541.67381

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