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Am 3. November 2020 veranstaltete CITA (International Motor Vehicle Inspection Committee), unterstützt durch die deutsche EU-Ratspräsidentschaft im Rat der Europäischen Union, eine Webkonferenz unter dem Titel "Neue Fahrzeugsicherheitsausstattung ab 2022 und erfolgreiche Implementierung von Abbiegeassistenzsystemen". Karola Lambeck, Leiterin der Stabstelle für Radverkehr und Verkehrssicherheit im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) diskutierte mit Gerhard Müller (CITA Präsident), Elena Kountoura MEP, die sich mit einer Videobotschaft beteiligte, Matthias Schubert (TÜV Rheinland), Casto López Benítez (Generaldirektion Mobilität und Verkehr der Europäischen Kommission) und Peter Broertjes (Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU der Europäischen Kommission) darüber, wie die Mobilität der Zukunft gestaltet werden kann. Über 100 Delegierte aus der ganzen Welt hatten die Möglichkeit sich durch Fragen und Anmerkungen an der Diskussion zu beteiligen.

Frau Lambeck stellte die Herangehensweise des BMVI vor, angesichts der Dringlichkeit des Schutzes der Verkehrsteilnehmer durch zusätzliche Anreize sowohl die Aus- als auch die Nachrüstung von Kraftfahrzeugen mit Abbiegeassistenzsystemen noch vor deren EU-weiten Ausrüstungspflicht, die nach der EU-Verordnung EU 2019/2144 für neue Fahrzeugtypen ab 6. Juli 2022 und neue Fahrzeuge ab 7. Juli 2024 gilt, zu beschleunigen. Das BMVI fördert durch das Förderprogramm für Abbiegeassistenzsysteme, das im Rahmen der Aktion Abbiegeassistent aufgelegt worden ist, und das De-minimis-Programm erfolgreich die freiwillige Aus- und Nachrüstung von Kraftfahrzeugen mit Abbiegeassistenten. Frau Lambeck appellierte an die Teilnehmer der Veranstaltung, ihren Einfluss zu nutzen und sich dafür zu engagieren, dieses so wichtige Thema auch bei ihren Regierungen und Parlamenten auf die Tagesordnung zu setzen und Lösungen zu finden, sei es durch die Schaffung von gesetzlichen Regelungen oder durch eine breite Förderung von Abbiegeassistenzsystemen."