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BM Scheuer bei der Inbetriebnahme von zwei mobilen Funkmasten in Kleßen-Görne

Quelle: BMVI

Ein Dorf ohne Netz – das klingt in der heutigen Zeit unrealistisch, ist aber bittere Wahrheit. Im 360-Einwohner-Ort Kleßen-Görne in Brandenburg hat zwar jeder ein Mobiltelefon, aber keinen Empfang. Wer auf eine Leiter steigt, hat mit Glück ein sehr schwaches Netz.

Das Problem ist einfach erklärt: In den nächsten Orten Friesack und Rhinow gibt es zwar Funkmasten. Aber da Kleßen-Görne in einer Mulde liegt, kommen die Signale nicht an.

Bundesminister Andreas Scheuer beendet die Funkstille. Am heutigen Mittwoch, 11. Juli 2018, hat er in Kleßen-Görne zwei mobile Funkmasten in Betrieb genommen. Das Dorf, dem seit über 10 Jahren Mobilfunk versprochen wird, bekommt endlich Anschluss.

Scheuer:

Kleßen-Görne ist ein Symbol für den Aufbruch in ein neues Mobilfunkzeitalter in Deutschland. Es ist absolut notwendig, dass wir jedes Dorf ans Mobilfunknetz anschließen. Es geht auch darum, in Notfällen, die Feuerwehr, den Krankenwagen oder einen Arzt anrufen zu können. Deshalb darf es bundesweit keine weißen Flecken mehr geben.

Der Minister will den Ausbau der Mobilfunkversorgung ‎forcieren:

Scheuer:

Wir haben klare Vereinbarungen mit den Mobilfunkanbietern. Bis zum 1.1.2020 müssen 98% der Haushalte erschlossen sein. Und wir haben klare Vereinbarungen‎ im Koalitionsvertrag. Wir müssen die weißen Flecken beseitigen - insbesondere im ländlichen Raum. Jetzt muss es weitergehen. Die letzten zwei Prozent sind die schwierigen - nicht nur topografisch, sondern auch von der wirtschaftlichen Betrachtung her. Das sind die harten Ecken, die wir jetzt gemeinsam angehen müssen.

Die Gemeinde Kleßen-Görne liegt im Landkreis Havelland. Mit 360 Einwohnern ist sie die kleinste Gemeinde in Brandenburg.

Die mobilen Funkmasten werden von der Telekom aufgestellt und betrieben.