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Bundesminister Andreas Scheuer:

Deutschland kann Radverkehr! In Rostock bekommen Radler und Fußgänger jetzt ihre eigene Brücke über die Unterwarnow. Sechs Millionen Euro stellen wir für die Planung zur Verfügung. In Zukunft fahren die Bürger mit dem Rad von Gehlsdorf direkt in die Altstadt – und zwar schnell, sicher, bequem und ohne Umweg. Ein Vorbild-Projekt für einen starken Radverkehr, flexible Mobilität und mehr Umweltschutz.

Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen:

Die Warnowbrücke bringt Rostocks Stadtzentrum ans Wasser und setzt Jahrzehnte alte Planungen um. Der Brückenschlag wird das Ausrufezeichen der Bundesgartenschau Rostock 2025 und Leuchtturmprojekt des Radwanderweges von Berlin nach Kopenhagen. Im Gegensatz zu früheren Planungen wird die Brücke Fußgängern und Radfahrenden vorbehalten sein. Moderne, nachhaltige Mobilität wird für viele Rostockerinnen, Rostocker und unsere Gäste völlig neu erlebbar sein. Die Brücke verbindet nicht nur Stadtteile, sondern wird für die gesamte Stadt ein neue hochfrequentierte Tangente mit eindrucksvollem Panoramablick auf Stadthafen und Altstadt.

Zum Projekt "Warnowbrücke“:

  • Das BMVI fördert mit rund 6 Mio. Euro die Planung und vorbereitenden Maßnahmen einer neuen Fahrrad- und Fußgängerbrücke über die Unterwarnow in Rostock.
  • Die Warnowbrücke soll auf ca. 600 Meter Länge und 6 Meter Breite den Stadthafen der Altstadt mit dem nördlichen Stadtteil Gehlsdorf verbinden.
  • Das Brückendesign soll sich passend in die Architektur der historischen Rostocker Altstadt einfügen.
  • Mit der neuen Querung wird erstmals eine direkte Verbindung für Radfahrende und Fußgängerinnen und Fußgänger angeboten.
  • Die neue Brücke wird zudem Teil des internationalen Radwanderwegs Kopenhagen-Berlin.
  • Die Stadt Rostock erwartet, dass durch die Verkehrsverlagerung auf das Fahrrad täglich ca. 6.600 Pkw-Kilometer eingespart werden können.
  • Eine Förderung des Baus der Warnowbrücke ist angedacht.
  • Das gesamte Projekt (Planung und Neubau) soll bis Mai 2025 fertiggestellt sein.

Zum Förderprogramm:

Die neue Fahrradbrücke wird aus Mitteln des Bundesverkehrsministeriums für innovative Modellprojekte im Radverkehr gefördert. Für das Förderprogramm stellt das BMVI zzt. bis 2023 insgesamt 127 Mio. Euro zur Verfügung.

Seit dem Förderaufruf 2019 sind mehr als 140 Interessenbekundungen eingegangen. Davon wurden bisher 39 Vorhaben mit einem Fördervolumen von rund 230 Mio. Euro als grundsätzlich förderwürdig bewertet. Neben der Warnowbrücke in Rostock, fördert das BMVI z.B. bereits den Umbau des „Ballindamm“ in Hamburg sowie die Planung einer Radvorrangroute in Nordrhein-Westfalen.

Bei diesem Programm werden Projekte gefördert, die vor allem zur Verbesserung der Verhältnisse für den Radverkehr beitragen, etwa

  • richtungsweisende infrastrukturelle Bauwerke, wie Fahrradbrücken, Unterführungen, vollautomatische Fahrradparkhäuser oder fahrradgerechte Kreuzungslösungen an großen Knotenpunkten

und/oder die eine nachhaltige Mobilität durch den Radverkehr sichern, etwa

  • urbane oder quartiersbezogene Mobilitätskonzepte und -maßnahmen zum Radverkehr einschließlich seiner Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln und dem Fußverkehr.

Gefördert werden die Planung sowie Hoch- und Tiefbaumaßnahmen. Die Projekte sollen Erkenntnisse aus der Praxis, aber auch Ideen und Konzepte für weitere Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs liefern.