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Eine Grüne Fahrradampel

Quelle: AdobeStock / Friedberg

Bundesminister Andreas Scheuer:

Radfahren macht gesund und glücklich! Das ist zumindest so, wenn die Strecke keinem Hindernisparcours gleicht. Ich will, dass Radfahren auch in der Stadt wieder Spaß macht. Daher fördert das BMVI den Bau von Radschnellwegen. Sie sind die Möglichkeit, den Pendlerverkehr vom Autositz auf den Fahrradsattel zu verlagern. Das macht nicht nur fit, sondern ist aktiver Klimaschutz. Radschnellwege sind breit, sicher und gut ausgebaut – ideal auch für lange Strecken. Mich freut es sehr, dass die Berliner ab sofort zu den Radschnellweg-Pionieren in Deutschland gehören. Eine Verlängerung bis Potsdam wird bereits von den Ländern Berlin und Brandenburg geprüft. Das hat echten Vorbildcharakter.

Zum Projekt in Berlin:

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert Planung und Bau eines 12,3 Kilometer langen neuen Radschnellweges zwischen Königsweg und Kronprinzessinnenweg in Berlin.

Der Radschnellweg soll weitgehend parallel zur A115 (AVUS) durch die Stadtbezirke Steglitz-Zehlendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf zwischen den S-Bahnstationen Wannsee im Süden und der S-Bahnstation Halensee im Norden verlaufen. Je nach Fahrtempo werden 30-44 Minuten für die gesamte Strecke benötigt.

Die Planung soll noch im Jahr 2020 abgeschlossen sein, so dass mit einer Fertigstellung Ende 2024 gerechnet wird. Allein in Berlin wird auf der aktuell geplanten Strecke bis 2030 mit 3000-4000 Radfahrern gerechnet.

Eine Verlängerung bis Potsdam wird bereits von den Ländern Berlin und Brandenburg geprüft.

Allgemein zu Radschnellwegen:

Radschnellwege sind:

  • in der Regel über 10 Kilometer lang;
  • haben prognostiziert mindestens 2000 Fahrradfahrten täglich;
  • sind in der Regel 3 Meter (einspurig) und 4 Metern (zweispurig) breit;
  • sind von anderen Verkehrsmitteln getrennt;
  • haben sichere und komfortable Kreuzungspunkte;
  • haben eine hohe Belagsqualität und eine geringe Steigung;
  • werden dauerhaft und verkehrssicher betrieben und unterhalten – einschließlich Winterdienst.

Damit sind Radschnellwege besonders für urbane Räume und Metropolregionen interessant. Sie eignen sich für Pendlerverkehre, helfen dabei, Staus zu vermeiden und den Verkehr insgesamt zu verflüssigen. Sie reduzieren Lärmbelastung und Schadstoffemissionen und leisten damit einen Beitrag zum Klimaschutz.

Zur Förderung:

Das BMVI stellt jährlich 25 Millionen Euro für Radschnellwege bereit. Der Bund beteiligt sich mit durchschnittlich 75 Prozent an den Kosten für die Planung und den Bau. Gefördert werden auch der Umbau von Kreuzungspunkten sowie die Sicherheitsausstattung der Wege inklusive Beleuchtung. Interessierte Gemeinden können beim jeweiligen Land Anträge stellen. Dieses beantragt dann die Bundesförderung.

Der Radschnellweg in Berlin ist nach den Radschnellwegen Heidelberg – Mannheim in Baden-Württemberg und Achim in Niedersachsen das dritte Projekt dieser Art, das eine Förderung vom BMVI erhält.

Möglich wurde diese Förderung durch eine Änderung des Bundesfernstraßengesetzes.

Weitere Informationen:

Weitere Informationen finden Sie in der Verwaltungsvereinbarung unter nachfolgendem Link: www.bmvi.de/Radschnellwege.