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Flugzeug am Abendhimmel

Quelle: Fotolia / Jürgen Effner

Das Luftfahrtunternehmen Germania Fluggesellschaft mbH hat beim zuständigen Amtsgericht Berlin-Charlottenburg einen Antrag auf ein Eröffnung eines Regelinsolvenzverfahrens gestellt. Der Flugbetrieb wurde am Morgen des 05.02.2019 eingestellt. Seitens des Luftfahrt-Bundesamtes (LBA) ist der Widerruf der Betriebsgenehmigung angeordnet worden.

Die Fluggastrechte, insbesondere gemäß den Verordnungen (EG) Nr. 261/2004 und 1107/2006, finden nach wie vor Anwendung. Die Fluggesellschaft Germania Fluggesellschaft mbH ist daher auch weiterhin verpflichtet, betroffenen Fluggästen Informations-, Unterstützungs- und Betreuungsleistungen zu erbringen.

Fluggäste, die im Rahmen einer Pauschalreise mit der Germania Fluggesellschaft fliegen wollen, werden gebeten, sich direkt mit ihrem Reiseveranstalter in Verbindung zu setzen.
Tickets, die direkt beim betroffenen Luftfahrtunternehmen gebucht wurden, verlieren ihre Gültigkeit. In diesem Fall muss sich der Fluggast selbst um seine Rück- bzw. Weiterbeförderung kümmern.

Die Erstattung von finanziellen Forderungen der Fluggäste (wie z.B. Ticketkostenerstattungen) richtet sich nach insolvenzrechtlichen Bestimmungen. Wir empfehlen betroffenen Fluggästen, ihren Versicherungsschutz dahingehend zu prüfen, ob eine Flugausfall-Versicherung für den Insolvenzfall eingeschlossen ist. Falls die Tickets mit einer Kreditkarte bezahlt wurden, raten wir den Passagieren, ihre Kreditkartengesellschaft zu kontaktieren um zu prüfen, ob eine Rückerstattung der Ticketkosten möglich ist.

Der Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) teilt mit, dass Lufthansa, Eurowings und Condor sogenannte „Rescue Fares“ anbieten werden (d.h. reduzierte One-Way-Tarife), mit denen Germania-Kunden ihre Rückflüge buchen können.

Für weitere Informationen können sich die Passagiere direkt an die Fluggesellschaften wenden: