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Mehrere Fahrradfahrer/innen fahren auf einer Straße

Quelle: Adobe Stock / connel_design

Die Ergebnisse des Fahrrad-Monitors 2021 zeigen: Der Boom des Fahrrads setzt sich fort. Das Rad hat im Verkehrsmittelvergleich das höchste Wachstumspotential. In Zukunft wollen 41 % der Menschen im Alter zwischen 14 und 69 Jahren häufiger Rad fahren. Bei den Jüngeren (14 bis 29 Jahre) ist der Wunsch nach einer häufigeren Fahrrad-/Pedelec-Nutzung mit 49 % am stärksten ausgeprägt. Die größte Bereitschaft zur häufigeren Nutzung von emissionsarmen oder emissionsfreien Verkehrsmitteln findet sich in den Großstädten.

Interesse am Fahrradkauf weiterhin hoch

Rund 16 Millionen Menschen in Deutschland denken über einen Fahrradkauf nach. Dabei nimmt ihre Ausgabebereitschaft im Durchschnitt auf knapp über 1.000 Euro zu (2019: 685 Euro). Besonders beliebt sind Pedelecs und Mountainbikes. Derzeit könnten rund 4 % der Bevölkerung bei ihrem Fahrradkauf vom einem Dienstradleasing-Modell Gebrauch machen.

Das Sicherheitsgefühl beim Radfahren steigt

Das Sicherheitsgefühl beim Radfahren steigt: 63 % der Radfahrenden geben an, dass sie sich sehr oder eher sicher fühlen (2019: 56 %, 2017: 53 %). Ein Unsicherheitsfaktor sind noch zu wenig separate Radwege.

Aufklärungskampagnen zeigen Wirkung

Fast die Hälfte (45 %) aller Radfahrenden tragen inzwischen immer bzw. meistens einen Fahrradhelm. Das ist ein deutlicher Zuwachs gegenüber den Vorjahren: 2021: 45 %, 2019: 30 %, 2017: 31 %. Am stärksten ist der Anstieg in den Gruppen der 60-69-Jährigen (+ 16 Prozentpunkte auf 48 %), 20-29-Jährigen (+13 Prozentpunkte auf 44 % und der 14-19-Jährigen (+ 10 Prozentpunkte auf 37 %).

Das zeigt, die Aufklärungskampagnen des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) wirken. Weitere mögliche Gründe sind die steigende Zahl an Pedelecnutzern und die höhere Ausgabebereitschaft fürs Fahrrad und Equipment.

Die dringlichsten Forderungen an die Politik in Sachen Radverkehr lauten:

  • Mehr Radwege bauen (57 Prozent)
  • Bessere Trennung der Radfahrenden von den Pkw-Fahrenden (53 Prozent) und den Zufußgehenden (45 Prozent)
  • Mehr Schutz- und Radfahrstreifen einrichten (43 Prozent)
  • Sichere Fahrrad-Abstellanlagen (41 Prozent)
  • Mehr Fahrradstraßen einrichten (39 Prozent)

Über die Studie „Fahrrad-Monitor “

Der „Fahrrad Monitor 2021“ ist eine repräsentative Umfrage, die zum achten Mal vom SINUS-Institut im Rahmen der Radverkehrsförderung des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) durchgeführt wurde.

Sie erhebt im Abstand von rund zwei Jahren das subjektive Stimmungsbild der Radfahrenden in Deutschland. Für den Fahrrad-Monitor 2021 wurden von Mitte Mai bis Mitte Juni 2021 3.107 Bürgerinnen und Bürger zwischen 14 und 69 Jahren zu ihrem Mobilitätsverhalten und zu ihren Präferenzen online befragt. Der Monitor ist repräsentativ nach Geschlecht, Alter, Bildung und Ortsgrößenklassen. Der Fahrrad-Monitor wird im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans vom BMDV gefördert.

Die gesamten Ergebnisse finden Sie unter WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN