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Fahrradparken in Bahnhöfen

Quelle: AdobeStock / nmann77

Am 1. Juli 2021 hat die Informationsstelle „Fahrradparken an Bahnhöfen“ ihre Arbeit aufgenommen. Sie wird Kommunen und andere interessierte Akteure bei der Einrichtung von Fahrradparkhäusern und Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen unterstützen. Die Informationsstelle wird von der DB Station & Service AG betrieben und vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen des Sonderprogramms „Stadt und Land“ mit 2,3 Millionen Euro bis 2023 finanziert.

Bundesminister Andreas Scheuer:

Mit dem Rad zum Bahnhof und dann weiter mit der Regional- oder S-Bahn – so sieht modernes Pendeln aus. Voraussetzung dafür ist aber, dass die Menschen ihr Fahrrad am Bahnhof sicher und unkompliziert abstellen können. Genau dafür wollen wir jetzt sorgen. Deshalb richten wir eine Anlaufstelle ein, die zum Beispiel Kommunen beim Einrichten von modernen Fahrradparkplätzen berät und unterstützt. Ab dem 1. Juli 2021 geht es los. Das ist eine Riesenchance für Städte und Gemeinden, ein echtes Angebot gerade auch für Berufspendler zu schaffen. Unsere Unterstützung ist da, jetzt muss vor Ort angepackt werden.

Um die Einrichtung von bahnhofsnahen Radabstellanlagen und insbesondere Fahrradparkhäusern zu erleichtern, hat das BAG im Auftrag des BMVI die DB Station & Service AG mit dem Aufbau und Betrieb einer „Informationsstelle Fahrradparken an Bahnhöfen“ beauftragt. Dem Zuschlag ging ein europaweites Ausschreibungsverfahren voraus.

Ziel ist es, mit modernen Fahrradparkhäusern und Fahrradabstellanlagen die Attraktivität der Radverkehrsinfrastruktur zu steigern und damit mehr Menschen zum Umstieg auf das Rad zu bewegen. Außerdem sollen die zwei umweltfreundlichen Verkehrsmittel Rad und Bahn besser verknüpft werden. Das ist gerade für Berufspendler ein großer Gewinn.

Informiert werden soll u. a. zu:

  • baulichen und gestalterischen Umsetzungsmöglichkeiten,
  • der Anzahl jeweils notwendiger Abstellplätze,
  • technischen Lösungsmöglichkeiten v.a. mit Blick auf Schließanlagen,
  • Betreiberkonzepten,
  • verkehrlicher Anbindung,
  • eigentums- und genehmigungsrechtlichen Fragestellungen,
  • dem aktuellen Angebot an Abstellanlagen einschließlich Best-Practice-Beispielen,
  • der aus der Umsetzung resultierenden Verkehrsverlagerung einschließlich des Klimanutzens sowie
  • Finanzierungsmöglichkeiten.

Außerdem soll es regelmäßige Informationsveranstaltungen, Vor-Ort-Besuche und die Durchführung einer Fachkonferenz zum Thema „Fahrradparken an Bahnhöfen“ im Jahr 2022 geben. Die Informationsstelle soll darüber hinaus 2022 eine Potenzialstudie mit Aussagen zu möglichen Standorten, Best-Practice-Lösungen sowie den sich daraus ergebenden Handlungshilfen veröffentlichen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
https://radparken.info/