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Bundesminister Andreas Scheuer:

Cottbus kann Radverkehr! Mit unserer Radverkehrsoffensive unterstützen wir die Stadt dabei. Zwei neue zentrale Radrouten sind geplant - für klimafreundliche Mobilität im Alltag und in der Freizeit. Zum einen wird aus dem ehemaligen Braunkohletagebau ein Erholungsgebiet mit einem 27 Kilometer langen Radrundweg um den neuen Ostsee. Zum anderen können die Cottbusser dorthin künftig auf dem Radweg ,Seeachse' direkt aus der Innenstadt fahren. Damit stärkt Cottbus den Radverkehr und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Wir fördern dieses Vorbild-Projekt für Strukturwandel mit 4,6 Millionen Euro.

Zu den Projekten:

Das BMVI fördert in Cottbus mit insgesamt rund 4,6 Mio. Euro die Planung des 27 km langen Radrundwegs um den künftigen Cottbusser Ostsee sowie die Planung und den Bau des 1,6 km langen Radwegs „Seeachse“ mit begleitender Kunstinstallation. Beide Projekte finanziert das BMVI jeweils zu 100 Prozent. Die Projekte sollen bis Ende 2023 fertiggestellt sein.

Planung Radrundweg Cottbusser Ostsee – 1,6 Mio. Euro:

  • Bis Ende 2029 soll auf dem Gebiet eines ehemaligen Braunkohletagebaus der etwa 1.900 Hektar große Cottbusser Ostsee entstehen.
  • Rund um den See plant die Stadt Cottbus den Bau eines 27 km langen Radrundwegs.
  • Der Radrundweg soll die am See neu entstehenden Projekte verbinden, etwa das Hafenquartier, Strandbereiche und Aussichtstürme.
  • Zudem werden die Anrainergemeinden Teichland, Neuhausen/Spree und Wiesengrund, der benachbarte Klinger See und der Branitzer Park angebunden.
  • Geplant ist auch eine Anbindung des Radrundwegs an den Öffentlichen Personennahverkehr.
  • Der Radrundweg wird außerdem Teil des regionalen Radwander- und überregionalen Fernradwandernetzes.

Planung und Bau Radweg „Seeachse“ mit begleitender Kunstinstallation – 3 Mio. Euro:

  • Die Stadt Cottbus plant einen 1,6 Kilometer langen Radweg „Seeachse“.
  • Der Radweg soll von der Innenstadt bis zum künftigen Hafengebiet am Cottbusser Ostsee verlaufen.
  • Zudem wird er die neuen Wohngebiete und den Forschungs- und Entwicklungsstandort Energiecampus anbinden, die auf dem ehemaligen Gewerbegebiet entstehen.
  • Die Stadt Cottbus plant außerdem, den anschließenden Radwegebau mit einer Kunstinstallation zu begleiten, die sich mit dem strukturellen Wandel der Region auseinandersetzen soll. Die konkrete Ausgestaltung soll mit einem Kunstwettbewerb entschieden werden.

Zum Förderprogramm:

Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesverkehrsministeriums für innovative Modellprojekte im Radverkehr gefördert. Für das Förderprogramm stellt das BMVI von 2020 bis 2026 insgesamt rund 170 Mio. Euro zur Verfügung.
Seit dem Förderaufruf 2019 sind etwa 150 Interessenbekundungen eingegangen. Davon wurden bisher 39 Vorhaben als grundsätzlich förderwürdig bewertet. Neben der Warnowbrücke in Rostock, fördert das BMVI z.B. bereits den Umbau des „Ballindamm“ in Hamburg sowie die Planung einer Radvorrangroute in Nordrhein-Westfalen zwischen Düren und Jülich.

Bei diesem Programm werden Projekte gefördert,

  • die zur Verbesserung der Verhältnisse für den Radverkehr beitragen, etwa durch richtungsweisende infrastrukturelle Bauwerke, wie Fahrradbrücken, Unterführungen, vollautomatische Fahrradparkhäuser oder fahrradgerechte Kreuzungslösungen an großen Knotenpunkten

und/oder

  • die eine nachhaltige Mobilität durch den Radverkehr sichern, etwa durch urbane oder quartiersbezogene Mobilitätskonzepte und -maßnahmen zum Radverkehr einschließlich seiner Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln und dem Fußverkehr.

Gefördert werden die Planung sowie die bauliche Umsetzung von Hoch- und Tiefbaumaßnahmen. Die Projekte sollen Erkenntnisse aus der Praxis, aber auch Ideen und Konzepte für weitere Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs liefern und damit bundesweit Strahlkraft entfalten.