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Das BMVI fördert mit rund 2,3 Mio. Euro die Planung des rund 23 Kilometer langen Radschnellwegs von München nach Garching und Unterschleißheim. Dies ist die erste BMVI-Förderung für ein Radschnellwegeprojekt in Bayern. Zwei weitere Anträge für Radschnellwege-Projekte in Bayern wurden vom bayrischen Verkehrsministerium bereits angekündigt.

Der geplante Radschnellweg zwischen München und Garching bzw. Unterschleißheim kommt weiter voran: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat heute einen Förderbescheid für die weiteren Planungen an Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer übergeben. Mit den Fördermitteln in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro können Stadt und Landkreis München die Planungen vorantreiben und konkretisieren. Der Bau soll im Stadtgebiet München voraussichtlich im Jahr 2021 bzw. im Landkreis München im Jahr 2022 beginnen.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer:

Mit den von uns geförderten Radschnellwegen in ganz Deutschland schaffen wir mehr Platz und mehr Sicherheit für die Radfahrer. Es freut mich, dass wir jetzt erstmals auch in Bayern einen neuen Radschnellweg fördern. In Zukunft fahren Radler und Pendler hier auf der Überholspur – und das sicher und bequem. Damit verlagern wir noch mehr Verkehr auf den klimafreundlichen Sattel.

Auch Staatsministerin Schreyer freut sich, dass es nun mit den Planungen weitergehen kann:

Der Radschnellweg zwischen München und Garching bzw. Unterschleißheim ist mit seinen mehr als 23 Kilometern und einer prognostizierten Zahl von abschnittsweise bis zu 15.000 Radlern pro Tag das derzeit größte Radschnellwegprojekt in Bayern. Er ist ein wichtiger Baustein, um München, Unterschleißheim und den Forschungsstandort Garching noch besser aneinander anzubinden, Staus zu vermeiden und den Verkehr insgesamt zu verflüssigen. Insbesondere die Radler werden davon profitieren: Auf dem Radschnellweg können sie in Zukunft schnell, direkt und sicher unterwegs sein.

Zum Projekt in München

Der 1. Abschnitt der geplanten Verbindung soll innerhalb der Landeshauptstadt München, am Karlsplatz/Stachus starten und zum Odeonsplatz führen. Von dort an sollen die Radler über die Ludwig-, Leopold -und Ingolstädter Straße Richtung Norden fahren können. Bis zur Stadtgrenze ist der Radschnellwege rund 9,1 Kilometer lang.

Der 2. Abschnitt im Landkreis München soll direkt an der Stadtgrenze, ab der Ingolstädter Landstraße (B13) beginnen und entlang der B13 bis zur Kreuzung B13/B471 führen. Von dort soll ein Zubringer-Radweg Richtung Westen entlang der B471 bis Lustheim bei Unterschleißheim führen.

Richtung Norden sollen Radler entlang der B13 bis Unterschleißheim fahren können. Ab der Kreuzung B13/B471 im Garchinger Stadtteil Hochbrück soll der Radschnellweg in Richtung Osten entlang der B471 bis zur Landkreisgrenze Freising und dem Forschungszentrum Garching führen. Im Bereich des Landkreises München ist die Radschnellwegeverbindung rund 14,2 Kilometer lang.
Für die neue Verbindung wird mit rund 2.800 Radlern pro Tag gerechnet. Die Nutzerzahlen im innerstädtischen Bereich werden um ein Vielfaches höher erwartet.

Der Bund stellt im Rahmen seiner bundesweiten Förderung für Bayern bis 2030 insgesamt 65 Millionen Euro für Radschnellwege bereit. Er beteiligt sich mit durchschnittlich 75 Prozent an den Kosten für die Planung und den Bau. Interessierte Gemeinden bzw. Gemeindeverbände können beim Freistaat Anträge stellen. Dieser beantragt dann beim Bund die Förderung.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu Radschnellwegen finden Sie auf der Übersichtsseite sowie in der Verwaltungsvereinbarung unter nachfolgendem Link: www.bmvi.de/Radschnellwege.