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Mit rund 1,3 Mio. Euro fördert das BMVI den Bau eines neuen Radschnellweg-Abschnitts in Darmstadt. Dies ist das erste Radschnellwegeprojekt in Hessen für das eine Bundesförderung beim BMVI beantragt und bewilligt wurde.

Bundesminister Andreas Scheuer:

Ich will noch mehr Menschen für das Radfahren begeistern. Auf Radschnellwegen kommen Fahrradfahrer schnell, sicher und bequem an ihr Ziel – egal ob Freizeitradler, Berufspendler oder Neuaufsteiger. Erstmals bringen wir jetzt in Hessen eine neue Radschnellwege-Verbindung auf den Weg. Der geplante Streckenabschnitt in Darmstadt-Wixhausen verbindet die Region mit Frankfurt. Schon nächstes Jahr fahren Radler hier auf der Überholspur. So machen wir Deutschland zu einem echten Fahrradland.

Hessischer Ministerpräsident Volker Bouffier:

Das Fahrrad wird als Alltagsverkehrsmittel immer beliebter: Es ist nicht nur klimafreundlich, sondern oft auch das schnellste Mittel, um von A nach B zu kommen. Wir in Hessen arbeiten seit Jahren daran, den stark wachsenden Radverkehr zu stärken, indem wir die Radwegeinfrastruktur weiter verbessern. Radschnellwegen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, denn sie sind besonders für urbane Räume und Metropolregionen wie den Raum Frankfurt interessant: Sie bieten eine gute Alternative für Pendlerinnen und Pendler, gesund und sicher an ihren Arbeitsplatz zu gelangen. Somit helfen sie dabei, Staus zu vermeiden und den Verkehr insgesamt zu verflüssigen. Daher freuen wir uns sehr, dass das BMVI den Teilabschnitt des Radschnellwegs in Darmstadt - Wixhausen als erstes Projekt in Hessen fördert.

Zum Projekt in Darmstadt:

Das BMVI fördert mit rund 1,3 Mio. Euro den Bau des 520 Meter langen Teilabschnitts des Radschnellwegs in Darmstadt-Wixhausen. Der Streckenabschnitt ist Teil der 31 Kilometer langen Radschnellwegeverbindung Frankfurt – Darmstadt. Dieser Bauabschnitt ist die Fortsetzung des 1. Bauabschnitts von Bahnhof-Egelsbach bis zum Bahnhof-Wixhausen mit einer Länge von 3,6 km, der bereits seit Juni 2019 befahrbar ist. Für die Gesamtstrecke wird aktuell mit mehr als 2.000 Radfahrern pro Tag gerechnet. Der Spatenstich für diesen 2. Teilabschnitt soll noch in diesem Jahr stattfinden, sodass die Strecke bereits im nächsten Jahr fertiggestellt und durch die Radfahrenden genutzt werden kann.

Allgemein zu Radschnellwegen:

Radschnellwege sind:

  • in der Regel über 10 Kilometer lang;
  • haben prognostiziert mindestens 2000 Fahrradfahrten täglich;
  • sind in der Regel 3 Meter (einspurig) und 4 Meter (zweispurig) breit;
  • sind von anderen Verkehrsmitteln getrennt;
  • haben sichere und komfortable Kreuzungspunkte;
  • haben eine hohe Belagsqualität und eine geringe Steigung;
  • werden dauerhaft und verkehrssicher betrieben und unterhalten – einschließlich Winterdienst.

Damit sind Radschnellwege besonders für urbane Räume und Metropolregionen interessant. Sie eignen sich für Pendlerverkehre, helfen dabei, Staus zu vermeiden und den Verkehr insgesamt zu verflüssigen. Sie reduzieren Lärmbelastung und Schadstoffemissionen und leisten damit einen Beitrag zum Klimaschutz.

Zur Förderung:

Das BMVI stellt seit 2017 jährlich 25 Millionen Euro für Radschnellwege bereit. Im Zuge des beschlossenen Klimapaketes ist vorgesehen, diese Förderung ab dem Jahr 2021 bis 2023 auf 50 Mio. Euro zu verdoppeln. Der Bund beteiligt sich mit durchschnittlich 75 Prozent an den Kosten für die Planung und den Bau. Gefördert werden auch der Umbau von Kreuzungspunkten sowie die Sicherheitsausstattung der Wege inklusive Beleuchtung. Interessierte Gemeinden bzw. Gemeindeverbände können beim jeweiligen Land Anträge stellen. Dieses beantragt dann die Bundesförderung.

Weitere Radschnellwege, die eine Förderung des BMVI erhalten, sind:

  • Heidelberg – Mannheim
  • Achim , zwischen Bremen und Verden
  • Königsweg – Kronprinzessinnenweg in Berlin
  • Heilbronn – Bad Wimpfen
  • Schorndorf – Fellbach
  • Aachen – Herzogenrath
  • „RS1 Ruhr“ Abschnitt Bochum
  • „RS1 Ruhr“ Abschnitt Gelsenkirchen
  • „Wiesental“ von Lörrach bis Schopfheim
  • Ludwigsburg – Waiblingen
  • „Neckartal“ von Esslingen nach Plochingen und Reichenbach
  • Freiburg nach Waldkirch und Emmendingen
  • Braunschweig-Wolfenbüttel/Salzgitter
  • Friedrichshafen – Baindt

Möglich wurde diese Förderung durch eine Änderung des Bundesfernstraßengesetzes.

Weitere Informationen:

Weitere Informationen finden Sie in der Verwaltungsvereinbarung unter nachfolgendem Link: www.bmvi.de/Radschnellwege.