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Fahrradspur

Quelle: Fotolia / Martina Berg

Bundesminister Andreas Scheuer:

Radfahren macht gesund und glücklich! Das ist zumindest so, wenn die Strecke keinem Hindernisparcours gleicht. Ich will, dass Radfahren auch in der Stadt wieder Spaß macht. Daher fördert das BMVI den Bau von Radschnellwegen. Sie sind die Möglichkeit, den Pendlerverkehr vom Autositz auf den Fahrradsattel zu verlagern. Das macht nicht nur fit, sondern ist aktiver Klimaschutz. Radschnellwege sind breit, sicher und gut ausgebaut – ideal auch für lange Strecken

Radschnellwege bringen Radlerinnen und Radler auf die Überholspur. Auf diesen exklusiv für sie reservierten Strecken mit bestimmten baulichen Standards kommen Radfahrende schnell und sicher ans Ziel. Radschnellwege haben eine ausreichende Breite, sind gut beleuchtet und bis auf wenige Ausnahmen ohne Stopp zu befahren. Damit sind Radschnellwege insbesondere für urbanen Räume und Metropolregionen interessant und können eine echte Alternative insbesondere für Pendler sein. Darüber hinaus können Radschnellwege dazu beitragen, negative Verkehrsfolgen wie Lärmbelästigung und Schadstoffemissionen zu reduzieren und wirken sich positiv aufs Klima aus.

Der Bund fördert Radschnellwege in der Baulast der Länder und Kommunen mit zunächst 25 Mio. Euro jährlich (bis 2030 rd. 318 Mio. €). Die Förderquote beträgt bis zu 75 % der förderfähigen Kosten. Die entsprechende Verwaltungsvereinbarung mit den Ländern ist im September 2018 in Kraft getreten. Die Mittel können in einem formlosen und unbürokratischen Förderantragsverfahren abgerufen werden.

Radschnellwege sind:

  • in der Regel über 10 Kilometer lang;
  • haben prognostiziert mindestens 2000 Fahrradfahrten täglich;
  • sind in der Regel 3 Meter (einspurig) und 4 Metern (zweispurig) breit;
  • sind von anderen Verkehrsmitteln getrennt;
  • haben sichere und komfortable Kreuzungspunkte;
  • haben eine hohe Belagsqualität und eine geringe Steigung;
  • werden dauerhaft und verkehrssicher betrieben und unterhalten – einschließlich Winterdienst.

Damit sind Radschnellwege besonders für urbane Räume und Metropolregionen interessant. Sie eignen sich für Pendlerverkehre, helfen dabei, Staus zu vermeiden und den Verkehr insgesamt zu verflüssigen. Sie reduzieren Lärmbelastung und Schadstoffemissionen und leisten damit einen Beitrag zum Klimaschutz.

Wir fördern:

Das BMVI stellt jährlich 25 Millionen Euro für Radschnellwege bereit. Der Bund beteiligt sich mit durchschnittlich 75 Prozent an den Kosten für die Planung und den Bau. Gefördert werden auch der Umbau von Kreuzungspunkten sowie die Sicherheitsausstattung der Wege inklusive Beleuchtung. Interessierte Gemeinden können beim jeweiligen Land Anträge stellen. Dieses beantragt dann die Bundesförderung.

Der Radschnellweg in Berlin ist nach den Radschnellwegen Heidelberg – Mannheim in Baden-Württemberg und Achim in Niedersachsen das dritte Projekt dieser Art, das eine Förderung vom BMVI erhält.

Möglich wurde diese Förderung durch eine Änderung des Bundesfernstraßengesetzes.

Weitere Informationen finden Sie in der Verwaltungsvereinbarung unter nachfolgendem Link: www.bmvi.de/Radschnellwege.