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Radverkehr wird Unifach

Quelle: BMVI / Adobe Stock / sebra

Sommerradtour der BMVI-Stiftungsprofessuren Radverkehr

7 Hochschulen, 5 Bundesländer, 1 Ziel: Die vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) geförderten Hochschulen mit Stiftungsprofessuren Radverkehr wollen mit einer Radtour von Hochschule zu Hochschule die aktuelle Situation für Radfahrende „erfahren“ und in Dialog mit Experten aus Politik und Wirtschaft treten.

Hierzu erfahren Sie mehr auf der Homepage „Zukunft Radverkehr“.
Auf Instagram finden Sie einen begleitenden Blog.

Radverkehr wird Uni-Fach

Bundesminister Andreas Scheuer übergab sieben Hochschulen am 4. März 2020 in Berlin ihre Zukunftsschecks für die Stiftungsprofessuren Radverkehr. Konkret geht es darum, den Radverkehr in Forschung und Lehre zu verankern – von der Infrastrukturplanung über Mobilitätsmanagement bis zur fahrradfreundlichen Gesetzgebung.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer:

Wir stärken Radfahrern den Rücken! Radverkehr muss als gleichberechtigtes Verkehrsmittel von Anfang an mitgedacht werden – sei es in der Gesetzgebung, in der Verkehrsplanung oder in der Innovationsforschung. Deshalb fördern wir den Radverkehr jetzt als Uni-Fach. Wir stellen den Radfahrern Verbündete an die Seite, die ihr Know-How in Zukunft gezielt vor Ort und in den Städten und Kommunen einsetzen können. So geben wir den Radfahrern eine starke Stimme und machen den Umstieg aufs Rad noch attraktiver.

Mit einem Volumen von 8,3 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) erstmals Radverkehrs-Professuren. 33 Hochschulen haben ihr Interesse bekundet – an sieben Hochschulen werden nun spezialisierte Masterstudiengänge akkreditiert. Die Verfahren zur Einrichtung der Professuren beginnen noch in diesem Jahr.

Eine Förderung des BMVI erhalten:

  • Bergische Universität Wuppertal
  • Frankfurt University of Applied Sciences
  • Hochschule Technik und Wirtschaft Karlsruhe
  • Hochschule RheinMain Wiesbaden
  • Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel
  • Technische Hochschule Wildau
  • Universität Kassel

Die Stiftungsprofessuren

Mit den Stiftungsprofessuren etablieren und stärken wir die interdisziplinäre Forschung und Lehre zu Radverkehr und nachhaltiger Mobilität. Die neu eingerichteten Professuren forschen und bilden zu wichtigen Radverkehrsaspekten aus, darunter Verkehrsplanung, Verkehrssicherheit, Fußverkehr oder Logistik. Zudem erproben sie neue Technologien und arbeiten über starke Kooperationsnetzwerke an der Mobilität von morgen. So bauen wir dringend benötigte Fachkompetenz für die Zukunft auf.

Universität Kassel: Die Ideen-Uni

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Radprofessur

Die Universität Kassel ist eine junge Universität; hier bleiben Dinge in Bewegung. Offenheit, Initiative und Praxisbezug werden gefördert. Das gilt in Studium, Forschung und Lehre ebenso wie bei Existenzgründungen aus der Hochschule heraus. Die Universität hat ein außergewöhnliches Profil mit den Kompetenzfeldern Natur, Technik, Kultur und Gesellschaft. Im Wintersemester 2019/2020 zählte sie rund 25.000 Studierende und 3300 Hochschulangehörige, darunter 335 Professorinnen und Professoren in elf Fachbereichen.

Internationalisierung ist profilbildendend und strategisches Ziel: Die Universität Kassel ist weltweit durch rund 460 Kooperationen mit ausländischen Partnern vernetzt. In der Forschung setzt die Universität besondere Schwerpunkte in Umwelt-, Klima- und Energiethemen, der Forschung zur nachhaltigen Gestaltung von Verkehr, der Stadt- und Regional-forschung, der sozialverträglichen Informationstechnik-Gestaltung, der Simulation technischer Systeme und der Fahrzeugsystemtechnik, der Werkstoff- und Produktionstechnik, den Nanostrukturwissenschaften, der Bildungsforschung, der Forschung zu globaler Sozialpolitik, Entwicklungspolitik und menschenwürdiger Arbeit sowie der Kultur- und Geschlechterforschung.

Professur „Radverkehr und Nahmobilität“

Inhaltliche Ausrichtung, Schwerpunktbildung und Ausstattung

Die Professur „Radverkehr und Nahmobilität“ soll ingenieurwissenschaftliche Themen des Rad- und Fußverkehrs sowie der Mikromobilität in Forschung und Lehre vertreten. Dabei sollen die fachlichen Schwerpunkte in folgenden Themenbereichen liegen:

  • Planung und Entwurf von Anlagen des Rad- und Fußverkehrs (inkl. Anlagen zur Verknüpfung mit dem öffentlichen Verkehr),
  • Verkehrssicherheit im Rad- und Fußverkehr (inkl. E-Bikes und E-Kleinfahrzeuge),
  • Planung des Radverkehrs in ländlichen Räumen,
  • Mikromobilität und deren Integration in das Verkehrs- und Raumsystem.

Die W3-Professur ist Teil des Instituts für Verkehrswesen im Fachbereich Bauingenieur- und Umweltingenieurwesen. Sie umfasst zwei Vollzeitstellen für wissenschaftliche Mitarbeitende und eine 50%-Teilzeitstelle für das Sekretariat. Zur Unterstützung des Arbeitsschwerpunktes „Verkehrssicherheit“ ist die Anschaffung eines Fahrradsimulators geplant. Mit Hilfe eines Fahrradsimulators können unterschiedliche Verkehrssituationen unter Laborbedingungen systematisch und realitätsnah untersucht werden. Die Professur wird in Kürze öffentlich und international im Rahmen eines Berufungsverfahrens ausgeschrieben.

Lehre

  • Bachelor und Master Bauingenieurwesen
  • Bachelor und Master Umweltingenieurwesen
  • Bachelor und Master Stadtplanung
  • (neuer) Master Mobilität, Verkehr und Infrastruktur

Netzwerke und Kooperationen

Netzwerke und wissenschaftliche Zentren der Universität Kassel, in denen die Professur integriert werden soll:

  • Umwelt-Netzwerk
  • Kompetenzzentrum für Klimaschutz und Klimaanpassung (CliMA)
  • Wissenschaftliches Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung (ITeG)
  • Graduiertenzentrum für Umweltforschung und -lehre (GradZ)
  • AG Effizient mobil

Außeruniversitäre Netzwerke (Auswahl):

  • Nordhessisches Netzwerk der Mobilitätswirtschaft MoWin.net
  • Entwicklungs- und Kompetenzzentrum House of Logistics and Mobility (HOLM)
  • Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH)
  • Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Deutsche Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft (DVWG)

Masterstudiengang Mobilität, Verkehr und Infrastruktur

Wesentliche Charakteristika

  • dreisemestriger, nicht-konsekutiver und interdisziplinärer Masterstudiengang des Fachbereichs Bauingenieur- und Umweltingenieurwesens im Umfang von 90 Credits
  • Abschluss: Master of Science
  • Zugangsvoraussetzung: ein wissenschaftliches Erststudium ohne Vorgabe des Studienfachs, Nachweis grundlegender Kompetenzen in Mathematik, Mechanik und den Verkehrswissenschaften, die im Rahmen des Studiums nachgeholt werden können
  • 25-30 Erstsemesterstudierende pro Jahr
  • voraussichtlicher Studienbeginn im Sommersemester 2021

Lehrinhalte

  • integrierte Verkehrsplanung, Verkehrstechnik, Radverkehr und Nahmobilität, Öffentlicher Verkehr, Straßenentwurf und Straßenraumgestaltung, Verkehrsinfrastruktur (36 Credits)
  • Vertiefung Mathematik und Informatik (12 Credits)
  • Recht im Verkehrswesen (6 Credits)
  • Ökonomie (6 Credits)
  • Schlüsselqualifikationen (6 Credits)

Steckbrief zum Vorhaben der TH Wildau

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Radprofessur


Die Technische Hochschule Wildau

Die Technische Hochschule Wildau ist die größte Fachhochschule im Land Brandenburg und befindet sich unmittelbar benachbart der Bundeshauptstadt Berlin. An der Hochschule lernen ca. 4.000 Studierende, davon rund 18 % aus dem Ausland. Rund 100 Professorinnen und Professoren sowie 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, gestalten die Forschung und Lehre in 31 Bachelor- und Masterstudiengängen.
Das Forschungsfeld Verkehr, Mobilität und Logistik gehört zu den strategischen Entwicklungsfeldern der TH Wildau. Es wird bereits heute durch etwa 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in verschiedenen verkehrsaffinen Studiengängen kompetent vertreten und soll weiter ausgebaut werden.
Mit der beantragten Stiftungsprofessur sieht die TH Wildau eine sehr gute Gelegenheit, ihr wissenschaftliches Profil strukturell und zukunftsfähig weiterzuentwickeln.


Die Professur „Radverkehr in intermodalen Verkehrsnetzen“

Als Teil des Umweltverbunds hat der Radverkehr gemeinsam mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und dem Fußgängerverkehr mehr denn je das Potenzial, einen entscheidenden Beitrag zur Verkehrswende zu leisten. Die TH Wildau möchte mit dieser Professur aktiv zur Umsetzung des NRVP beitragen und dieses Potenzial insbesondere in der intermodalen Verknüpfung des Radverkehrs mit weiteren Verkehrsträgern heben. Die Stiftungsprofessur ist generalistisch mit einem technisch/konzeptionellen Schwerpunkt angelegt. Die Professorin/der Professor für „Radverkehr in intermodalen Verkehrsnetzen“ vertritt das Fachgebiet mit verkehrsplanerischen, technischen, informationstechnischen und ausgeprägten kommunikativen Kompetenzen aus der Sicht der gestaltenden Instanzen (i. d. R. Behörden), der potenziellen Nutzerinnen und Nutzer sowie der konkurrierenden Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. In Lehre und Forschung sollen intermodale Lösungen entwickelt werden, die den Radverkehr im Kontext aller Verkehrsträger attraktiver machen und so zu einem steigenden Modal-Split-Anteil für den Umweltverbund führen.
Die Professur ist mit einer W3-Professorin / einem Professor mit 12 Semesterwochenstunden Lehrverpflichtung, einer akademischen Mitarbeiterin / einem akademischen Mitarbeiter, einer Laboringenieurin / einem Laboringenieur und einer Promotionsstelle ausgestattet.


Der Studiengang „Radverkehr in intermodalen Verkehrsnetzen“

Der Master-Studiengang „Radverkehr in intermodalen Verkehrsnetzen“ soll als konsekutiver, dreisemestriger Studiengang mit einer Wertigkeit von 90 ECTS-Punkten mit anfänglich 20 Studienplätzen im Fachbereich Ingenieur- und Naturwissenschaften zum Sommersemester 2021 realisiert werden. Er ist konsekutiv zu ingenieurtechnischen Bachelorstudiengängen mit Verkehrsbezug, wie z. B. Verkehrssystemtechnik, Infrastruktursysteme oder Personenverkehrsmanagement.
Ausgangspunkt für die Profilierung des Studiengangs ist das Kompetenzprofil der Absolventinnen und Absolventen. Diese sollen in der Lage sein, selbständig komplexe Radverkehrskonzepte, -strategien und -planungen im intermodalen Kontext zu erarbeiten und umzusetzen. Der Studiengang wird einen ingenieurwissenschaftlichen Schwerpunkt (M. Eng.) aufweisen und ökonomische und rechtliche Aspekte beinhalten. Kommunikation mit und Partizipation von Stakeholdern und Genehmigungsinstanzen werden bei der Kompetenzvermittlung stark berücksichtigt.

Geplante Kooperationen und „on Top“-Aktivitäten

Die TH Wildau ist aktiver Partner in zahlreichen Netzwerken, Clustern und Gemeinschaftsvorhaben. Sie kooperiert im Verkehrswesen mit wesentlichen Gestaltern und Betreibern in der Region sowie auf Bundesebene und international. Durch die beantragte Stiftungsprofessur ergeben sich Ausbaupotenziale für Kooperationen. Dazu gibt es konkrete Vorgespräche mit Hochschulen aus der Region, den DLR-Verkehrsinstituten in Berlin-Adlershof, Interessensverbänden wie dem VCD, dem ADFC, der Stadt Wildau und dem Landkreis Dahme-Spreewald. Geplant sind u. A. Ringvorlesungen und Seminare auch in den regionalen Präsenzstellen der Hochschulen des Landes Brandenburg. Die Professur richtet jährlich ein überregional ausstrahlendes, wissenschaftliches Symposium zu aktuellen Fragen des Radverkehrs insbesondere im Hinblick auf die intermodale Verknüpfung mit anderen Verkehrsträgern aus. Explizit werden dabei die Absolventinnen und Absolventen und auch die aktuellen Studierenden einbezogen. Es ist ferner geplant, einen Arbeitskreis der neu eingerichteten Professuren zum Radverkehr anzuregen, in dem ein intensiver, mindestens halbjährlicher, fachlich-wissenschaftlicher Austausch zwischen den Professorinnen und Professoren stattfindet. Dieser Arbeitskreis soll perspektivisch mit einem Doktorandenseminar verknüpft werden.

Die Hochschule Rheinmain (HSRM)

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Radprofessur

Über 70 Studienangebote an zwei Studienorten mit einem internationalen Netzwerk – das ist die Hochschule RheinMain. Mehr als 14.000 Studierende studieren in den Fachbereichen Architektur und Bauingenieurwesen, Design Informatik Medien, Sozialwesen und Wiesbaden Business School in Wiesbaden sowie im Fachbereich Ingenieurwissenschaften in Rüsselsheim am Main. Neben der praxisorientierten Lehre ist die Hochschule RheinMain anerkannt für ihre anwendungsbezogene Forschung.

Professur Rad_Entwurf

Die Professur ist thematisch im Bereich der Planung und des Entwurfs von Verkehrsanlagen und der Verkehrssicherheit verortet und wird unmittelbar in die Fachgruppe Mobilitätsmanagement (FG MM) an der HSRM eingebunden. Sie unterstützt damit die Strategie im Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen bzw. an der HSRM, einen profilbildenden Schwerpunkt im Bereich nachhaltiger Mobilität aufzubauen. Drei Aktivitätsfelder der Professur stehen dabei im Mittelpunkt:

  1. Verankerung des Radverkehrs in grundständigen Studiengängen
  2. Vertiefte Vermittlung von Radverkehrsthemen in weiterführenden Studiengängen sowie in Fort- und Weiterbildung zur Qualifizierung von Radverkehrsspezialistinnen und -spezialisten
  3. Anwendungsorientierte Forschung zum Radverkehr im Verbund mit weiteren Partnern und Disziplinen

Die (W2)-Professur wird durch wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umfang von 1,5 Stellen sowie eine Verwaltungsstelle im Umfang von 50 Stellenprozent ergänzt. Die Stelle wird zunächst kurzfristig und parallel zum Berufungsverfahren durch eine Vertretungsstelle besetzt.

Einbindung in die Lehre

Angestrebt wird ein kooperatives regionales Lehr- bzw. Masterkonzept zusammen mit anderen Hochschulen der Rhein-Main-Region:

  • Vor dem Start des neuen Masterstudiengangs: radverkehrsspezifische Blockveranstaltungen in vorhandenen Studiengängen (Bachelor und Master)
  • Unmittelbar nach Berufung der Radprofessur: Aufbau eines neuen Masterstudiengangs „Nachhaltige Mobilität“:

    • Regionaler und kooperativer Ansatz von der Frankfurt University of Applied Sciences, der Hochschule Darmstadt, der Technischen Hochschule Mittelhessen und der Hochschule RheinMain
    • Konsekutiver, dreisemestriger (90 CP) Master für ca. 30 Studierende aus raum-, planungs- oder bauwissenschaftlichen Bachelorstudiengängen mit Verkehrsbezug
    • Ziel des Masterstudiengangs Nachhaltige Mobilität ist Zusatzqualifikation Master of Engineering (M.Eng.) in den für die nachhaltige Gestaltung von Mobilität und Verkehr maßgeblichen Aufgaben der Verkehrsplanung, des Entwurfs und des Betriebs von Verkehrsanlagen, insbesondere des Umweltverbunds, und deren Verknüpfungspunkten, des Mobilitätsmanagements sowie dem Umgang mit innovativen Geschäftsmodellen im Bereich Verkehr und Mobilität.

Forschung und Kooperationen

Fokus auf strukturbildenden Maßnahmen im Bereich des Praxistransfers. Zur Schaffung nachhaltiger Strukturen im Bereich des Radverkehrs bestehen an der Hochschule RheinMain verschiedene Ansatzpunkte:

  • Die Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH)
  • Das BMBF-geförderte Projekt IMPACT RheinMain,
  • Die als Transferformat verstetigte bundesweite Fachtagung zu Fahrradvermietsystemen
  • Projektbezogene Kontakte Unternehmen aus der Radverkehr-Wirtschaft
  • Das House of Logistics and Mobility (HOLM) in Frankfurt

„ON-TOP“-Aktivitäten

  • Das im Genehmigungsverfahren befindliche Promotionskolleg „Logistik und Mobilität“ ermöglicht perspektivisch entsprechende Promotionsvorhaben.
  • Darüber hinaus ist geplant, zusammen mit anderen HAWs und erfahrenen Praktikern insbesondere Strukturen im Bereich der Fort- und Weiterbildung zu entwickeln. Zielgruppe sind Verkehrsplaner und Ingenieure, die in Verwaltungen oder Planungsbüros mit dem Entwurf von Anlagen des Radverkehrs befasst sind.
  • Die Radprofessur wirkt (wie die Stiftungsprofessuren der OSTFALIA und der Hochschule Karlsruhe) im 2019 neu gegründeten „Studienfeld Nachhaltige Mobilität“, einer Kooperation verschiedener Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Ziel des Studienfeldes ist die Schaffung einer zeitgemäßen und praxisnahen akademischen Ausbildung im Bereich Mobilität und Verkehr.

Steckbrief - Frankfurt University of Applied Sciences

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Radprofessur

Frankfurt University of Applied Sciences

Die Frankfurt UAS bietet ein wissenschaftlich hochqualifiziertes und gleichzeitig praxisorientiertes Lehrangebot für aktuell rund 15.000 Studierende. In 4 Fachbereichen werden derzeit über 70 Studiengänge angeboten. Die anwendungsbezogenen Forschung an der Frankfurt UAS verzahnt die Lehre mit der Praxis. Die Forschungsaktivitäten der Hochschule fokussieren sich insbesondere auf drei Forschungsschwerpunkte: Demografischer Wandel und Diversität, Digitalisierung und Informations-/Kommunikationstechnologien, sowie Mobilität und Logistik. Außerdem bietet die Hochschule ein umfassendes Weiterbildungsangebot an und verfügt über langjährige Erfahrung mit der Zielgruppe erwachsener Lernenden.

Professur „Nachhaltige Mobilität insbesondere Radverkehr“

Die Professur wird als Scharnier-Professur der Fachbereiche 1 Architektur – Bauingenieurwesen – Geomatik und 3 Wirtschaft und Recht konzipiert. Sie vertritt das Thema Radverkehr aus verkehrsplanerischer und ökonomischer Sicht. Die Professur wird zunächst als Vertretungsprofessur besetzt. Gleichzeitig wird das Berufungsverfahren gestartet (Stellenausschreibung unbefristet). Sie soll zunächst in radverkehrsspezifischen Veranstaltungen in vorhandenen Studiengängen eingesetzt werden. Die (W2)-Professur „Nachhaltige Mobilität insbesondere Radverkehr“ wird mit 18 Semesterwochenstunden in Bachelor- und Masterstudiengängen eingesetzt. Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umfang von 2,5 Stellen und wissenschaftliche Hilfskräfte sowie eine Verwaltungsstelle im Umfang von 50 Stellenprozent unterstützen die Professur.

Master- Studiengang „Nachhaltige Mobilität“

Der Master-Studiengang „Nachhaltige Mobilität“ wird angegliedert im Fachbereich 1 Architektur – Bauingenieurwesen – Geomatik. Mit einem Start der Akkreditierung im Januar 2022 kann der Studiengang voraussichtlich im Sommersemester 2023 in folgender Weise starten:

  • 3 Semester, Vollzeitstudium oder berufsbegleitend, 90 ECTS
  • (Voraussichtlich) 30 Studierende pro Jahr, Studienbeginn jedes Semester möglich.
  • Voraussetzungen für den konsekutiven Master:

    • Berufsqualifizierender Hochschulabschluss der Fachrichtung Bauingenieurwesen oder anderer raumbezogener, planungsrelevanter Fachrichtungen wie z.B. Geoinformation und Berufsqualifizierender Hochschulabschluss der Fachrichtung Bauingenieurwesen oder anderer raumbezogener, planungsrelevanter Fachrichtungen wie z.B. Geoinformation

Im dem Masterstudiengang sollen die für eine Verkehrswende relevanten Kompetenzen mit Fokus auf die Verkehrsmittel des Umweltverbundes vertieft gelehrt werden. Das Masterkonzept zeichnet sich durch einen interdisziplinären Ansatz aus, in dem die Absolventinnen und Absolventen neben dem Kern ingenieurwissenschaftlicher Kompetenzen in den Bereichen Planung, Entwurf und Betrieb integrierter Verkehrssysteme auch Kompetenzen aus den Gesellschaftswissenschaften (Mobilitätverhalten, Verkehrspolitik) sowie der Wirtschaftswissenschaften (Geschäftsmodelle im Bereich Mobilität und Verkehr und speziell des Radverkehrs) erwerben. Auf diese Weise werden die Absolventinnen und Absolventen in die Lage versetzt, integrierte und umsetzungsorientierte Strategien für die Förderung nachhaltigen Verkehrs und insbesondere des Radverkehrs zu erarbeiten, die auf die Handlungsrationalitäten aller an der Gestaltung von Mobilität und Verkehr beteiligten öffentlichen und privaten Akteure Bezug nehmen. Inhalte sind u.a.: Planung, Entwurf und Betrieb von Verkehrsmitteln, Verkehrspolitik, Mobilitätsverhalten und Radverkehr in der Verkehrsplanung, Vernetzung von Verkehrsmitteln sowie Radlogistik.

Geplante Kooperationen

  • Kooperation mit TH Mittelhessen, HS RheinMain, HS Darmstadt
  • Kooperation mit der Riese&Müller GmbH
  • Vernetzung über das House of Logistics & Mobility (HOLM)

„on Top“-Aktivitäten

  • Im Rahmen der Stiftungsprofessur wird an der Frankfurt UAS ein Weiterbildungskonzept zum Thema „Nachhaltige Mobilität“ angeboten. Durch dieses können CAS (Certificate of Advanced Studies) bzw. DAS (Diploma of Advanced Studies) Zertifikate erworben werden.
  • Die Riese und Müller GmbH wird eine 50% Stelle für eine wissenschaftliche Mitarbeiterin/ einen wissenschaftlichen Mitarbeiter finanzieren.

Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

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Radprofessur

Dr. Jana Kühl wird am 1. November 2020 als bundesweit erste Professorin für Radverkehrsmanagement an der Ostfalia Hochschule ernannt.

Warum Radverkehrsmanagement?

Dem Mobilitätsmanagement kommt bei der Verkehrswende entscheidende Bedeutung zu. Das Ziel, die Mobilität bei verminderter Umweltbelastung zu sichern, ist allein durch technische Entwicklungen und Verbesserungen der Infrastruktur nicht zu erreichen. Radverkehrsmanagement ist ein wichtiger Teil des Mobilitätsmanagements. Nur innovative, interdisziplinäre und multi- oder intermodale Ansätze können die Potentiale des Radverkehrs erschließen. Das bedeutet auf planerischer aber auch psychologischer und medialer Ebene zu agieren.

Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
Hauptsitz in Wolfenbüttel, Professur am Institut für Verkehrsmanagement in Salzgitter

Die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

  • 13.000 Studierenden in 12 Fakultäten
  • vier Standorte: Wolfenbüttel, Wolfsburg, Suderburg und Salzgitter
  • mehr als 80 Studiengänge aus den Themengebieten: Recht, Wirtschaft, Sozial- und Gesundheitswesen sowie Technik und Informatik

Die Fakultät K: Verkehr-Sport-Tourismus-Medien am Campus Salzgitter

  • 2.600 Studierende in 14 grundständigen Management-Studiengängen
  • 40 Professor*innen sowie zahlreiche wissenschaftliche Mitarbeiter*innen.

Das Institut für Verkehrsmanagement (IfVM) der Fakultät K am Campus Salzgitter

  • Sieben Professoren lehren und forschen gemeinsam
  • Schwerpunkt: praxisnahe Verkehrs- und Mobilitätsforschung
  • Zentrum der Arbeit: Nachhaltigkeit sowie Technologie- und Wissenstransfer

Stiftungsprofessur Radverkehrsmanagement

Ziele der Stiftungsprofessur Radverkehrsmanagement an der Ostfalia:

  • Ausbildung von Radverkehrs-Fachkräften für Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft
  • Mitwirkung u.a. im Centrum für Energie und Mobilität, im Zentrum für gesellschaftliche Innovation
  • Mitwirkung in lokalen/regionalen/nationalen Strukturen/Netzwerken/Dialogformaten zum Radverkehr
  • Schwerpunkt Radverkehrsforschung: Initiierung, Antragstellung, Durchführung
  • Verbreitung von Basiswissen und Forschungsergebnissen zum Radverkehr in der interessierten Öffentlichkeit und auf Fachtagungen und -konferenzen

Einbindung der Professur in das Lehrangebot

Einbindung der Professur Radverkehrsmanagement in die Lehre an der Ostfalia:

  • in bestehende Bachelor- und Master-Studiengänge des Bereiches Verkehr und Logistik
  • in den neuen Master Mobilitätsmanagement (Verkehrs- und Kommunikationswissenschaften je 50%)
  • in die interdisziplinäre Lehre der Fakultät (auch die Bereiche Sport, Tourismus und Medien)
  • in Formate freiwilliger Teilnahme: hochschulweit anerkannte Wahlfächer, öffentliche Ringvorlesung

Masterstudiengang Mobilitätsmanagement

Bedarfsanalyse und Studie von Prof. Menzel (Habilitation) führte zur Konkretisierung des Studiengangs:

  • In Wirtschaft und Verwaltung zunehmender Bedarf an Fachkräften für Mobilitätsmanagement
  • Integration von Verkehrs- und Kommunikationswissenschaften in einem Studiengang
  • Vermittlung von methodischen, fachlichen, sozialen und persönlichen Kompetenzen
  • offen für Absolvent*Innen verschiedenster BA-Studiengänge bundesweit / international
  • Konsekutiver Master im Umfang von 90 ECTS (120 inkl. Orientierungssemester)
  • Orientierungssemester für Absolventen 6-semestriger BA-Studiengänge verpflichtend
  • angesiedelt an der Fakultät Verkehr-Sport-Tourismus-Medien
  • Start jeweils im Wintersemester, erstmals im Wintersemester 2022
  • 25 Studienplätze (beschränkte Vergabe)

Kooperationen

Die Professur Radverkehrsmanagement der Ostfalia ist von breiter Unterstützung (LOI) getragen:

  • Niedersächsische Ministerien:
    Wissenschaft und Kultur; Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung; Kultusministerium
  • Ingenieur- und Beratungsbüros u.a.:
    WVI GmbH; plan & rat; Georg-Eckert-Institut; Prof. Heiner Monheim
  • Interessenvertretungen für den Radverkehr:
    AGFK; ADFC; VCD
  • Kommunen und Kommunalverbände:
    Metropolregion; Region Hannover; Regionalverband Großraum Braunschweig; Landkreis Wolfenbüttel; Städte Braunschweig, Salzgitter, Wolfenbüttel und Gifhorn

„on top“-Aktivitäten

Die Professur Radverkehrsmanagement kann sich an der Ostfalia einbringen in und profitieren von:

  • bestehende Zusammenarbeit zur Mobilitätsbildung in Schulen
  • in Planung befindliche Zusammenarbeit zum betrieblichen Mobilitätsmanagement
  • vorgesehenes hochschulweit anerkanntes Wahlfach „Radverkehr“
  • vorgesehene öffentliche Ringvorlesung zum Themenkreis Radverkehr
  • bestehende Hochschul-Kontakte (Großbritannien, Niederlande, Schweden, Schweiz)
  • angestrebte Zusammenarbeit mit BMVI, FGSV, AGFK, ADFC, VCD, …

Die W2 Professur Radverkehrsmanagement wird unterstützt von:

  • einer E13 Stelle Vollzeit (Projektkoordination)
  • vier E11 Stellen Teilzeit 50% (je eine aus Verkehr, Tourismus, Sport und Medien)
  • und dem gesamten Team des Instituts für Verkehrsmanagement

BMVI-W3-Stiftungsprofessur „Radverkehr“ an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft

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Radprofessur
  • Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft

    • An der Hochschule gibt es ca. 8000 Studierende in sechs Fakultäten: Architektur und Bauwesen, Elektro- und Informationstechnik, Informatik und Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement und Medien, Maschinenbau und Mechatronik, Wirtschaftswissenschaften.
    • Über 200 Professorinnen und Professoren lehren in mehr als 40 Studiengängen.
    • Die Hochschule kooperiert mit über 180 Partnerhochschulen in über 50 Ländern.
    • Die Forschungsschwerpunkte „Energie, Mobilität und Infrastruktur“, „Intelligente Systeme“ und „Materialien und Prozesse“ sind qualitätsgeprüft von der Forschungslandkarte der Hochschulrektorenkonferenz.
    • Die Hochschule Karlsruhe verfügt über zehn qualitätsgesicherte und zentrale Forschungsinstitute. Darunter sind drei Institute zur Mobilität: das Institut für Verkehr und Infrastruktur (IVI) – in dem die antragstellenden Professoren Mitglied sind und welches die zukünftige Heimat der Stiftungsprofessur sein wird, sowie das Institut für Energieeffiziente Mobilität (IEEM) und das Institut für Ubiquitäre Mobilitätssysteme (IUMS).
  • Professur „Radverkehr“

    • Ausrichtung Radverkehrsplanung mit den wesentlichen Aspekten

      • Einbindung Radverkehr in das Gesamtsystem Mobilität und Verkehr
      • Entwicklung von Radverkehrsplänen und Fahrradnetzen
      • Radverkehrsförderung
      • Innovationen im Radverkehr
    • Einbindung und Akzent in/im interdisziplinären Schwerpunkt Mobilität und Verkehr an der Hochschule mit Professuren insbesondere in den Fakultäten

      • Architektur und Bauwesen (Planung, Bau und Betrieb von Verkehrs-Infrastruktur, Stadtplanung)
      • Informationsmanagement und Medien (Mobilität, Human Factors, Ökologie, Digitalisierung)
      • Maschinenbau und Mechatronik (Automotive, Fahrzeugtechnologie, Umwelttechnik)
  • Fahrrad-Labor

    • Mensch – Fahrrad – Infrastruktur – Digitalisierung
  • Kooperationen

    • Kooperation mit Akteuren aus Verwaltung, Politik und Gesellschaft mit dem Ziel, das Radfahren (mehr) sicher, komfortabel, leistungsfähig und „hip“ zu machen.
    • Kooperation mit Akteuren aus der Wirtschaft mit dem Ziel, das Fahrrad als Innovationsträger zu entwickeln.
    • Vernetzung der Akteure untereinander sowie mit Professur und Studienangeboten zur Weiterentwicklung mit den Bedarfen der Praxis
  • Studiengänge
  • neu: interdisziplinärer Masterstudiengang „Radverkehr“ Module: Radverkehrsplanung, Radverkehrssicherheit, Antriebstechnologien im Radverkehr u.a

    • Schwerpunkte

      • Radverkehrsplanung, Radverkehrsinfrastruktur
      • Interdisziplinäre Projekte
    • offen für die meisten Bachelor-Studiengänge

      • interdisziplinär konsekutiv: Radverkehrserweiterung/-prägung des vorausgehenden Bachelorstudiengang
      • geeignete Studiengänge: Ingenieurstudiengänge, Sozialwissenschaften, Informationstechnik, Wirtschaftswissenschaften, Medienwissenschaften
      • Kompetenzen: Radverkehr in Planung und Technik, Fahrzeug und Umfeld
    • Umfang

      • 90 Kreditpunkte nach ECTS – damit Summe vorgelagerter Bachelor- und Masterstudiengang 300 Kreditpunkte (zusätzlich wird es für vorgelagerte Bachelor-Abschlüsse mit 180 Kreditpunkten ein Ergänzungsangebot von 30 Kreditpunkten geben)
      • 32 SWS Vorlesung- und Laborveranstaltungen, dazu mehrere Projektstudien und Abschlussarbeit
      • geplanter Start mit 15 Studienplätzen, spätere Erweiterung möglich
    • projektorientiert
    • berufsbegleitend möglich

      • Öffnung für Laufbahn höherer Dienst
      • Mischung Studierende mit und ohne Berufserfahrung
    • Studiengang in der Fakultät für Informationsmanagement und Medien, Bereich Verkehrssystemmanagement
    • Start: Vorbereitungen für die Einführung haben begonnen; Behandlung durch die Gremien Fakultätsrat, Senat und Hochschulrat, Akkreditierung sowie Einrichtungsgenehmigung durch das Ministerium sollen bis Jahresende durchgeführt sein, so dass im Sommersemester 2021 möglich erscheint
    • Parallel: Einführung von radverkehrsspezifischen Lehrveranstaltungen im bestehenden Masterstudiengang Verkehrssystemmanagement zum Wintersemester 2020
  • neu: Vertiefungsschwerpunkt „Radverkehr“ im existierenden Bachelor-Studiengang „Verkehrssystemmanagement“
  • neu: Weiterbildungsangebote im Bereich Radverkehr, mündend in einen berufsbegleitenden Masterstudiengang „Radverkehr“

    • Abstimmung mit den Kooperationspartnern (Kommunen, Körperschaften, Verkehrsbetrieben, Industrie) zur Ermittlung des spezifischen Bedarfs erfolgt
    • Durchführung von ersten Zertifikatsstudien (Lehrgängen) ab dem Wintersemester 2020
    • sukzessive Ausweitung des Angebots, so dass die Zertifikatsstudien flexibel zu einem berufsbegleitenden Masterstudiengang „Radverkehr“ kombiniert werden können.
  • Zusätzliche Aktivitäten

    • berufliche Weiterbildung in Ergänzung der Studienangebote in unterschiedlichen Formaten (Ein- oder Mehrtages-Schulungen, Seminare, Vorträge, …)
    • gesellschaftliche Weiterbildung mit Events, Aktionen, Informationen für unterschiedliche Zielgruppen in unterschiedlichen Formaten.
    • Studienprojekte mit Schulen (z.B. „bike for future“, Fahrrad-Events, Eltern-Taxi-Alternativen, Rad-Erlebnisse für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte, …)
    • Studienprojekte mit Kooperationspartnern
    • Internationale Aktivitäten in Workshops (“hands on sustainable mobility”), Konferenzen für unterschiedliche Adressaten (young researcher, best practice, science), Forschung und Veröffentlichungen
    • Einbindung ins Studienfeld „nachhaltige Mobilität“ verschiedener Hochschulen für angewandte Wissenschaften
    • Vernetzung der BMVI-Stiftungsprofessuren für Radverkehr

„Planungswerkzeuge für den Radverkehr der Zukunft – Simulation, Reallabor, Transformation“

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Radprofessur

Bergische Universität Wuppertal:

  • ist forschungsorientiert und verfügt über ein breites Fächerangebot;
  • Interdisziplinarität, Innovationsfähigkeit und Teamgeist prägen Lehre und Forschung;
  • hat über 23.000 Studierende und ca. 3.600 Beschäftigte, davon ca. 260 Professorinnen und Professoren;
  • mehr als 220 Partnerhochschulen weltweit bilden ihr internationales Netzwerk;
  • ist durch aktiven Wissenstransfer und intensive Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern in der Wirtschaft, in außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der Gesellschaft fest in der Region verankert.

Fachzentrum Verkehr der Bergischen Universität Wuppertal:

  • besteht derzeit aus sieben Lehr- und Forschungsgebieten, die in enger fachlicher Zusammenarbeit und Kooperation Lehre und Forschungsprojekte betreuen; drei Honorarprofessuren ergänzen das Angebot;
  • sieht die Herausforderungen im Verkehrswesen der Zukunft in der integrierten Gestaltung nachhaltiger Verkehrsangebote.

Stiftungsprofessur „Planungswerkzeuge für den Radverkehr der Zukunft – Simulation, Reallabor, Transformation“:

  • ist auf Dauer angelegt und ausgestattet als W3-Professur mit zwei vollen Stellen für wissenschaftlich Mitarbeitende (TV-L E 13), einer halben Verwaltungsstelle und studentischen Hilfskräften;
  • wird in einem ordentlichen Berufungsverfahren besetzt werden (Ziel: in 2020);
  • soll innovative Lösungen für die Planung von Radverkehrsinfrastruktur erforschen und die Erkenntnisse erproben, anwenden und evaluieren, um funktional differenzierte, in sich geschlossene Radwegenetze mit hoher Leistungsfähigkeit entwickeln und städtebaulich integrieren zu können;
  • soll mikro- und makroskopische Simulationswerkzeuge entwickeln, mit denen die Auswirkungen von (Rad-)Infrastrukturmaßnahmen vor allem im Hinblick auf die Integration des Radverkehrs in den Verkehrsablauf abgeschätzt werden können;
  • soll in Realexperimenten und in Reallaboren praxistaugliche, funktionierende Lösungsbeiträge entwickeln, erproben und evaluieren;
  • soll Analysen von Good Practice-Projekten in anderen Städten (z. B. in hoch verdichteten Metropolen) im In- und Ausland durchführen.

Konsekutiver Masterstudiengang M. Sc. Radverkehrsingenieurwesen:

  • wird von der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen angeboten werden;
  • wird von Bachelor-Absolvent*innen des Bauingenieurwesens und des Verkehrswirtschaftsingenieurwesens sowie vergleichbarer Studiengänge mit ähnlicher Ausrichtung anderer Universitäten und Hochschulen studiert werden können;
  • soll nach erfolgreicher Akkreditierung im Wintersemester 2023/24 mit ca. 20 Studierenden starten;
  • wird als Präsenzstudium in Vollzeit mit 4 Semestern und 120 ECTS-Punkten konzipiert werden;
  • soll vier Modulblöcke aus Methodenwissen, Verkehrsingenieurwesen, Projektpraxisphase und Abschlussarbeit umfassen;
  • soll neben Grundlagen insbesondere vertiefende Kenntnisse für den Entwurf, die Planung und die Simulation von derzeitiger und zukünftiger Radverkehrsnachfrage vermitteln;
  • soll das Verstehen und die Gestaltung von Transformationsprozessen hin zu einer fahrradfreundlichen Stadt, Ortschaft oder Region als Analysevorgang und vor allem als ingenieurwissenschaftliche Problemlösungsaufgabe vermitteln.

Kooperationen und interdisziplinäre Zusammenarbeit:

  • mit dem Forschungszentrum Jülich (im Bereich Fußgängerdynamik), dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie (im Bereich Nachhaltigkeits- und Transformationsforschung) und dem Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit – TransZent (im Bereich inter- und transdisziplinäre Forschung und Lehre);
  • mit Partnern aus Wirtschaft und Praxis;
  • und mit den anderen sechs Radprofessuren.

„on Top“ Aktivitäten:

  • Internationalisierung von Lehre und Forschung soll auf der schon jetzt sehr guten Zusammenarbeit mit u.a. niederländischen und dänischen Kooperationspartnern rund um das Verkehrsmittel Fahrrad aufgebaut werden;
  • Verstetigung des internationalen Workshop-Konzeptes „freshbrains“, in dem Studierende neue Ideen zum Radverkehr in Kommunen tragen (nominiert für den Deutschen Fahrradpreis 2020);
  • in Zusammenarbeit mit dem Wuppertal Institut, Forschungsbereich Mobilität und Verkehrspolitik und dem Institute for Advanced Simulation des Forschungszentrums Jülich sollen zusätzlich Promotionsstellen im Bereich der Radverkehrsplanung entstehen;
  • Aufbau eines Weiterbildungslehrgangs für kommunale Rad- und Fußverkehrsbeauftragte;
  • Weiterentwicklung der technischen Regelwerke.

LOI – Partner:

  • Der Minister für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen Henrik Wüst;
  • Forschungszentrum Jülich – Institute for Advanced Simulation – Zivile Sicherheitsforschung;
  • Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie;
  • Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit;
  • Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen (AGFS NRW);
  • Zukunftsnetz Mobilität Nordrhein-Westfalen;
  • Der Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal Andreas Mucke;
  • Barmer Gesundheitskasse.


Prof. Dr.-Ing. Felix Huber (Dekan). Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gerlach, Prof. Dr. Bert Leerkamp, Prof. Dr.-Ing. Oscar Reutter, Prof Dr.-Ing. Ulrike Reutter, Prof. Dr. rer. nat. Armin Seyfried