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Künstlerische Darstellung einer Spurhalteassistenz im Innenraum eines Autos

Quelle: Adobe Stock / Mike Mareen

Das internationale Weltforum für die Harmonisierung von Fahrzeugvorschriften hat am 24. Juni 2020 die UN-Regelung für das automatisierte Spurhaltesystem (ALKS) beschlossen. Als erstes „Level 3“-System kommt das automatisierte Spurhaltesystem bei einer maximalen Geschwindigkeit von 60 km/h auf Autobahnen, beispielsweise im Stau („hands-off“ – der Fahrzeugführer muss in den Phasen, wenn das System aktiviert ist, die Hände nicht am Lenkrad haben), zur Anwendung. Ein solches System übernimmt bei Aktivierung sowohl die Längs- und Querführung des Fahrzeugs als auch die Überwachung des Umfelds und die damit verbundene sichere Reaktion auf Verkehrssituationen und Interaktion mit anderen Verkehrsteilnehmern. Nach diesem Konzept kommt dem menschlichen Fahrer während diesen Phasen die Rolle zu, jederzeit in der zu Lage sein, die volle und sichere Kontrolle des Fahrzeugs nach einer systemseitig gegebenen Übernahmeaufforderung wieder aufzunehmen.

Seitens des BMVI ist der nächste Schritt eine Geschwindigkeitserweiterung bis 130 km/h und die Spurwechselfähigkeit des automatisierten Systems zu ermöglichen. Diese Erweiterungen der UN-Regelung für ALKS (technische Anforderungen) werden auf Basis des deutschen Vorschlags in der nächsten Sitzung der UNECE Working Party on Automated/Autonomous and Connected Vehicles (GRVA) im September 2020 auf internationaler Ebene beraten.