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Innenansicht eines Pkw während einer Fahrerlaubnisprüfung

Quelle: TÜV / DEKRA arge tp 21

Mit der 13. Verordnung zur Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung und anderer straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften vom 11. März 2019 (BGBl. I S. 218) wurden die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, um ab dem 01.01.2021 in der praktischen Fahrerlaubnisprüfung mittels eines elektronischen Prüfprotokolls Aufgaben aus einem für alle verbindlichen Fahraufgabenkatalog zu prüfen.

Der Fahreraufgabenkatalog wurde von Fahrerlaubnisprüfern, Fahrlehrern und Testpsychologen nach wissenschaftlichen Standards erarbeitet:

  • Er beschreibt für alle Fahrerlaubnisklassen, welche Verhaltensweisen vom Bewerber bei bestimmten Prüfsituationen verlangt werden, sowie welche Verhaltensweisen über und welche unter dem Durchschnitt liegen.
  • Er ermöglicht es Fahrlehrern, Bewerbern und Fahrerlaubnisprüfern genau nachzulesen, welche wesentlichen Fahrkompetenzen auf welchem Niveau ausgebildet sein müssen.
  • Er stellt zusätzlich die inhaltliche und methodische Grundlage für die Programmierung einer elektronischen Prüfungsdokumentation dar. Damit wird zukünftig jede Prüfung nach gleichen Kriterien bewertet und dokumentiert. Der Bewerber erhält nach beendeter Prüfung (egal ob bestanden oder nicht) ein „Prüfungsprotokoll“, in dem seine „Stärken und Schwächen“ nachvollziehbar aufgeführt sind. Im Ergebnis wird die Prüfung transparenter, nachvollziehbarer und gerechter, da der Prüfer nicht mehr wie bisher auf einem Zettel nach seinen individuellen Vorstellungen Fehler bzw. Schwächen notiert, sondern auf einem speziellen Tablet-PC die o.g. vorgegebenen, bundesweit einheitlichen Kriterien „ankreuzen“ kann, die ihm die Prüfungsentscheidung anhand objektiver Kriterien deutlich erleichtern.

TÜV | DEKRA arge tp 21: Die praktische Fahrerlaubnisprüfung in Deutschland