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Aufgrund der Ausnahmesituation während der Corona-Krise hat das Bundesministerium für Digitales und Verkehr im Frühjahr 2020 folgendes zur Verlängerung von ausländischen Führerscheinen in Deutschland mit den Ländern vereinbart:

Der Inhaber einer ausländischen Fahrerlaubnis darf generell nach Begründung eines ordentlichen Wohnsitzes noch 6 Monate Kraftfahrzeuge in Deutschland führen. Durch Allgemeinverfügung der einzelnen Länder wurde diese Frist auf 12 Monate verlängert. Sie sollte bundesweit Geltung haben. Demnach galt nach Inkrafttreten der jeweiligen Allgemeinverfügung, dass ausländische Fahrerlaubnisinhaber noch 12 Monate nach Begründung eines ordentlichen Wohnsitzes in Deutschland im Umfang ihrer Berechtigung Kraftfahrzeuge in Deutschland führen dürfen. Diese Regelung diente dazu, die hiervon Betroffenen vor dem insoweit unverschuldeten Verlust ihrer Berechtigung zum Führen von Kraftfahrzeugen nach Ablauf der in § 29 Abs. 1 Satz 4 FeV normierten sechs Monate in der besonderen Ausnahmesituation zu bewahren.

Nach Ablauf der vorgesehenen 12-Monatsfrist verliert der Inhaber einer ausländischen Fahrerlaubnis die Berechtigung, in Deutschland Kraftfahrzeuge zu führen. Ein Verstoß gegen diese Vorschrift ist keine Ordnungswidrigkeit, sondern gemäß § 21 des Straßenverkehrsgesetzes eine Straftat (Fahren ohne Fahrerlaubnis).

Die Dauer diese Ausnahmeregelung wird von den Ländern abhängig von ihrer jeweiligen Situation verlängert.
Einige Bundesländer haben aufgrund der fortdauernden Pandemie diese Frist durch Allgemeinverfügung um weitere 6 Monate (bis Oktober 2021) verlängert. In anderen Bundesländern wird eine Einzelfallprüfung durch die zuständigen Fahrerlaubnisbehörden vorgenommen, da diese zwischenzeitlich geöffnet waren und Umschreibungen vor Ort vorgenommen werden konnten.

Bitte erkundigen Sie sich daher bei Ihrem zuständigen Verkehrsministerium, wie in Ihrem Bundesland mit der Verlängerung ausländischer Fahrerlaubnisse verfahren wird.