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Das Gesetz der Straße

Quelle: BMVI

Mit etwa 15 Jahren werden viele Jugendliche mobiler. Sie sind in diesem Alter nicht nur länger und häufiger mit dem Fahrrad unterwegs, ab jetzt dürfen sie die Fahrerlaubnis für ein Mofa erwerben, bald auch für ein Moped oder Leichtkraftrad. Mit 16 werden zudem bei vielen Jugendlichen die Vorbereitungen für das begleitete Fahren mit 17 beginnen.

Mit der Erweiterung des Radius und dem Einstieg in die Motorisierung steigt die Unfallhäufigkeit. Bereits mit dem Wechsel zur weiterführenden Schule steigt die Anzahl der verunglückten Radfahrer, zudem haben die 18- bis 24-jährigen Verkehrsteilnehmer das mit Abstand höchste Unfallrisiko im Straßenverkehr. Im Jahr 2019 wurden 363 junge Erwachsene getötet. Damit waren 11,9 % aller Getöteten im Straßenverkehr im Alter von 18 bis 24 Jahren, obwohl nur jeder 13. der Gesamtbevölkerung (7,6 %) dazu zählte.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern für Jugendliche und junge Erwachsene Angebote entwickelt, die die Verkehrssicherheit junger Menschen erhöhen sollen, ohne die Mobilität der Jugendlichen einzuschränken mit der sie sich in diesem Alter die Welt erobern.

„Das Gesetz der Straße“ – Verkehrserziehung mit Ralph Caspers

Der durch „Wissen macht Ah!“ und die „Sendung mit der Maus“ bekannte TV-Moderator Ralph Caspers richtet sich in der Online-Serie „Das Gesetz der Straße“ an junge Verkehrsteilnehmende um sie anzuregen, sich mit Risiken und Gefahrensituationen im Straßenverkehr auseinanderzusetzen; natürlich mit Humor und seiner wohltuenden lockeren Art der Informationsvermittlung. Mit zusätzlichen ebenfalls kostenlosen Unterrichtsmaterialien werden die weiterführenden Schulen (Sek I, II) bei der Unterrichtsgestaltung unterstützt. Die Einheiten sind sowohl fächer- und schulformübergreifend als auch modular aufgebaut und können folglich dem zeitlichen Rahmen und dem Leistungsniveau der Klassen angepasst werden. Die sechs Unterrichtsschwerpunkte greifen folgende Verkehrssicherheitsthemen auf:

  • Ablenkung,
  • Alkohol und Drogen,
  • Radfahren,
  • Risikoverhalten,
  • Motorisierte Zweiräder,
  • Begleitetes Fahren ab 17.

Die Materialien stehen zum kostenlosen Download zur Verfügung.

„ECHT JETZT?!“ Spiel das „GO REAL GAME

Die Kampagne „ECHT JETZT?“ behandelt Unfallrisiken, die mit Ablenkung durch Smartphones im Straßenverkehr und im öffentlichen Raum einhergehen. Mit der Initiative gegen echte Unfälle im digitalen Leben „ECHT JETZT?!“ werden Eltern über Flyer, die bei Kinderärzten ausgelegt werden, angesprochen, ob gefährliches Verhalten „echt jetzt“ stattfinden muss. Auf diese Weise macht die Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder e.V.“ (BAG) Eltern auf ihre Vorbildfunktion für ihre Kinder aufmerksam.

Jugendliche spricht die Initiative mit einer Online-Kampagne an – dem „GO REAL GAME“. Junge Smartphone-NutzerInnen werden dort abholt, wo sie sich aufhalten – online! Unfallpräventive Inhalte werden so vermittelt, wie es sich die Zielgruppe wünscht: Verpackt in eine Story, spielerisch und mit Humor! Das „GO REAL GAME“ erzählt die unglaubliche Geschichte über das Insta-Girl Leyla und den Gamer Nick. Vom Smartphone abgelenkt, entgehen die beiden 13-Jährigen nur knapp einem Unfall und werden verwandelt, also verPIXELT! Ihre einzige Rettung um wieder real zu werden, ist das „GO REAL GAME“. Leyla und Nick brauchen die Unterstützung der Community. Viel Glück für Leyla und Nick! Mehr zur Online-Kampagne „GO REAL GAME“.

Aus „Aktion junge Fahrer“ wird „Jung + Sicher + Startklar“

Aus „Aktion junge Fahrer“ wird „Jung + Sicher + Startklar“

Quelle: Deutsche Verkehrswacht e. V.

Für die Zielgruppe der jungen Fahrerinnen und Fahrer zeigt die Straßenverkehrsunfallstatistik in den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko. Um diesen Unfällen wirksam zu begegnen hat die Deutsche Verkehrswacht (DVW) das Programm „Aktion junge Fahrer“ erarbeitet. Die Veranstaltungen, die ab 2021 unter dem neuen Logo „Jung + Sicher + Startklar“ an Schulen stattfinden, werden von den Verkehrswachten vor Ort durchgeführt.

Jede Veranstaltung besteht aus zwei Elementen:

  • Den Projektbausteinen für den Schulunterricht, die wesentliche Unfallrisiken behandeln (Alkohol/Drogen, Ablenkung, Fahrzeugsicherheit etc.) und
  • dem Aktionstag, bei dem über Rauschbrillenparcours, Pkw-Fahrsimulator oder Umschlagsimulator unfallrelevante Fragestellungen aufgegriffen werden.

Durch die aktivierenden Elemente sollen die Schülerinnen und Schüler ihr Verhalten hinterfragen und über alternative Verhaltensmöglichkeiten hin zu einem sicheren Verhalten im Straßenverkehr nachdenken. Die Umsetzung der Veranstaltungen an Schulen ist kostenfrei. Mehr Informationen zum Programm „Jung + Sicher + Startklar“.

„BF17“ – Begleitetes Fahren mit 17, die Vorbereitungen beginnen mit dem 16. Geburtstag

Begleitetes Fahren ab 17

Quelle: Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V.

Durch das begleitete Fahren mit 17 kann das Unfallrisiko junger Fahrer zu verunglücken um 20 Prozent gesenkt werden. Das Begleitete Fahren ab 17 funktioniert ganz einfach: Wollen Jugendliche „begleitet fahren“, können sie sich schon mit 16 ½ Jahren in der Fahrschule anmelden. Dort machen sie – wie beim Führerschein ab 18 Jahren – dieselbe Fahrausbildung wie ältere Personen. Nach bestandener theoretischer und praktischer Prüfung bekommen BF17-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer nach ihrem 17. Geburtstag die so genannte „Prüfungsbescheinigung“. Zusammen mit einem Ausweis gilt sie als Fahrerlaubnis im Begleiteten Fahren. Und nun dürfen sie in Begleitung einer Begleitperson, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen muss, mit dem Pkw Fahrerfahrung sammeln. Mehr Informationen zum „BF17“.

TUNE IT SAFE“: Track&Safety Days

Tune it safe

Quelle: P.AD Werbeagentur

Die Track & Safety Days sind speziell konzipierte Fahrsicherheitstrainings und Workshops mit Tuning-Experten für Tuning begeisterte Jugendliche und junge Erwachsene. Die Veranstaltungen finden in acht Fahrsicherheitszentren in ganz Deutschland statt. Neben Events werden über eine Website, Social Media, einem 56-seitigem Tuning-Magazin und weiteren Print-Medien Informationen zum sicheren Tuning und der sicheren Verkehrsteilnahme erörtert. Mehr Informationen zu „TUNE IT SAFE“.