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Ein Kind geht auf dem Gehweg einer Straße

Quelle: Deutsche Verkehrswacht e.V.

Im Jahr 2020 verunglückten in Deutschland 22.462 Kinder im Straßenverkehr. 48 Kinder wurden dabei getötet; 18 Kinder starben als Mitfahrende in Pkw, 15 als zu Fuß Gehende und 9 als Radfahrende.

Der Schutz von Kindern ist dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ein ganz besonderes Anliegen. Daher unterstützen wir verschiedene Programme und Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit von Kindern, wissenschaftlich fundiert, kreativ und mit viel Engagement aller Beteiligten – ob über Eltern, Kindertageeinrichtungen oder Schulen. Viele Wege führen Kinder zu einer sicheren und verantwortungsvollen Verkehrsteilnahme und erziehen sie zu gewissenhaften Verkehrsteilnehmern von morgen.

Der Klassiker: "Kind und Verkehr"

Eine Frau und ein Kind stehen an einem Zebrastreifen und prüfen mit einem Blick nach links, ob die Straße sicher überquert werden kann

Quelle: Deutsche Verkehrswacht e.V.

Ein Klassiker – und in Europa einmalig – ist das Elternschulungsprogramm „Kind und Verkehr“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR). Dieses Programm richtet sich an Eltern, weil sie viel Zeit mit ihren Kindern verbringen und daher diverse Gelegenheiten für eine stetige Verkehrserziehung mitbringen. In dem Programm „Kind und Verkehr“ informieren Experten Väter und Mütter in kostenfreien Veranstaltungen in Kindertageseinrichtungen zu der Frage, wie Kinder auf den Straßenverkehr vorbereitet werden sollten. Hierzu gehört es, Wissen über die entwicklungsbedingten Voraussetzungen von Kindern zu vermitteln, da dies das Verhalten der Jüngsten prägt. Ob es um Kinder als Fußgänger, Radfahrer oder Mitfahrer in Pkw geht, um ein städtisches oder ländliches Umfeld, die Moderierenden haben für alle Situationen wichtige Tipps und Anregungen für die Eltern – praxisnah und kindgerecht. Mehr Informationen zum Programm „Kind und Verkehr“.

Neu ist das digitale Angebot zur Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr: ein Wimmelbild, welches die zentralen Aspekte der Verkehrsteilnahme von Kindern, zu Fuß, mit dem Fahrrad, im Auto thematisiert. Durch einen Klick mit dem Cursor lassen sich die einzelnen Szenen vergrößern und dazu gehörende Hintergrundinformationen abrufen. Neben erklärenden Fotos und Filmsequenzen gibt es viele nützliche Tipps, weiterführende Hinweise und Links zu Broschüren.

Wimmelbild zur Straßenverkehrssicherheit

Quelle: DVR / BMVI

So lässt sich mit viel Spaß die komplexe Welt des Straßenverkehrs erkunden.

Screenshot: Weiterführende Information zum Wimmelbild zur Straßenverkehrssicherheit

Quelle: DVR / BMVI



Das interaktive „Kind und Verkehr – Infobild“ ist ab sofort kostenlos über alle digitalen Endgeräte hier abrufbar.

Spielerisch: "Kinder im Straßenverkehr"

Ein Kind mit Fahrradhelm sitzt auf einem Fahrrad und blickt lächelnd in die Kamera

Quelle: Deutsche Verkehrswacht e.V.

Eine spielerische Verkehrssicherheitsarbeit in Kitas bietet die Deutsche Verkehrswacht (DVW) mit dem Programm „Kinder im Straßenverkehr“. Kindertageseinrichtungen erhalten eine qualifizierte und umfassende Unterstützung bei ihrer Verkehrssicherheitsarbeit durch ausgebildete Ehrenamtler der DVW. Neben praxisnahen Empfehlungen, die auch die Besonderheiten der jeweiligen Einrichtungen im Blick haben, erhalten die Erzieherinnen und Erzieher Anleitungen für Bewegungs- und Wahrnehmungsspiele, die die kindliche Reaktionsfähigkeit und die Bewegungssicherheit im Straßenverkehr schulen. Höhepunkt ist der Verkehrssicherheitstag, den die Verkehrswacht in der Einrichtung durchführt. Mitmachen können auch Eltern, Geschwister, Verwandte und Freunde. Neben ausführlichen Beratungen versprechen Bewegungsparcours, Schilderwald und Kindergurtschlitten viel Spaß und fundierte Unterstützung. Mehr Informationen zum Programm „Kinder im Straßenverkehr“.

Vertiefte Informationen finden Sie in den nachfolgenden Broschüren, die kostenlos von der Homepage der DVW heruntergeladen werden können:

  • „Kinder zu Fuß im Straßenverkehr“,
  • „Mit Rollen und Rädern“,
  • „Radfahren lernen“,
  • „Radfahren zwischen 7 und 10 Jahren“,
  • „Radfahren ab 10 Jahren“.

Bärig: „Käpt´n Blaubär-Verkehrsfibel“

Kinder werden auch direkt angesprochen: mit der „Käpt´n Blaubär-Verkehrsfibel“, die jedes Jahr mit aktuellen Themen rund um die Verkehrssicherheit neugestaltet und an viele Kindergärten und Grundschulen in Deutschland versandt wird. In diesen Heften zeigen die bekannten Kultfiguren Käpt’n Blaubär, Hein Blöd und die drei Bärchen in lustigen Geschichten, wo die Gefahren im Straßenverkehr sind und was Kinder tun müssen, um sich richtig und sicher im Straßenverkehr zu bewegen. So werden Kinder auf spielerische und humorvolle Weise auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam gemacht.

Cover der letzten Käptn Blaubär Verkehrsfibel (Grundschule)
Cover der aktuellen Verkehrsfibel (Grundschule)

Quelle: ZEITGEIST MEDIA GmbH

Aus dem Toten Winkel: „Blicki blickt’s“

Blicki mit Kindern

Quelle: Dirk Hendler, Blicki e. V.

Mit Blicki dem Känguru lernen Grundschüler im Rahmen von schulischen Veranstaltungen die Gefahren des Toten Winkels kennen. Das Angebot „Blicki Blickt’s“ stellt Lehrenden nicht nur Unterrichtsmaterial zur Vorbereitung eines Aktionstages zur Verfügung, sondern unterstützt die Schulen bei der Durchführung dieser Veranstaltung. Hauptattraktion des Aktionstages ist ein Lkw, in dessen Totem Winkel eine ganze Schulklasse verschwindet. Vom Fahrersitz des Lkw kann jeder Schüler dieses Phänomen selbst erleben, sodass die Kinder künftig die Gefahren eines abbiegenden Fahrzeuges besser einschätzen können. Zudem wird das richtige und umsichtige Verhalten gegenüber rechtsabbiegenden Lkw geübt. Mehr Informationen zu „Blicki blickt’s“.

„Schulwegpläne leichtgemacht"

Collage der Bundesanstalt für Straßenwesen: Schulwegpläne leichtgemacht

Quelle: Bundesanstalt für Straßenwesen

Der Weg zur Schule soll für alle Kinder möglichst sicher sein. Damit Eltern den sichersten Schulweg erkennen, sollte jede Schule über einen Schulwegplan verfügen. In einem Schulwegplan werden sichere Querungsstellen, Gefahrenstellen und deren Bewältigung sowie sichere Wege vom Wohnort der Kinder zur Schule aufgezeigt.

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hat einen Leitfaden zur Erstellung eines Schulwegplanes erarbeitet. Dieser Leitfaden richtet sich an Eltern, Schulen, Kommunen, Polizei und alle, die einen Schulwegplan fertigen wollen. Er enthält wichtige Informationen und nützliche Quellen, um einen guten Schulwegplan mit vertretbarem Aufwand selbst erstellen zu können. Der Leitfaden „Schulwegpläne leichtgemacht“ kann kostenlos bei der BASt bestellt oder heruntergeladen werden.

Nur richtig ist sicher: „Kinder im Auto“

Visualisierung der Bundesanstalt für Straßenwesen: Kindersicherheit im Auto

Quelle: Bundesanstalt für Straßenwesen

In Deutschland müssen Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr, die kleiner als 150 Zentimeter sind, in einem für das Kind geeigneten Kindersitz im Auto gesichert werden. 91,2 Prozent aller Kinder fahren heute innerorts gesichert mit. Untersuchungen zeigen jedoch, dass nur 35 Prozent der Kinder richtig im Kinderrückhaltesystem gesichert sind.

Eine Broschüre der BASt enthält Informationen zur Sicherung von Kindern in Pkw, typischen Fehlern bei der Sicherung und klärt auf über die verschiedenen Sicherungssysteme.

Die Broschüre „Kindersicherheit im Auto“ kann bei der BASt bestellt oder von der Homepage heruntergeladen werden.

Kinderbeförderung auf Lastenfahrrädern

Kinder im Lastenfahrrad

Quelle: Bundesanstalt für Straßenwesen

Fahrradfahren ist voll im Trend. So sind auch vermehrt Lastenfahrräder im Einsatz – sei es für den Transport des Wocheneinkaufes oder für die Beförderung von Kindern. Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hat eine Broschüre mit Tipps zur Ausstattung und zum Umgang mit Lastenfahrrädern von der ersten Probefahrt bis zur alltäglichen Verwendung herausgegeben. Mit dem Fokus auf die Kinderbeförderung werden sinnvolle Ausstattungsmerkmale genannt, um bei der Auswahl eines passenden Lastenfahrrades zu unterstützen. Außerdem werden motorische Übungen für den Umgang mit einem Lastenrad beschrieben, die vor dem Einsatz des Rads im Straßenverkehr absolviert werden sollten. Die Broschüre „Kinderbeförderung auf Lastenfahrrädern“ kann bei der BASt bestellt oder von der Homepage heruntergeladen werden.