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Eine Familie im Kofferraum am Strand

Quelle: AdobeStock / estradaanton

Während der Sommerferien sind die Bundesfernstraßen besonders stark belastet. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat daher für die Samstage im Juli und August ein Fahrverbot für Lastkraftwagen erlassen, um die Staugefahr zu reduzieren. Das Fahrverbot gilt für Lkw über 7,5 Tonnen sowie für Lkw mit Anhänger.

Die Ferienreiseverordnung im Einzelnen:

Mit der Ferienreiseverordnung ergänzt das BMVI das bestehende Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw, welches das ganze Jahr über besteht. Auf hoch belasteten Strecken, die von den Ländern ausgewählt wurden, dürfen an allen Samstagen der Monate Juli und August in der Zeit von 7 bis 20 Uhr Lkw über 7,5 Tonnen sowie Lkw mit Anhänger nicht verkehren.

Das Verbot gilt für folgende Autobahnstrecken (in beiden Fahrtrichtungen):

Lfd. Nr.AutobahnStreckenbeschreibung
1A 1von Autobahnkreuz Köln-West über Autobahnkreuz Leverkusen-West, Wuppertal, Kamener Kreuz, Münster bis Anschlussstelle Lohne/Dinklage
2A 2von Autobahnkreuz Oberhausen bis Autobahnkreuz Bad Oeynhausen
3A 3von Autobahnkreuz Oberhausen bis Autobahnkreuz Köln-Ost, von Mönchhof Dreieck über Frankfurter Kreuz bis Autobahnkreuz Nürnberg
4A 5von Darmstädter Kreuz bis Anschlussstelle Karlsruhe-Süd und von der Anschlussstelle Offenburg bis zum Autobahndreieck Neuenburg
5A 6von Anschlussstelle Schwetzingen-Hockenheim bis Autobahnkreuz Nürnberg-Süd
6A 7von Anschlussstelle Schleswig/Jagel bis Anschlussstelle Hamburg-Schnelsen-Nord, von Anschlussstelle Soltau-Süd bis Anschlussstelle Göttingen-Nord, von Autobahndreieck Schweinfurt/Werneck über Autobahnkreuz Biebelried, Autobahnkreuz Ulm/Elchingen und Autobahndreieck Allgäu bis zum Autobahnende Bundesgrenze Füssen
7A 8von Autobahndreieck Karlsruhe bis Anschlussstelle München-Obermenzing und
von Anschlussstelle München-Ramersdorf bis Anschlussstelle Bad Reichenhall
8A 9/E 51Berliner Ring (Abzweig Leipzig/Autobahndreieck Potsdam) bis Anschlussstelle München-Schwabing
9A 10Berliner Ring, ausgenommen der Bereich zwischen der Anschlussstelle Berlin-Spandau über Autobahndreieck Havelland bis Autobahndreieck Oranienburg und
der Bereich zwischen dem Autobahndreieck Spreeau bis Autobahndreieck Werder
10A 45von Anschlussstelle Dortmund-Süd über Westhofener Kreuz und Gambacher Kreuz bis Seligenstädter Dreieck
11A 61von Autobahnkreuz Meckenheim über Autobahnkreuz Koblenz bis Autobahndreieck Hockenheim
12A 81von der Anschlussstelle Stuttgart-Zuffenhausen bis Anschlussstelle Gärtringen
13A 92von Autobahndreieck München-Feldmoching bis Anschlussstelle Oberschleißheim und
von Autobahnkreuz Neufahrn bis Anschlussstelle Erding
14A 93von Autobahndreieck Inntal bis Anschlussstelle Reischenhart
15A 99von Autobahndreieck München Süd-West über Autobahnkreuz München-West,
Autobahndreieck München-Allach, Autobahndreieck München-Feldmoching, Autobahnkreuz München-Nord, Autobahnkreuz München-Ost, Autobahnkreuz München-Süd sowie Autobahndreieck München/Eschenried
16A 215von Autobahndreieck Bordesholm bis Anschlussstelle Blumenthal
17A 831von Anschlussstelle Stuttgart-Vaihingen bis Autobahnkreuz Stuttgart
18A 980von Autobahnkreuz Allgäu bis Anschlussstelle Waltenhofen
19A 995von Anschlussstelle Sauerlach bis Autobahnkreuz München-Süd
Lfd. Nr.BundesstraßeStreckenbeschreibung
1B 31von Anschlussstelle Stockach-Ost der A 98 bis Anschlussstelle Sigmarszell der A 96
2B 96/E 251Neubrandenburger Ring bis Berlin


Die Länder wurden zudem gebeten, mit weiteren gezielten Maßnahmen Staus zu vermeiden:

  • Straßenbauarbeiten sollen beschleunigt vorangetrieben werden. Baustellen sollen nur im unbedingt notwendigen zeitlichen Umfang sowie in einem für den Ferienverkehr verträglichen Rahmen eingerichtet werden.
  • Bedarfsumleitungsstrecken sollen freigehalten werden. Im Juli und August sollen auf diesen Strecken keine Baustellen eingerichtet werden.
  • Erlaubnis- und genehmigungspflichtige (Schwer-) Transporte sollen im Juli und August möglichst nur von Samstag, 22 Uhr, bis Sonntag, 6 Uhr, erlaubt werden. Transporte außerhalb der Nachtstunden sollen nur in besonders dringenden Fällen zugelassen werden.
  • Das BMVI hat die Länder zudem aufgefordert, das Samstagsfahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen und für Lkw mit Anhängern streng zu überwachen. Verstöße werden mit bis zu 150 Euro Bußgeld geahndet. Die Vorschriften für Ausnahmen von diesem Verbot sollen restriktiv angewendet werden.
  • Die Länder sollen für einen schnellen, lückenlosen Verkehrswarndienst sorgen und länderübergreifend im Verkehrsfunk auf Ausweichstrecken für stauanfällige Strecken hinweisen.
  • Fahrzeuge der Bundeswehr sollen die Hauptreisestrecken nur befahren dürfen, sofern deren Einsatz dringend erforderlich ist.

Über aktuelle Baustellen auf Autobahnen informiert die Bundesanstalt für Straßenwesen: www.bast.de/baustelleninfo.