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Mobilfunkstudie
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Das BMDV hat eine Studie beauftragt, die im Vergleich ausgewählter europäischer sowie weiterer internationaler Länder die Mobilfunkversorgung und Besonderheiten der jeweiligen Märkte betrachtet, um auf dieser Grundlage Erfolgsfaktoren für eine hohe Qualität bei der Mobilfunkversorgung zu identifizieren. Die Auswahl der betrachteten Länder umfasste neben Deutschland auch Australien, Frankreich, Japan, Kanada, Niederlande, Österreich, Schweden, Schweiz, Südkorea sowie USA. Es handelt sich somit um Länder, die entweder in der öffentlichen Diskussion als Vorbilder für die hohe Qualität bei der Mobilfunkversorgung genannt werden oder in denen sich vergleichbare Rahmenbedingungen vorfinden wie in Deutschland.

Ziel war es, ein Gesamtbild der Mobilfunkmärkte, der marktlichen Besonderheiten und der Zusammenhänge zwischen Versorgung, Umsätzen, Investitionen, Regulierung/Frequenzpolitik und Wettbewerb zu erstellen. Die Studie kommt u.a. zu dem Ergebnis, dass

  • Deutschland aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen (Auflagen im Rahmen von Frequenzvergaben, Fördermaßnahmen) in den nächsten Jahren zu den Spitzenländern hinsichtlich der 4G-Abdeckung aufschließen wird,
  • keines der untersuchten Länder den politischen Anspruch einer 100%-Flächenversorgung oder einer symmetrischen Qualität aller Netze formuliert hat,
  • wirksamer Infrastrukturwettbewerb und wettbewerbliche Differenzierungsmöglichkeiten zu einer sehr guten Versorgung führen können,
  • höhere Endkundenpreise in der Regel mit einer besseren Versorgung einhergehen,
  • kein zwingender Zusammenhang zwischen (hohen) Frequenzerlösen und geringen Netzinvestitionen besteht,
  • für hochleistungsfähige 5G-Dienste eine erhebliche Netzverdichtung notwendig sein wird.

Die Studie soll als Beitrag zur weiteren Diskussion dienen, wie die Mobilfunkversorgung in Deutschland weiter verbessert und mit Blick auf 5G und nachfolgende Technologien nachhaltig und zukunftsfest ausgestaltet werden kann.