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5G – der Schlüssel zur Zukunft

5G – der Schlüssel zur Zukunft

Die Anforderungen an die mobile Kommunikation werden in einer vollständig vernetzten Gesellschaft sehr viel umfassender sein als bisher. Die durch 5G mögliche digitale Transformation wird alle gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und administrativen Bereiche vorantreiben und nachhaltig zur Verbesserung der Lebensqualität in Deutschland beitragen.

Um die Qualitätsanforderungen der Zukunft in Bezug auf Verfügbarkeit und Latenz zu erreichen sowie den steigenden Bandbreitenbedarf decken zu können, arbeiten wir intensiv an der Einführung der nächsten Mobilfunkgeneration.

Bundesminister Andreas Scheuer:

Andreas Scheuer, Bundesminister

Quelle: http://www.andreas-scheuer.de/presse/

Unser Anspruch für Deutschland ist und bleibt: Mobilfunknetze, in denen unterbrechungsfreies Telefonieren und die klassische Nutzung von mobilem Internet möglich sind. Hierfür legen die Auflagen den Fokus auf die Versorgung der Verkehrswege und stellen damit sicher, dass auch ländliche Regionen genauso am Ausbau der Mobilfunknetze partizipieren. Die Netzbetreiber investieren hierfür in den kommenden Jahren massiv. Denn klar ist: Nur mit flächendeckender Mobilfunkabdeckung entsteht die notwendige Grundlage für eine konsequente Aufrüstung der Netze auf die nächste Mobilfunkgeneration. 5G ist weit mehr als nur schnelles Internet - es ist der Schlüssel zur Zukunft. Kapazität, Konnektivität und Echtzeit sind hier die Zauberwörter.

Lichtstrahlen vor einem Nachthimmel

Die 5G-Frequenzauktion

Am 12. Juni 2019 wurde die Frequenzauktion der Bundesnetzagentur erfolgreich beendet. Die Einnahmen von rund 6,6 Milliarden Euro fließen zu 100 Prozent in das Sondervermögen „Digitale Infrastruktur“, das ausschließlich für die Förderung des Ausbaus von Gigabit-Netzen und für den Digitalpakt Schule bestimmt ist. Jeder Euro kommt damit der Verbesserung der digitalen Infrastruktur in Deutschland zu Gute.

Worum ging es bei der Auktion?

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Für die Bundesregierung standen bei der Auktion die strengen Versorgungsauflagen im Vordergrund und nicht die Höhe der Erlöse. In der Auktion wurden Frequenzen im 2-GHz- und 3,5-GHz-Bereich versteigert. Dabei handelt es sich um ein Spektrum, welches aufgrund der möglichen Bandbreiten – und das ist wichtig für 5G – enorm hohe Datenraten erreichen kann.

Wer nahm an der Auktion teil und wie lange dürfen die Frequenzen jetzt genutzt werden?

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Die Auktion 2019 wurde – wie die Auktionen zuvor – von der Bundesnetzagentur (BNetzA) organisiert. Neben den etablierten Mobilfunknetzbetreibern Telekom, Vodafone und Telefonica nahm 1&1/Drillisch als Neueinsteiger an der Auktion teil. Damit die Unternehmen Planungs- und Investitionssicherheit haben, haben die Nutzungsrechte für die versteigerten Frequenzen eine Laufzeit bis 2040.

Welche Auflagen gibt es?

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Die BNetzA hat nach intensiver Konsultation unter Berücksichtigung der politischen Ziele beim Mobilfunk ambitionierte Versorgungsauflagen festgelegt. Dadurch wird perspektivisch nicht nur die Versorgungsqualität für Haushalte weiter verbessert; künftig wird beim verpflichtenden Netzausbau insbesondere der Ausbau an den Verkehrswegen verlangt, um die Mobilfunkversorgung entlang von Straßen, Bahnstrecken und Wasserwegen deutlich zu optimieren.
Das betrifft das Schließen von Funklöchern, aber auch den Einstieg in 5G entlang der Autobahnen und Bundesstraßen. Konkret gibt es folgende Ausbauvorgaben:

  • bis Ende 2022 mindestens 98 % der Haushalte je Bundesland mit mindestens 100 Mbit/s,
  • bis Ende 2022 alle Bundesautobahnen mit mindestens 100 Mbit/s und höchstens 10 Millisekunden (ms) Latenz,
  • bis Ende 2022 die Bundesstraßen mit Verbindungsfunktionsstufen 0 / 1 mit mindestens 100 Mbit/s und höchstens 10 ms Latenz,
  • bis Ende 2024 alle übrigen Bundesstraßen mit mindestens 100 Mbit/s und höchstens 10 ms Latenz,
  • bis Ende 2024 alle Landes- und Staatsstraßen mit mindestens 50 Mbit/s,
  • bis Ende 2024 die Seehäfen sowie das Kernnetz der Wasserstraßen im Binnenbereich mit mindestens 50 Mbit/s,
  • bis Ende 2022 die Schienenwege mit mehr als 2.000 Fahrgästen pro Tag mit mindestens 100 Mbit/s,
  • bis Ende 2024 alle übrigen Schienenwege mit mindestens 50 Mbit/s
    sowie
  • bis Ende 2022 1.000 „5G-Basisstationen“ und 500 Basisstationen mit mindestens 100 Mbit/s in „weißen Flecken“ in Betrieb nehmen

Für Neueinsteiger gelten abweichende Versorgungsauflagen.

Wer garantiert die Umsetzung der Auflagen? Und welche Kontrollmechanismen gibt es?

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Die Überprüfung der Versorgungsauflagen erfolgt durch die Bundesnetzagentur.
Zunächst bestehen für die Netzbetreiber Berichtspflichten. Sie müssen die Bundesnetzagentur fortlaufend, mindestens jedoch jährlich, über den Stand der Frequenznutzung informieren. Darüber hinaus sind sie dazu verpflichtet, auf Verlangen der Bundesnetzagentur über den Stand der Frequenznutzungen und des Netzaufbaus, des Netzausbaus sowie die Ausbauplanungen schriftlich zu berichten. Dies beinhaltet insbesondere auch einen Bericht über den Stand des Versorgungsgrades im Hinblick auf die Flächenabdeckung und die durchschnittliche, tatsächlich zur Verfügung gestellte Übertragungsrate. Die Berichtspflicht umfasst die plausiblen Darlegungen sowie entsprechende Nachweise. Außerdem findet eine messtechnische Überprüfung der Versorgungsverpflichtungen durch den Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur statt, durch die stichprobenartig die Angaben der Netzbetreiber überprüft werden.

Bei einem Verstoß gegen die Versorgungsauflagen steht der Bundesnetzagentur eine Reihe von Sanktionsmaßnahmen zur Verfügung. Sie kann die Unternehmen zur Stellungnahme und Abhilfe auffordern, die zur Einhaltung der Verpflichtung erforderlichen Maßnahmen anordnen, sie kann ein Zwangsgeld festsetzen und dieses, falls erforderlich, auch mehrfach auferlegen und im Fall von schweren oder wiederholten Verstößen den Unternehmen die Tätigkeit als Betreiber von Telekommunikationsnetzen oder Anbieter von Telekommunikationsdiensten untersagen. Zudem kann sie die Nichteinhaltung der Versorgungsauflage als Ordnungswidrigkeit mit einer empfindlichen Geldbuße ahnden.

Werden Versorgungsauflagen nicht erfüllt, drohen den Unternehmen Zwangs- und Bußgelder, die mit Inkrafttreten des 5. TKG-Änderungsgesetzes deutlich erhöht worden sind:

Konnte die Bundesnetzagentur bisher Zwangsgelder bis zu 500 000 Euro und Bußgelder bis zu 100 000 Euro verhängen, erstreckt sich der Bußgeldrahmen jetzt bis zu 1 000 000 Euro bzw. bei Unternehmen mit mehr als 50 Mio. Jahresumsatz bis zu 2 % des durchschnittlichen Jahresumsatzes der letzten drei Geschäftsjahre.

Weitere Details zur Auktion finden sich auf der Website der Bundesnetzagentur (BNetzA).

Weiterführende Informationen

Illustration: Bunte Lichtwellen

Das 5G-Innovationsprogramm

Das Innovationsprogramm soll die Erprobung von 5G-Anwendungen unter realen Bedingungen ermöglichen. Auf diese Weise sollen potenzielle Nachfrager und Anbieter von innovativen 5G-Mobilfunklösungen zusammengeführt und die Potenziale des 5G-Mobilfunks vor Ort sichtbar gemacht werden. Insgesamt hat der Deutsche Bundestag beschlossen, derzeit rund 66 Millionen Euro zur Unterstützung der 5G-Einführung bereitzustellen. Mit der Initiative wollen wir dazu beitragen, Deutschland zum Leitmarkt für 5G zu entwickeln.

Stufe I – Die 5G-Forschungsregionen

Im Rahmen einer 5G-Forschungsinitiative wurden 2019 sechs Sonderzuwendungsbescheide an Forschungseinrichtungen und Universitäten erteilt.

Bundesminister Andreas Scheuer:

Andreas Scheuer, Bundesminister

Quelle: http://www.andreas-scheuer.de/presse/

5G ist weit mehr als nur schnelles Internet - es ist der Schlüssel zur Zukunft. Kapazität, Konnektivität und Echtzeit sind hier die Zauberwörter. Ein Beispiel: Ein autonomes Fahrzeug wird etwa ein Gigabyte Daten benötigen - und zwar pro Minute. Zum Vergleich: für eine Minute Video in Full HD auf dem Smartphone benötigt man etwa 30 Megabyte. Die Fahrzeuge müssen zudem mit intelligenten Verkehrsleitsystemen kommunizieren - 5G erlaubt die Einbindung von bis zu einer Million internetgesteuerter Dinge im Umkreis von einem Kilometer. Und das Ganze nutzt Ihnen als Mitfahrer nichts, wenn das Fahrzeug nicht auch in Echtzeit bremst. Die sechs geförderten Projekte geben uns einen ersten Eindruck, wie 5G unser Leben in ganz unterschiedlichen Bereichen verändern wird. Vom Arbeitsalltag über die Art, wie wir uns fortbewegen, bis hin zum Arztbesuch.

5G 4Healthcare - Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Amberg-Weiden

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Die Gesundheitsversorgung in ländlichen Räumen ist mit besonderen Herausforderungen konfrontiert, die die häusliche Pflege älterer Menschen und die integrierte, sektorenübergreifende Versorgung multimorbider und chronisch kranker Patienten sehr ressourcen-intensiv machen. Die Abstimmung zwischen den Akteuren Arzt, Pflege, Apotheke und Angehörige, die Verfügbarkeit von und Versorgung mit Arznei- und Hilfsmitteln sowie die Koordination eines Krankentransportes sind nur einige Aspekte, die die Versorgung höchst komplex machen. Fragen der Mobilität, des Informationsaustauschs und der Logistik werden dabei zu zentralen Herausforderungen. Das Potenzial innovativer Lösungen entlang der gesamten Versorgungskette zu nutzen, wird daher insbesondere in der ländlichen Versorgung künftig essentiell für eine effektive und effiziente Gesundheitsversorgung sein. Vor diesem Hintergrund ist es das übergeordnete Ziel des vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geförderten Projektes 5G4 Healthcare, die Machbarkeit, die Möglichkeiten sowie die Grenzen der Verbesserung der Effektivität und Effizienz in der ländlichen Gesundheitsversorgung durch die 5G-Technologie auszuloten und Handlungsempfehlungen für skalierbare Lösungen abzuleiten. Unter Führung der OTH Amberg-Weiden wird der Einsatz von 5G in den beiden Use Cases ,Integrierte Versorgung‘ und ,Homecare‘ konzipiert (Phase 1), modellhaft implementiert (Phase 2), erprobt und evaluiert (Phase 3). In der dreijährigen Projektlaufzeit entstehen bei ambulanten und stationären Partnern der regionalen Gesundheitsversorgung vor Ort sogenannte Livings Labs, in denen anwendungsorientiert und praxisnah Nutzen und Möglichkeiten der 5G Technologie für die Anwendung digitaler Lösungen z. B. in den Bereichen Fernbefundung, Medikation, Notfallversorgung oder Roboter-gestützter Operationen erprobt und bewertet werden. Insgesamt entsteht so eine 5G-basierte Forschungs- und Entwicklungsplattform, die als Testbed eines konsequent Digital-Health-gestützten Versorgungsansatzes im ländlichen Umfeld genutzt werden kann.

Förderung: 8.445.120,82 Euro

5G Lab Germany Forschungsfeld Lausitz - TU Dresden

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Bau

Vernetzte Kräne, Bagger und viele weitere Baumaschinen werden auf digitalisierten Baustellen gemeinsam agieren – intelligente Kameras und Sensoren erfassen zusätzlich jedes Objekt und deren Bewegungen. Somit werden völlig neue Bauprozesse ermöglicht, Bauzeiten verringert und nicht zuletzt die Arbeitssicherheit deutlich erhöht. Unterstützt werden die Baustellen dabei auch durch automatisiert und kooperativ agierende Drohnen. Diese können zur Baustellenüberwachung eingesetzt werden. Aber auch eine Integration in die Prozesse am Bau ist möglich. So könnten Drohnen beispielsweise Dämmungen anbringen oder Fassaden spritzen. Wir untersuchen aber auch den Einsatz von Drohnen in vielen anderen Bereichen, vor allem in Einsatzszenarien, bei denen die Drohnen automatisiert und im Schwarm zum Einsatz kommen.

Mobilität

Der Einsatz von Flugtaxis wird die Mobilität der Zukunft verändern. Im ländlichen Raum wird das Flugtaxi autonom, d.h. selbstständig mit eigenem „Autopilot“ fliegen. Im urbanen Raum wird die Steuerung dabei Schritt für Schritt an eine zentral leitende Stelle abgegeben. So können sehr viele Objekte im Luftraum sehr viel besser koordiniert werden. Sehr ähnlich verhält es sich bei Fahrzeugen. Im ländlichen Raum mit relativ wenigen Verkehrsteilnehmern kann das Fahrzeug autonom, d.h. nur mit lokalen Sensoren fahren. Je dichter der Verkehr in der Stadt, desto größer die Komplexität der Situationen. Um eine sichere und optimale Verkehrsführung zu gewährleisten, werden mehr und mehr Entscheidungen für die Fahrzeuge durch eine zentrale Infrastruktur getroffen werden. Die Verkehrssicherheit wird erhöht und der Verkehrsfluss sowie die Umweltbilanz deutlich verbessert.

Alle Untersuchungen und Erprobungen erfolgen im „5G Lab Germany Forschungsfeld Lausitz“. Schwerpunkte sind die Städte Hoyerswerda (Sachsen) und Welzow (Brandenburg).

Förderung: 6.960.467,61 Euro

5G Industry Campus Europe – Fraunhofer IPT, RWTH Aachen

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Der »5G-Industry Campus Europe« wird als erster Standort in Europa mit einem flächendeckenden 5G Netz ausgestattet, um 5G Anwendungen in der produzierenden Industrie zu erforschen. Das Outdoor-Netz wird sich in einem Umkreis von 1 km² über den Campus Melaten der RWTH Aachen erstrecken und den Forschungspartnern in der Region die Möglichkeit bieten, individuelle 5G Anwendungen auf dem »5G-Industry Campus Europe« umzusetzen.

Der neue Mobilfunkstandard 5G wird die produzierende Industrie in mehrfacher Weise in die Lage versetzen, Prozesse schneller und effizienter zu gestalten, denn Latenzen von bis zu unter 1 Millisekunde und Datenübertragsungsraten von 10 GBit/s bieten die Möglichkeit, Fertigungsprozesse mit kabellosen Sensoren zu überwachen und in Echtzeit zu regeln. Auch können mobile Produktionseinheiten, wie z.B. Roboter, Großbauteile mithilfe von kabelloser 5G-Sensorik autonom bearbeiten und montieren.

Im »5G-Industry Campus Europe« werden verschiedene praxisrelevante Fragestellungen aus dem Spektrum der Produktionstechnik in Etablierungsprojekten untersucht, angefangen von 5G-Sensorik zum Überwachen von Fertigungsprozessen über mobile Robotik und Logistik bis hin zu standortübergreifenden Produktionsketten.

Das 5G-Netz wird für eine hohe Übertragbarkeit in die Industrie im Frequenzbereich 3,7 bis 3,8 GHz aufgebaut und über ein zusätzliches 4G-Netz verfügen.

Damit liefert der »5G-Industry Campus Europe« einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung und zur Industrie 4.0 in Deutschland sowie dem europäischen Umfeld. Das Forschungsnetz auf dem Campus Melaten eignet sich als Standort im Dreiländereck optimal, da zahlreiche Unternehmen aus dem Fachbereich Maschinenbau und Produktionsforschung hier angesiedelt sind.

Der »5G-Industry Campus Europe« ist ein Zusammenschluss der RWTH-Institute WZL und FIR sowie dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT, welches die Initiative koordiniert.

Förderung: 6.237.862,88 Euro

5G-Modellregion Kaiserslautern - 5G für Stadt, Land und Arbeit - TU Kaiserslautern

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Welche Chancen bietet 5G für Stadt, Land und Arbeit? An dieser Frage wird in der 5G-Modellregion Kaiserslautern gearbeitet. Konkret geht es darum, zu zeigen, wie 5G in unserem Alltag, in Landwirtschaft und Weinbau, bei Rettungskräften und in Produktionsbetrieben eingesetzt werden kann.

Ziel ist hierbei die Entwickelung und Erprobung von 5G Anwendungen in realistischen 5G Netzen, insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen 5G Kompetenz und Testmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen und 5G Netztechnologie aus Sicht der Anwender weiterzuentwickeln. Hierbei werden insbesondere unterschiedliche Formen der sogenannten 5G Campusnetze realisiert, um für mögliche Nutzergruppen dieses neue Vernetzungskonzept erfahrbar zu machen.

Eine Besonderheit in 5G Kaiserslautern sind portable 5G Campusnetze, mit denen 5G Vernetzung auch außerhalb der in Kaiserslautern errichteten 5G Campusnetze erprobt werden kann. Hiermit können Unternehmen 5G Anwendungen auf ihrem Betriebsgelände erproben, um basierend auf dieser Erfahrung zu entscheiden, ob sie ein 5G Campusnetz benötigen.

Ein Anwendungsszenario für solch ein Netz ist die Land-, Forst, und Weinwirtschaft, bei der durch gezielte Datenerhebung und Auswertung Düngemittel effizient genutzt werden, aber auch Drohnen Schädlingsbefall erkennen und melden können. Angebunden wird das portable 5G Netzwerk mit Satelliten- oder Richtfunkanbindung, um überall einen Zugang zum Internet zu ermöglichen. Private Campusnetze sind insbesondere für die produzierende Industrie wichtig, um die hier sehr hohen Anforderungen an die industrielle Kommunikation in Bezug auf Verfügbarkeit, Sicherheit und niedrige Latenz zu erfüllen.

Förderung: 11.614.446,31 Euro

5G-Reallabor in der Mobilitätsregion Braunschweig-Wolfsburg

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In der Mobilitätsregion Braunschweig-Wolfsburg wird ein offenes 5G-Reallabor aufgebaut. Zu diesem Zweck wird zum einen das Kommunikationsnetz vermessen, modelliert und bewertet. Zum anderen werden konkrete Anwendungsfälle in den Bereichen Mobilität, eHealth und Smart Construction umgesetzt, evaluiert und der Öffentlichkeit anschaulich präsentiert. Als Ort der Begegnung und des aktiven Austausches mit Bürgerinnen, kommunalen Vertretern, interessierten Startups und Unternehmen wird ein 5G-Forum geschaffen. Technisch zentraler Anlauf- und Angelpunkt für alle Anwendungsfälle wird eine 5G-Serviceschicht, die Daten, Dienste und Devices verbindet und die eine einfache Ergänzung neuer Mehrwertdienste ermöglicht.

Im Bereich Smart Construction soll die Echtzeit-Digitalisierung von Baustellen unter Nutzung der neuen Ortungsmöglichkeiten von 5G untersucht werden. Im Bereich eHealth werden neue Möglichkeiten der mobilen Diagnostik mit mobilen MRT und mobilen EKG-Westen geprüft, um einen Beitrag zur Gesundheitsversorgung auch außerhalb von Ballungszentren zu leisten.

Im Schwerpunktbereich der Mobilität werden drei Anwendungsfälle erforscht und demonstriert. Für den Schienenverkehr wird ein ferngesteuerter Bahnbetrieb über 5G erforscht. Für den Straßenverkehr wird die Optimierung der Rettungsmobilität durch optimierte Ampelschaltung und Bildung einer Rettungsgasse mit vernetzten und automatisierten Fahrzeugen umgesetzt. Die Fernsteuerung von Rettungsdrohnen über 5G trägt zur Aufklärung und Absicherung von Unfallstellen in Vernetzung mit dem Straßenverkehr bei.

Das 5G-Reallabor nutzt die lokalen Stärken der Mobilitätsregion in Braunschweig und Wolfsburg: Ergebnisse können nachhaltig in die bestehenden Testfelder Anwendungsplattform Intelligente Mobilität (AIM) oder das Testfeld Niedersachsen integriert werden.

Förderung: 11.987.694,76 Euro

5G Industry Campus Europe - HafenCity Universität Hamburg (HCU)

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Das Projekt Level 5 Indoor Navigation stellt einen neuartigen Ansatz mit dem Mobilfunkstandard (5G) als Orientierungssignal und ohne zusätzliche Hardwaretechnologien für die Navigation in umbauten Raum vor. Mit einem generische Angebot für eine hochflexible Navigationsökologie. Das Projektziel ist es, mit Hilfe der neuen verfügbaren Technologie 5G, anhand eines forschungsorientieren.

Modellprojektes zu zeigen, wie Navigationssysteme, wie man sie bisher nur im Outdoor Segment kennt (durch GPS) nun auch im Rahmen der Indoor Navigation in bestehende Smartphone‐Systeme integrieren kann. Damit wird neben mannigfaltigen Möglichkeiten der Anwendung auch eine vereinfachte Nutzung ermöglicht, die eben keine spezifische Einbindung in singuläre Systeme erfordert. Die Idee wird am Ende sein, dass durch die Nutzung einer spezifischen App mit offenen Schnittstellen die Navigation in allen Gebäuden, die nach diesen Standards modelliert wurden, eine entsprechende Navigation ermöglicht wird.

Die Herausforderung wird dabei sein, dass, anders als z. B. bei Straßenkarten, die Betreiber der Gebäude eigenverantwortlich die Modellierung vornehmen oder an entsprechende Dienstleister auslagern müssen.

Durch das neue System werden dabei die beiden Vorteile von 5G, die höhere Geschwindigkeit bei gleichzeitig höherer Genauigkeit, gepaart mit der Möglichkeit Echtzeitdaten in höheren Datenpaketen zu versenden, genutzt.

Die Grundidee der 5G‐basierten Indoor Navigation kann und wird mit bestehenden Funkzellen der Provider (bzw. deren verwendeten Standardtechnologien) möglich sein. Hier ist allerdings zu erwarten, dass die Präzision und die vollständige Erfassung von Gebäudekomplexen unter der geringeren Dichte an möglichen Messpunkten (selbst bei geeigneter Triangulation) leiden könnten. Vor dem Hintergrund ist im Rahmen dieses Projektes eine Technologiepartnerschaft geplant, bei der eine Verbesserung der Funktechnologie durch eine neuartige Entwicklung von Zusatzchips erreicht werden soll, die zu einer deutlich höheren Qualität der Navigation führen kann (X< 2m). Hierzu – so die Überlegung – wird als Technologiepartner ein Chiphersteller in enger Kooperation mit einem Carrier eine Zusatztechnologie entwickeln, die hier erstmalig im Feld zum Einsatz kommen würde.

Akkordeon Ende

Stufe II – Der 5G-Innovationswettbewerb

Ziel der Konzeptförderung ist es, Projektideen zu entwickeln, die 5G-Anwendungen in der Region erproben und erforschen. Besonders herausragende Konzepte werden im zweiten Schritt mit einer Umsetzungsförderung prämiert.

Insgesamt haben 67 Städte, Regionen und Zweckverbände rund 6,2 Millionen Euro für 5G-Konzepte erhalten.

Bundesminister Andreas Scheuer:

Andreas Scheuer, Bundesminister

Quelle: http://www.andreas-scheuer.de/presse/

138 konkrete Ideen zeigen das enorme Interesse an 5G. Zu Recht, denn 5G ist der Schlüssel zur Zukunft. Ob Verkehr und Logistik, Medizin, Forst- und Landwirtschaft oder in vielen anderen Bereichen, die Technologie wird unser Leben nachhaltig verändern. 67 Städte und Regionen in ganz Deutschland können jetzt die Chancen ergreifen, mit innovativen und kreativen Konzepten die 5G Einführung voranzutreiben.

Nicht bei der Förderung berücksichtigte Konzepte können übrigens eigenständig erstellt werden und erhalten ebenfalls eine Chance auf Umsetzungsförderung. Der Umsetzungszeitraum wird bis zum 30. Juni 2020 verlängert und zusätzliche Fördermittel aus dem Haushaltstitel „Umsetzung der 5x5G-Strategie“ wurden bereitgestellt. Die Förderrichtlinie für die Umsetzungsförderung wird derzeit erarbeitet.

Eine Aufstellung der Projekte finden Sie hier.


Weiterführende Informationen

Foto: Langzeitbelichtung eines Feuerwerks

FAQ

Bringt 5G endlich Handy-Empfang überall?

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Grundsätzlich gilt: Erste „echte“ 5G-Anwendungen wird es im Bereich der Produktionsautomatisierung in der Industrie geben. 5G entfaltet seine Stärken daher zunächst als „Maschinen-Netz“. Klassische Mobilfunkanwendungen wie Telefonieren oder Surfen im Internet sind bereits mit 3G und 4G zuverlässig und leistungsstark möglich. Das LTE-Netz (4G) ist aber das Fundament dafür, dass die Mobilfunknetze flexibel auf 5G erweitert werden können. Für den „normalen Nutzer“, der mobil telefonieren und surfen will, wird die Qualität von LTE weiterhin ausreichen. Für den herkömmlichen Nutzer braucht es deshalb vor allem eine flächendeckende Abdeckung, unabhängig vom eingesetzten Funkstandard.

Sollte die Bundesregierung nicht erstmal dafür sorgen, dass 4G flächendeckend verfügbar ist statt über 5G zu reden?

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Klar ist: Jeder muss überall unterbrechungsfrei telefonieren und surfen können. Daran arbeiten wir mit aller Konsequenz. Der flächendeckende Mobilfunkausbau ist ein zentrales Ziel von Bund, Ländern und Kommunen. Dazu gehört auch, dass die Mobilfunkanbieter kurzfristig die bestehenden Funklöcher und weißen Flecken beim Mobilfunk und mobilen Internet zu schließen. Nicht nur die Metropolen sollen von der Digitalisierung profitieren, sondern gerade auch die ländlichen Regionen. Mehr Informationen zum Thema Mobilfunkausbau finden Sie hier.

Gleichzeitig legen wir schon jetzt die Grundlage für 5G. Wichtig ist dies z. B. bei der Telemedizin, dem automatisierten und vernetzten Fahren und der Produktionsautomatisierung mittels Industrierobotern.

Muss sich jetzt jeder ein neues Handy kaufen?

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Wer 5G nutzen möchte, wird in der Tat neue Endgeräte benötigen, die mit den entsprechenden Funkschnittstellen ausgestattet sind. Grundsätzlich gilt: Erste „echte“ 5G-Anwendungen wird es im Bereich der Produktionsautomatisierung in der Industrie geben. 5G entfaltet seine Stärken daher zunächst als „Maschinen-Netz“.

Klassische Mobilfunkanwendungen wie mobiles Telefonieren oder surfen im Internet bleiben weiterhin mit den bisherigen Mobilfunkstandards möglich.