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Am 15. März 2014 trat die Erste Verordnung zum Erlass und zur Änderung lotsrechlicher Vorschriften in Kraft. Damit wird die Seelotsenaus- und -fortbildung neu geregelt.

Mit der neuen Verordnung werden die bestehenden Regelungen zur Seelotsenausbildung aktualisiert und das Prüfungsverfahren detaillierter vorgeschrieben. Für die Fortbildung der Seelotsen werden neue Regelungen eingeführt, die Inhalt und Umfang der nach dem Seelotsgesetz bestehenden allgemeinen Verpflichtung zur Fortbildung im Einzelnen festlegen,

erklärte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister Enak Ferlemann.

Die Verordnung enthält einen konkreten Rahmenplan, der die Lernziele, Kurse und Inhalte sowie den Umfang der Fortbildung verbindlich für die Lotsenbrüderschaften vorschreibt. Grundlage dieses Fortbildungsrahmenplans sind internationale Standards, die in der bisherigen Praxis der Fortbildung bereits angewandt werden.

Ferlemann:

Die deutschen Seelotsen leisten einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit des Schiffsverkehrs und den Schutz der Meeresumwelt an unseren Küsten. Der Leistungsstandard der deutschen Lotsendienste kann vorbildlich genannt werden - auch im internationalen Vergleich. Die Aus- und Fortbildung der Seelotsen hat zum Ziel, diese Qualität sicherzustellen und zu erhalten.

Nach dem Seelotsgesetz (§§ 8, 10 und 11 SeeLG) wählen die Außenstellen Nord und Nordwest der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) in einem Bewerbungsverfahren die für den Seelotsberuf geeigneten Bewerber aus. Diese absolvieren als Seelotsenanwärter eine achtmonatige Ausbildung in einer Lotsenbrüderschaft und werden nach bestandener Prüfung amtlich zugelassen als Seelotsen. Durch Verkehrszunahme, Schiffsgrößenentwicklung und Neuerungen bei Antriebs- und Schiffsführungstechnik wächst die Verantwortung der Seelotsen weiter. Um eine hinreichende Qualifikation sicherzustellen, ist eine kontinuierliche Wissensvermittlung in den für den Seelotsen bedeutenden Kernkompetenzen überaus wichtig.