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Boot mit Anker

Quelle: Fotolia / Claus Schlüter

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ‎setzt sich fortlaufend dafür ein, die Seeschifffahrt auf Nord- und Ostsee, eines der meist befahrenen Reviere der Welt, noch sicherer zu machen. ‎Ab 1. Januar 2019 wird es nun zwei Optimierungen geben: Am Flughafen Nordholz/Niedersachsen wird ein zusätzliches, landgestütztes Boardingteam für maritime Notfalleinsätze bereitstehen und das Einsatzkonzept der Notschlepper wird verbessert.

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur:

Wir investieren weiter in die maritime Sicherheit auf Nord- und Ostsee. Die Sicherheitsempfehlungen der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung sind dafür unverzichtbare Wegweiser. Das Maritime Sicherheitszentrum ist bereits international Vorbild für die Koordinierung der maritimen Einsätze und mit den Neuerungen zum Jahresbeginn 2019 tragen wir dazu bei, die Notfalleinsätze auf See noch effektiver zu machen.

Ab 1. Januar 2019 wird ein zusätzliches, landgestütztes Boardingteam am Flughafen Nordholz/Niedersachsen für maritime Notfalleinsätze bereitgestellt. Dies ermöglicht dem Havariekommando eine kürzere Reaktionszeit sowie mehr Einsatzoptionen bei der Bewältigung maritimer Notfälle auf der Nordsee. Diese Maßnahme erfolgt als Reaktion auf den Seeunfall der GLORY AMSTERDAM vom 29.Oktober 2017 und dient auch der zeitnahen Umsetzung der Sicherheitsempfehlung der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) vom 29.Oktober 2018.‎

Das zusätzliche, landgestützte Team der Arbeitsgemeinschaft Küstenschutz (ARGE Küstenschutz) ergänzt die beiden bereits vorhandenen Boardingteams, die in Nord- und Ostsee den Notschleppern NORDIC und BALTIC zugeordnet sind. Ein Boardingteam besteht aus vier Seeleuten, die speziell für Notschleppeinsätze, zum Beispiel auf manövrierunfähigen oder verlassenen Schiffen, ausgebildet sind.

Ebenfalls zum 1. Januar 2019 wird das Einsatzkonzept der Notschlepper auf Nord- und Ostsee optimiert.

  • Als schnellster und stärkster Notschlepper wird die NORDIC auf eine zentrale Position in der inneren Deutschen Bucht verlegt. Bei Sturm nimmt sie wie bisher ihre Position westlich von Helgoland ein.
  • Die BALTIC wird von ihrer bisherigen Position im Warnemünder Hafen auf eine Seeposition in der Nähe der Kadetrinne verlegt.
  • Die FAIRPLAY 25 wird bei Sturm von ihrem Liegeplatz im Hafen von Sassnitz auf eine Seeposition nördlich der Insel Hiddensee verlegt.

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