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PSts Ferlemann

Quelle: BMVI

Im Zuge des Realisierungswettbewerbs für den Neubau der Norderelbbrücke hat am 8. Februar 2019 das Preisgericht getagt und den Siegerentwurf gekürt. Der erste Preis geht an die Planungsgemeinschaft Leonhardt Andrä und Partner zusammen mit gmp Generalplanungsgesellschaft Berlin. Insgesamt haben sechs Beiträge aus nationalen und internationalen Planungsgemeinschaften von Ingenieur- und Architekturbüros am Wettbewerb teilgenommen.
Im Rahmen des 8-streifigen Ausbaus der A 1 soll die weithin sichtbare Brücke über die Norderelbe durch einen leistungsfähigen Neubau ersetzt werden. Aufgrund der gestalterischen Bedeutung, der technischen Besonderheiten und der besonders zu berücksichtigenden Umweltaspekte wurde für diesen Ersatzneubau in den vergangenen Monaten ein Realisierungswettbewerb durchgeführt. Die Wettbewerbsjury war mit namhaften Architekten und Ingenieuren sowie Vertretern des Bundes und der Freien und Hansestadt Hamburg besetzt.
Der Siegerentwurf überzeugt durch die nordische Eleganz, Klarheit der Konstruktion und ansprechende Gestaltung. Die Jury lobte insbesondere die bis ins Detail geführte klare Konstruktionssprache. Der Entwurf auf Platz 2 stammt von der Planungsgemeinschaft Grassl zusammen mit PPL Architektur und Stadtplanung. Ein dritter Platz wurde nicht vergeben.

Parlamentarischer Staatssekretär Ferlemann (BMVI):

Die Investitionen des Bundes in Norddeutschland erhöhen mit diesem neuen, gestalterisch und technisch herausgehobenen Bauwerk die Verkehrsqualität in unmittelbarer Nähe zum größten deutschen Seehafen. Diese Brücke ist ein sichtbares Zeichen für die Zukunftsfähigkeit der Infrastruktur in Norddeutschland!

Die Baukosten trägt die Bundesrepublik Deutschland.

Weitere Informationen
In absehbarer Zeit sind eine Dokumentation und eine Wanderausstellung zur Präsentation aller Wettbewerbsbeiträge geplant.
Hamburg hat die Planungen zum 8-streifigen Ausbau der A 1 im Auftrag des Bundes aufgenommen und mit der Realisierung die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) betraut.
Die bestehende Norderelbbrücke führt seit 1963 die Bundesautobahn A 1 über die Norderelbe. Es handelt sich hierbei um eine Schrägseilbrücke mit einem Überbau für beide Fahrtrichtungen. Derzeit wird der Verkehr auf drei Fahrstreifen pro Richtung (ohne Standstreifen) über die Norderelbe geführt. Das Bauwerk weist diverse Schäden auf und hat eine begrenzte Restnutzungsdauer. Aufgrund dieses Zustandes und des 8-streifigen Ausbaus der A 1 gemäß Bundesverkehrswegeplan 2030 wird ein Ersatzneubau mit angepasstem Querschnitt dieser Brücke geplant. Ebenfalls werden beim Neubau ein Geh- und Radweg vorgesehen sowie die aktuellen Anforderungen an die Binnenschifffahrt berücksichtigt.
www.hamburg.de/bwvi