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BM Scheuer bei der Vorstellung neuer E-Busse der BVG

Quelle: BMVI

Der Busverkehr in Berlin wird komplett elektrisch - die erste Phase der Umstellung erfolgt mit finanzieller Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) und des Bundesumweltministeriums (BMU). Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) stellen den regulären Linienbetrieb auf E-Busse um und haben damit zukünftig die größte Elektrobusflotte der Verkehrsunternehmen Deutschlands.

Am heutigen Mittwoch, 27. März 2019, hat die BVG die ersten neuen Elektro-Busse im Beisein von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Bundesumweltministerin Svenja Schulze vorgestellt.

Scheuer:

ÖPNV-Busse legen täglich tausende Kilometer in deutschen Städten zurück. Deshalb ist die Entscheidung der BVG, die Busflotte komplett auf Elektroantrieb umzustellen, ein sehr wichtiger Beitrag, Berliner Luft noch sauberer zu machen. Wir unterstützen das Vorhaben finanziell mit rund 13 Millionen Euro - und haben eine gute Nachricht für alle Verkehrsunternehmen, die sich an der BVG ein Beispiel nehmen wollen: Ab heute können Anträge zur Beschaffung von Elektrofahrzeugen und zugehöriger Ladeinfrastruktur eingereicht werden. Allein dafür stellen wir rund 90 Millionen Euro zur Verfügung.


Schulze:

Wenn die größte deutsche Busflotte ihren Fuhrpark komplett auf Elektrobusse umstellt, ist das ein Zeichen für ganz Deutschland. Das wird weitere Verkehrsunternehmen motivieren, nachzuziehen. Unserem Ziel, den Verkehr umwelt- und klimafreundlich zu gestalten, kommen wir damit näher. Denn Elektrobusse haben drei klare Vorteile: sie fahren CO2-frei, schadstoffarm und deutlich leiser. Deshalb fördern wir als Bund die Elektromobilität und insbesondere den Einsatz von Elektrobussen. Die BVG erhält dafür vom Bundesumweltministerium bis zu 35 Millionen Euro.

Die Flottenumstellung ist eine gemeinsame Kraftanstrengung von der BVG, vom Bund und dem Land Berlin. Die BVG plant in einem ersten Schritt die Anschaffung von insgesamt 225 Elektrobussen und übernimmt die Kosten, die für vergleichbare Dieselbusse angefallen wären. Die Mehrkosten gegenüber konventionellen Dieselbussen werden vollständig durch Fördermittel des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) sowie dem Land Berlin getragen. Die Finanzierung der Fahrzeuge und der daraus resultierenden Kosten der Infrastruktur erfolgt zum Teil im Rahmen von Förderprogrammen der Bundesministerien BMVI und BMU.

Die BVG erhält insgesamt 48 Millionen Euro Fördermittel vom Bund. Davon kommen derzeit rund 12,7 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Elektromobilität“ des BMVI. Das BMU plant eine Förderung in Höhe von etwa 35 Millionen Euro für Fahrzeuge und Infrastruktur aus dem Programm „Förderung der Anschaffung von Elektrobussen im ÖPNV“.

Das BMVI und das BMU unterstützen das Vorhaben der BVG im Rahmen des „Sofortprogramms Saubere Luft 2017-2020“. Die Busse werden vornehmlich auf Linien eingesetzt, die überwiegend an Orten mit besonders hoher Stickstoffdioxidbelastung entlangführen.