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Lärmschutzwand

Quelle: Fotolia / ThKatz

Das BMVI startet ein neues Lärm-Monitoring an der Schiene. An stark befahrenen Bahnstrecken nehmen 19 Messstationen den Betrieb auf. Sie erfassen den Lärm vorbeifahrender Güterzüge dauerhaft und nach einer einheitlichen Methode. Die Erfolge beim Lärmschutz werden dadurch messbar.

Zudem liegen die Ergebnisse des Projektes „Innovativer Güterwagen“ inzwischen vor. Darin wurde untersucht wie der Schienengüterverkehr, leiser effizienter und wirtschaftlicher werde kann.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer:

Lärmschutz an und auf der Schiene heißt Lebensqualität zuhause. Deshalb fördern wir die Umrüstung von Güterwagen mit Flüsterbremsen, unterstützen die Entwicklung innovativer Technologien, investieren in Lärmschutz am Gleis und verbieten ab Ende des kommenden Jahres den Betrieb lauter Güterwagen auf dem deutschen Schienennetz. Dass unsere Maßnahmen wirken, werden wir mit Lärmmessungen belegen. Die Bahn wird ein guter und leiser Nachbar sein. Sobald es für die Anwohner nachweisbar leiser wird, erhöht sich auch die Akzeptanz, die wir für die Verlagerung von mehr Verkehr auf die Schiene brauchen.

Die 19 Messstationen befinden sich in allen Flächenländern an den Hauptkorridoren des Schienengüterverkehrs und erfassen Tag und Nacht mehr als 70 Prozent der Güterzüge.

Standorte: siehe Anlage. Mehr Informationen: www.laerm-monitoring.de

Erfolgreiches Forschungsprojekt „Innovativer Güterwagen“

Nach knapp drei Jahren Laufzeit liegen die Ergebnisse des Forschungsprojekt „Innovativer Güterwagen“ vor. Das Projekt wurde mit insgesamt rund 20 Millionen Euro durch das BMVI finanziert und von einer Arbeitsgemeinschaft aus DB Cargo und VTG durchgeführt.

Scheuer:

Wir sind mit den Ergebnissen des Projektes hochzufrieden. Die High-Tech-Wagons sind deutlich leiser, verbrauchen weniger Energie und sind über den gesamten Lebenszyklus wirtschaftlicher zu betreiben. Ein echtes Highlight der Schienenverkehrsforschung des BMVI.

Insgesamt wurden im Projekt jeweils drei Prototypen in vier verschiedenen Wagengattungen (Kesselwagen, Containertragwagen, Flachwagen und Autotransporter) aufgebaut, mit innovativen Technologien und Komponenten ausgerüstet und in einer umfassenden Betriebserprobung über 150.000 Kilometer auf Herz und Nieren geprüft.

Ergebnis des Projekts: Die Innovativen Güterwagen

  • unterschreiten den Lärm-Grenzwert der sog. TSI Noise um vier bis sieben dB(A)
  • sind zwischen zwei und drei Prozent energieeffizienter als vergleichbare Referenzwagen
  • sind durch die Innovationen im Fahrzeugbau und bei den eingesetzten Komponenten über den Lebenszyklus wirtschaftlicher.