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Die Universität Passau untersucht mit Partnern aus Forschung und Wirtschaft, wie künstliche Intelligenz die Mobilität im ländlichen Raum verbessert. Das BMVI fördert das Projekt mit rund einer Million Euro.
Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur:

Wir brauchen gleichwertige Lebensverhältnisse für das ganze Land. Zwei Drittel der Menschen in Deutschland leben in Kleinstädten oder auf dem Land. Hier sind Bus oder Bahn kein hundertprozentiger Ersatz, da sie nicht so viel Flexibilität und Freiheit bieten wie ein Auto. Mit künstlicher Intelligenz können wir die Anbindung zwischen Stadt und Land verbessern. Das funktioniert aber nur, wenn wir die Menschen von den smarten Anwendungen begeistern. Deshalb ist es mir auch so wichtig, dass wir bei dem Projekt die Bürgerinnen und Bürger beteiligen.


Das Vorhaben „KIMoNO: KI-basierte typübergreifende Mobilitätsoptimierung in ländlichen Regionen“ wird im Rahmen der Umsetzung der KI-Strategie der Bundesregierung und des KI-Aktionsplans des BMVI unterstützt. Erste Zwischenergebnisse aus dem Vorhaben werden bei der informellen Tagung der Verkehrsminister im Oktober 2020 vorgestellt.
Im Fokus des Forschungsvorhabens stehen vier Punkte:

1. Kognitive Sensorik für Logistikketten und Sicherheit: Das Forschungsteam entwickelt intelligente Sensorsysteme, die mittels Computertomographie wichtige Informationen zum Inhalt von Warentransporten liefern. So lassen sich unnötige Transportwege und Gefahren vermeiden.

2. Dezentrale KI-Infrastruktur für lokale Mobilitätsanwendungen: Hier beschäftigt sich das Team unter anderem mit der Frage, inwieweit Mobilitätsanwendungen direkt an dem Gerät verarbeitet werden können, an dem sie anfallen ("Edge Computing"). Dies soll die Akzeptanz in der Bevölkerung ebenso steigern wie den Datenschutz.

3. KI-basierte Methoden zur Optimierung von Mobilitätsbewegungen: Eine Online-Plattform sammelt und vernetzt Mobilitätsdaten branchenübergreifend und unter Berücksichtigung der Privatsphäre. So könnten beispielsweise Straßenschäden schneller entdeckt und Leerfahrten vermieden werden.

4. Bedarfs- und Akzeptanzanalyse sowie Dialog mit der Gesellschaft: Um neue Methoden der Mobilität nachhaltig zu etablieren, braucht es die Akzeptanz der Bevölkerung. Das Forschungsteam analysiert den bestehenden Bedarf der Bürgerinnen und Bürger. Forscherinnen und Forscher aus dem sozioökonomischen Bereich begleiten das Vorhaben.