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Ende Juli geriet der Bulk-Carrier "Wakashio", im süd-östlichen Teil von Mauritius auf ein Riff. Durch Risse in einem der Tanks läuft seit vergangener Woche Schweröl aus, verbreitete sich in der angrenzenden Lagune und erreichte die Küste. Das Öl verunreinigt die Gewässer und Küsten. In unmittelbarer Nähe des Unfallortes befinden sich sensitive Bereiche wie Naturparks, Fischreservate und Mangrovengebiete.

Vor Ort sind Maßnahmen zur Eindämmung der Verschmutzung angelaufen. Jedoch verfügt Mauritius nicht über ausreichendes Ölwehrgerät und Expertise. Die Republik Mauritius hat internationale Hilfeersuchen gestellt.

Bundesminister Andreas Scheuer:

Die Bilder des Schiffsunglücks vor Mauritius erschüttern mich. Diese Umweltkatastrophe bedroht zahlreiche seltene Tierarten und Naturschutzgebiete. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit - für Mensch und Natur. Deshalb hat die Bundesregierung heute dem Inselstaat schnelle Hilfe angeboten. Unser Havariekommando kann mit Spezialtechnik jederzeit aufbrechen.

Deutschland bietet im Rahmen des Internationalen Übereinkommens über Vorsorge, Bekämpfung und Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Ölverschmutzung (OPRC) seine Unterstützung an, die Schäden dieser Umweltkatastrophe so gering wie möglich zu halten. Konkret können Mitarbeiter des Havariekommandos und weitere Spezialkräfte mit verschiedenen Geräten und Materialien der Küstenländer zur Bekämpfung von Öl an Ufern und Stränden entsendet werden. Das Ziel: die örtlichen Einsatzkräfte schnell dazu befähigen, mit der zur Verfügung gestellten Technik weitere Schäden an Mensch und Natur zu begrenzen.

Das Angebot wurde heute über die Zentralstelle für die Koordination von Notfallmaßnahmen (ERCC) der EU eingestellt. Über das System der Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz (ECHO) werden Hilfsanfragen an die EU-Mitgliedsstaaten weitergeleitet.