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Die E-Mobilität nimmt weltweit zu. Zentrale Herausforderung sind hierbei die Batteriegröße, das Batteriegewicht und die verfügbare Ladeinfrastruktur. Alles Punkte, die auf die Reichweite einzahlen. Ein alternativer Lösungsansatz besteht in der induktiven Energieübertragung zwischen der Fahrbahn und den Fahrzeugen während der Fahrt. In einem Forschungsprojekt entwickeln nun die RWTH Aachen gemeinsam mit Berger Bau und ESW-EnergieSüdwest neue bautechnische Konzepte und Werkstoffsysteme für die dynamische induktive Energieübertragung und erforschen deren Integration in die Infrastruktur.

Bundesminister Andreas Scheuer:

Das Projekt zeigt noch einmal mehr als deutlich, warum unser Ansatz technologieoffen sein muss: Das dynamische induktive Laden hat das Potenzial, viele Herausforderungen der E-Mobilität auf einmal zu lösen. Ob Batteriegröße, Gewicht oder die Verfügbarkeit von Ladesäulen - mit induktivem Laden wäre das Reichweitenproblem gelöst.

BASt-Präsident Stefan Strick:

Die technischen Komponenten sind weitestgehend vorhanden. Mit dem Innovationsprogramms Straße der BASt werden nun die Systemintegration und Konzepte zum kooperativen, wirtschaftlichen Betrieb der Systeme entwickelt. Durch die Forschungsförderung sollen notwendige Innovationsprozesse angestoßen und neue Technologie entwickelt werden.

Vorstand der BERGER BAU SE, Hermann Bock:

Wir sind stolz, als mittelständisches Bauunternehmen unser über Jahrzehnte gewachsenes Know-how im Fahrbahndeckenbau bei diesem Gemeinschaftsprojekt von Staat, Wissenschaft und Wirtschaft einbringen zu können.

RWTH-Dekan der Fakultät Bauingenieurwesen Markus Oeser:

Dynamische induktive Energieübertragung für den Straßengüter- und Personenverkehr heißt, dass Fahrzeuge während der Fahrt die zum Betrieb oder zur Schnellladung erforderliche Energie aus einem Induktionsfeld beziehen. Das Induktionsfeld wird durch Spulen erzeugt, die in die Fahrbahn integriert sind.

Sowohl straßenbauliche Aspekte der Integration induktiver Ladesysteme als auch die energietechnische Anbindung mit erneuerbarer Energie sollen auf dem Demonstrations- und Referenzareal der BASt praktisch erprobt werden. Eine weitere Erprobung im Autobahnnetz ist geplant.