Alle Pressemitteilungen Alle Pressemitteilungen

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Enak Ferlemann, hat heute Förderbescheide für das Forschungsprojekt „eCharge“ an die Firma Eurovia Teerbau GmbH mit ihren Konsortialpartnern Volkswagen AG, Omexom GA Süd GmbH und die Technischen Universität Braunschweig übergeben. Bei dem Projekt geht es um die Entwicklung eines Systems für berührungsloses Laden von Elektrofahrzeugen während der Fahrt. Dabei sollen in den Asphaltbelag von Straßen Induktionsmodule integriert werden.

Ferlemann:

Kabelloses Laden ist für Smartphones bereits Realität, bei E-Fahrzeugen bisher nur Vision. Deshalb unterstützen wir jetzt das berührungslose Laden von E-Fahrzeugen während der Fahrt – und das ganz ohne Oberleitungen. Mit 1,9 Millionen Euro fördern wir das Projekt ‚eCharge‘, um zu schauen, wie unsere Straßeninfrastruktur moderner gestaltet und eine Lademöglichkeit im Asphaltbelag integriert werden könnte. Damit würde sich nicht nur für alle Fahrzeuge – vom Auto bis zum schweren Lkw – die Reichweite immens erweitern, sondern auch der Weg zur Ladesäule gespart werden. Eine spannende Forschung!

Tim Lorenz, CEO EUROVIA Deutschland | VINCI:

Die Förderung von Elektromobilität sowie der Wandel in den Mobilitätsanforderungen ist eng mit dem Bau verbunden. So können wir etwa unserer Verpflichtung zur Erreichung der Klimaziele nur nachkommen, wenn wir Infrastruktur und ihre Funktionen neudenken. Das Forschungsprojekt macht deutlich, dass durch die intensive Zusammenarbeit aller Partner innovative Lösungen sowohl für den Verkehrssektor insgesamt als auch zur Reduzierung von CO2-Emissionen entstehen können. Zudem wird ein gesellschaftlicher Mehrwert geschaffen, indem der Straße, als größte befestigte öffentliche Fläche, mit der induktiven Ladefunktion ein zweiter Nutzen zugeführt wird.

Das Forschungsvorhaben „eCharge“ soll neue Ansätze bei der Interaktion von Straße und Fahrzeug entwickeln. Die induktive Energieübertragung bietet Potenziale, sowohl die Batteriekosten zu senken als auch die Ladeinfrastruktur für die Fahrzeuge zu verbessern. Schwerpunkt ist die Entwicklung eines Gesamtsystems zum induktiven Laden auf Basis von infrastrukturintegrierten Induktionsmodulen in Asphaltstraßen. Im Projekt sind insbesondere straßenbautechnische Lösungen für die Herausforderungen beim Neubau und für Straßen im Bestand zu entwickeln. Auch Fragen eines zuverlässigen Abrechnungsverfahrens sowie eines ökonomischen Betriebs des Systems werden in dem Projekt adressiert.

Das Projekt „eCharge“ wird im Rahmen des Bundesförderprogramms „Innovationsprogramm Straße“ finanziert und von der Bundesanstalt für Straßenwesen begleitet.

Das Projekt „eCharge“ ist eins von zwei Forschungsvorhaben im Bereich induktives, dynamisches Laden. In beiden Vorhaben werden erste Versuche vor Ort durchgeführt und ausgewertet. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse wird (voraussichtlich im Jahr 2022) jeweils ein funktionsfähiger Demonstrator auf dem Demonstrations-, Untersuchungs- und Referenzareal der BASt (duraBASt) errichtet und getestet. Eine weitere Erprobung im Autobahnnetz ist geplant.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.bast.de/forschungsfoerderung