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Games - Made in Germany

Quelle: BMVI

Games ermöglichen den sozialen Austausch und die Kommunikation zwischen den Menschen. Lernspiele helfen bei der Vermittlung von Lernstoff und Wissen in Zeiten, in den Schulen geschlossen bleiben müssen. Die Computerspieleindustrie ist eine Wachstumsbranche, die sich als relevanter Wirtschaftsfaktor etabliert hat und einen Pool für hochqualifizierte Arbeitskräfte im Digitalsektor bildet. Sie ist eine digitale Kreativbranche, deren Innovationen Eingang in andere Wirtschaftsbereiche finden.

Die deutsche Computerspielebranche steht vor großen Herausforderungen. Deshalb unterstützt das BMVI mit dem Deutschen Computerspielpreis und dem Förderprogramm für Games-Entwickler die Branche mit insgesamt über 250 Millionen Euro. Darüber hinaus hat das BMVI intern mit einem eigenen Referat die notwendigen organisatorischen Strukturen geschaffen, um das Thema Games weiter nach vorne zu bringen. Die Games-Strategie legt nun erstmalig die bundespolitischen Leitplanken für eine ganzheitliche Games-Politik fest.

Bundesminister Andreas Scheuer:

Wir haben im engen Austausch mit der Branche den Games-Standort Deutschland analysiert und daraus bundespolitisch relevante Handlungsfelder, die weit über die finanzielle Förderung hinausgehen, abgeleitet. Die Strategie bildet die Grundlage für einen fortlaufenden Dialog mit allen relevanten Akteuren in der Bundesregierung, den Ländern, der Wirtschaft, der Kultur und der Wissenschaft. Gemeinsam stellen wir uns der Herausforderung, den Games-Standortes Deutschland weiterzuentwickeln und als Leitmarkt im internationalen Wettbewerb zu etablieren.

Das BMVI setzt sich vier übergeordnete strategische Ziele, um den Standort Deutschland für Computerspiele zu stärken:

1. Deutschland als Leitmarkt für Computerspiele etablieren:

Es gilt,

  • vorhandene erfolgreiche Formate wie die Gamescom und den DCP gezielt zu nutzen,
  • ein koordiniertes Standortmarketing auch mit Blick auf internationale Fachkräfte zu entwickeln,
  • Förderaktivitäten zwischen Bund und Ländern enger abzustimmen,
  • die Gamesbranche durch nationale und EU-Rechtssetzung im internationalen Wettbewerb zu stärken.

2. Marktentwicklung für Computerspieleproduktion unterstützen:

Es gilt,

  • Geeignete Hubs (bspw. Shared / Co-Workspaces und Inkubatoren) zu schaffen,
  • Förderbedingungen und Bewilligungsprozesse permanent zu prüfen und anzupassen,
  • Möglichkeiten für Crowdfunding und weitere neue Finanzierungsmodelle zu optimieren und für Vertrauen in die Games-Branche zu werben,
  • deutsche Studios zu fördern und ausländische Unternehmen anzusiedeln,
  • Fachkräftemangel durch Medienkompetenzbildung und ausländische Fachkräfte vorzubeugen,
  • vorhandene Ausbildungs- und Studienangebote stärker auf Games auszurichten,
  • betriebswirtschaftliches Know-how innerhalb der Branche durch Weiterbildungsangebote zu stärken.

3. Innovation durch Games stärken:

Es gilt,

  • Die Stärken des Sektors im agilen Arbeiten bei kurzen Innovationszyklen und seine Digital- und Medienkompetenz sowie den Technologietransfer branchenübergreifend nutzbar machen,
  • branchenübergreifende Netzwerke schaffen,
  • Hochschulen und Forschungseinrichtungen noch besser mit der Games-Branche verknüpfen,
  • gezielte finanzielle Förderung von Verbundprojekten aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie die Bildung von thematischen Clustern.

4. Potenziale von Games für die Gesellschaft nutzen:

Es gilt,

  • Computerspiele als barrierefreies Medium für alle Gesellschaftsgruppen zu gestalten,
  • die Zusammenarbeit und Integration der Games-Branche in die Kunst- und Kulturbranche zu fördern,
  • Serious Games als wirksames Hilfsmittel in allen Bildungsbereichen anzuerkennen,
  • den Dialogs zur Anerkennung der Gemeinnützigkeit von E-Sport-Vereinen zu intensivieren,
  • eine breite gesellschaftliche Anerkennung und Vertrauen für Gamer und die Branche zu schaffen.

Die gesamte Strategie sowie Informationen zur Gamesförderung des BMVI finden Sie hier: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/DG/games-strategie.html