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Heute hat Bundesminister Andreas Scheuer gemeinsam mit Ministerpräsident Markus Söder und Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert in einer Videokonferenz die Entscheidung verkündet, dass Pfeffenhausen bei Landshut ein Standort des Innovations- und Technologiezentrum Wasserstoff unter dem Dach des Deutschen Zentrum Mobilität der Zukunft wird.

Bundesminister Andreas Scheuer:

Wir schaffen Zukunft mit H2. Deswegen spannen wir das Innovations- und Technologiezentrum Wasserstoff über ganz Deutschland. Das Ergebnis unseres Standortwettbewerbs ist 3 plus 1: Chemnitz, Duisburg, Pfeffenhausen und Norddeutschland. Damit wollen wir die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie im Westen, Osten, Süden und Norden unterstützen – ganzheitlich. Die Standorte greifen dabei die unterschiedlichen Bedürfnisse der Industrie auf und haben verschiedene Schwerpunkte. Denn es ist uns wichtig, dass jeder Standort seine Stärken mit einbringt. Pfeffenhausen beispielsweise im Bereich der kryogenen Betankungstachnologien. Insgesamt nehmen wir damit alle Verkehrsträger wie Schiene, Schiff, Auto und Flieger in den Blick. Nur so können wir die Arbeitsplätze in Deutschland erhalten und unsere Mobilität gleichzeitig klimafreundlich gestalten. Damit die Standorte schnell ihre Arbeit aufnehmen können, stellen wir bis Ende 2024 bis zu 290 Millionen Euro zur Verfügung – davon gehen bis zu 100 Millionen Euro nach Niederbayern. Die Länder greifen den Projekten zusätzlich auch noch unter die Arme. Mit der heutigen Entscheidung gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg, Deutschland zum „Wasserstoffland“ zu machen.

Ministerpräsident Markus Söder:

Bayern gewinnt das Wasserstoff-Casting: Wir bilden den Südpol beim Wasserstoff in Deutschland. Der Bund fördert den Bau das Anwendungszentrum in der Region Niederbayern bei Landshut. Bayern soll international führend für Wasserstoff und Brennstoffzellen werden.

Zum Innovations- und Technologiezentrum Wasserstoff (ITZ):

Brennstoffzellentechnologie in Deutschland zu fördern ist unser Antrieb bei der Schaffung des ITZ. Mit dem ITZ setzt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) eine Maßnahme der Nationalen Wasserstoffstrategie von Juni 2020 um. Mit dem Wasserstoffzentrum soll eine Entwicklungs- und Testeinrichtung geschaffen werden, die Angebote vorhält die so am Markt nicht bzw. nicht ausreichend zur Verfügung stehen. Eine besondere Fokussierung soll dabei auf der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Startups, Gründern sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen liegen. Im internationalen Kontext soll das ITZ zudem einen Beitrag dazu leisten, technische und ökonomische Standards zu setzen. Das ITZ soll Teil des Netzwerks des Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft werden.

Zum Pfeffenhausener Konzept:

Zielsetzung und inhaltliche Ausrichtung

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  • Schlüsselinnovation und Markteintritt fördern
  • Prüf- und Entwicklungsumgebungen für Markteintrittsförderung und Mittelstandsaktivierung
  • Technologieführerschaft und Standardisierung
  • Wissenstransfer / Beratung KMU und Start-Ups / Gründungsumgebung
  • Starker Fokus internationale Sichtbarkeit und Vernetzung (internationale Industriekooperationen)
  • Konzept sieht eine vier Säulen-Struktur vor:

    • Transferzentrum Forschung
    • Gemeinnützige Einrichtungen
    • Gewerbliche Einrichtungen
    • Externe Partner

Zeitliche Dimension

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  • Baubeginn in 2022, Einsatzfähigkeit 2025

Technische Ausrichtung

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  • BZ-Antriebstechnik, BZ-Stacks, Druckgas- und kryogene Tanktechnologien (u.a. Hochsicherheitsstände für Brandprüfungen
  • Fokus auf Liquid- und Kryotechnik

Verkehrsbereiche

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  • PKW
  • Nutzfahrzeuge (LKW und Busse)
  • Komponenten für (Leicht-) Luftfahrt und (Binnen-) Schifffahrt

Standortkonzept

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  • Einzelstandort (Greenfield) mit Neubau und Anbindung an den geplanten HyBayern Elektrolyseur Landshut / Einbindung in die HyPerformer Wasserstoffregion HyBayern

Konsortialpartner und Federführer

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  • Hynergy GmbH
  • Planungs- und Entwicklungsunternehmen
  • TÜV Süd

Weitere Unternehmen / Branchen

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  • OEM der Automobilindustrie und Nutzfahrzeuge (u.a. BMW, Daimler, MAN)
  • (KMU) Zulieferindustrie des Antriebstrangs
  • KMU u.a. in den Bereichen Kompressoren, Maschinenbau, New Mobility
  • Luft- und Raumfahrt (u.a. Airbus, Ariane)

Weitere Cluster und Netzwerke

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  • Wasserstoffcluster und H2-Zentren
  • Energiecluster
  • Elektronikcluster

Weitere Partner in der Wissenschaft

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  • TUM München, FAU Nürnberg-Erlangen
  • HS Landshut, Techn. HS Ingolstadt
  • Fraunh. IIS + IISB + ISE (Freiburg)
  • Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg

Zum Standortwettbewerb:

Aus der ersten Wettbewerbsphase zur Teilnahme an der Machbarkeitsstudie zur weiteren Standortauswahl des ITZ gingen 3 Standorte im April dieses Jahres als Gewinner hervor. Dies waren die drei Standorte Chemnitz, Duisburg und Pfeffenhausen im Landkreis Landshut. Ein norddeutsches Cluster für maritime und Luftfahrtanwendungen aus Bremerhaven, Hamburg und Stade wurde zusätzlich zur Erstellung einer Machbarkeitsstudie ausgewählt. Das BMVI hat für die Bewertung der Standortkonzepte und zur Analyse der Machbarkeit einen Dienstleister, ein Konsortium um die Prognos AG, mit der Durchführung beauftragt. Nach einem intensiven Bewertungsverfahren der einzelnen Standortkonzepte zur Umsetzung des ITZ und der Erhebung konkreter Bedarfsanforderungen unter Einbeziehung der Industrie im Bereich Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie steht nun die Standortwahl fest.

Zum Deutschen Zentrum Mobilität der Zukunft (DZM):

Mit dem Zentrum Mobilität der Zukunft soll ein über mehrere Standorte verteilter Ort geschaffen werden, an dem die Mobilität von Morgen neu gedacht und entwickelt wird. Das Zentrum soll auf Basis neuer technologischer Möglichkeiten Antworten darauf finden, wie sich Menschen fortbewegen und Waren transportiert werden können.
Das DZM soll den notwendigen Freiraum schaffen, kreativ, quer-denkend, interdisziplinär und innovativ zukunftsweisende Mobilitätskonzepte zu erdenken (Think Tank), zu entwickeln (Entwicklungszentren) und in der Praxis unmittelbar zu erproben (Praxiscampus).
Eine wissenschaftliche Anbindung soll über entsprechende Lehrstühle mit einer engen Zusammenarbeit mit der Industrie über gemeinsame Forschungs- und Innovations-Vorhaben erfolgen. Dabei geht es auch um die Erprobung neuer Technologien bis hin zur Marktreife und um die Unterstützung bis zur Gründung von neuen Unternehmen. Entwicklungsschwerpunkte sind hierbei u.a. Wasserstofftechnologien, synthetische Kraftstoffe, innovative Logistikkonzepte und vor allem auch digitale, plattformbasierte Mobilitätskonzepte.