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Der langjährige Leiter des Havariekommandos, Leitender Polizeidirektor Hans-Werner Monsees, scheidet mit Ablauf des 30. November 2021 altersbedingt aus dem Dienst aus. Sein Nachfolger, Fregattenkapitän Dr. Robby Renner, wird zum 1. Dezember 2021 seinen Dienst antreten. Bei einem gemeinsamen Termin in Berlin hat Bundesminister Andreas Scheuer den beiden gratuliert.

Scheuer:

Herr Monsees hat das Havariekommando mit aufgebaut und über zwei Jahrzehnte geprägt. Ich danke Herrn Monsees für seine geleisteten Dienste und spreche ihm meinen höchsten Respekt für seine uneingeschränkte Einsatzbereitschaft an der Spitze des Havariekommandos aus. Nicht zuletzt durch seine exzellente Arbeit bei Großschadenslagen, wie bei der Havarie der MSC ZOE, ist das Havariekommendo auch international hoch anerkannt. Seinem Nachfolger wünsche ich immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel bei der Erfüllung dieser verantwortungsvollen Aufgabe. Als langjähriger Stabsoffizier und zuletzt Kommandeur der Stützpunktgruppe des Marinefliegergeschwaders 3 ist er aufgrund der Kooperation in der Ölüberwachung zwischen Verkehrs- und Verteidigungsministerium bereits mit den Aufgaben des Havariekommandos vertraut und damit bestens geeignet.

Zum Havariekommando:

Das Havariekommando ist Deutschlands einzige Einsatzorganisation für maritime Großschadenslagen und gewährleistet ein gemeinsames Unfallmanagement auf Nord- und Ostsee mit bislang 86 erfolgreich bewältigten Schadenslagen. Es ist eine gemeinsame Einrichtung des Bundes und der fünf norddeutschen Bundesländer und hat am 1. Januar 2003 seinen Dienst aufgenommen.

Das Havariekommando bündelt die Verantwortung für die Planung, Vorbereitung, Übung und Durchführung von Maßnahmen zur Verletztenversorgung, zur Schadstoffunfallbekämpfung, zur Brandbekämpfung, zur Hilfeleistung und zur Gefahrenabwehr bezogenen Bergung sowie einer strukturierten Öffentlichkeitsarbeit bei komplexen Schadenslagen auf See. Es verfügt über keine eigenen Einsatzkräfte und arbeitet deshalb mit vielen Partnern auf Bundes- und Länderebene zusammen.

Die gemeinsame Einrichtung hat ihren Sitz in Cuxhaven und beschäftigt derzeit rund 45 Personen. Im Alltag bildet sie das Kompetenzzentrum für Maritime Notfallvorsorge. Bei komplexen Schadenslagen wird ein Havariestab einberufen, der das einheitliche und koordinierte Vorgehen aller Einsatzkräfte des Bundes und der Küstenländer ermöglicht. Mit dem Havariestab wird die unmittelbare, zielgerichtete und umfassende Bekämpfung der Auswirkungen und Folgewirkungen von maritimen Schadensereignissen unter einer einheitlichen und strukturierten Führung sichergestellt.