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Zwei Vorstudien und ein Reallabor haben heute von Bundesminister Andreas Scheuer eine Förderung in Höhe von insgesamt über 11 Millionen Euro erhalten.

Bundesminister Andreas Scheuer:

Bundesminister Andreas Scheuer: "Die von uns geförderten Studien und Projekte verbessern die medizinische Versorgung im ländlichen Raum, überwachen mit modernster Sensorik den Zustand unserer Infrastruktur und ermöglichen mit intelligenten Algorithmen ganzjährig hochautomatisierte Ridesharing-Dienste. Sie zeigen: Neue Mobilität ist intelligent, vernetzt und auf die Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet. Im Zusammenspiel mit Künstlicher Intelligenz wird sie unser Leben erleichtern und verbessern.

Brandenburgs Infrastrukturminister Guido Beermann:

Die Lausitz ist als Testregion für das Projekt ,AI-Rescue‘ hervorragend geeignet. Die Erforschung von Einsatzmöglichkeiten innovativer Technologien der Künstlichen Intelligenz wird hier und weit darüber hinaus Pionierarbeit für das Rettungswesen leisten. In einer Machbarkeitsstudie werden jetzt konkrete Potentiale für eine Verbesserung von Mobilitätsaspekten der Rettungskette durch künstliche Intelligenz identifiziert. Die Entscheidung des Bundes, dieses AI-Projekt in Brandenburg zu fördern, ist deshalb goldrichtig.

Landrat Martin Neumeyer:

Zusammen mit starken Partnern werden wir im Landkreis Kelheim die Entwicklung einer hochmodernen Technologie für eine zukunftsweisende öffentliche Verkehrsform vorantreiben. Die Erkenntnisse, die wir aus „KelRide“ gewinnen, dienen als möglicher Lösungsansatz für vergleichbare Mobilitätssysteme in anderen Gebieten, um die regionale Erreichbarkeit der Bevölkerung nachhaltig zu sichern.

Prof. Tomas Sauer, Universität Passau:

Hochgenaue Karten sind eine wesentliche Voraussetzung für hochautomatisiertes Fahren. Dieses Projekt soll konkrete Forschungsfragen definieren und Stakeholder zusammenbringen, um Informationen über den Zustand der Infrastruktur in die Karte zu integrieren und automatisiert zu aktualisieren. Ein wesentlicher Aspekt hierbei ist die Identifizierung relevanter Information in großen Daten-mengen, wofür datengetriebene KI-Methoden unumgänglich sind.

Neben der Förderung von KI-Projekten fördert das BMVI zahlreiche Innovationen mit KI-Bezug u.a. im Rahmen des datenbasierten Förderprogramms mFUND, der Strategie des automatisierten und vernetzten Fahrens, dem Förderprogramm „Innovative Hafentechnologien“ und dem Förderprogramm zur „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“.

Zu den Projekten:

AI-Rescue

Im Mittelpunkt von AI-Rescue stehen die Entwicklung einer Simulation als Demonstrator für den Einsatz von KI im Rettungswesen am Beispiel der “Modellregion Gesundheit Lausitz” sowie die Analyse der gegenwärtigen politischen, ökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Im Vorhaben werden konkrete Potenziale der für eine Verbesserung von Mobilitätsaspekten der Rettungskette durch KI identifiziert.
Fördersumme: 99.486,20 €
Projektpartner: Björn Steiger Stiftung, Brandenburgisches Institut für Gesellschaft und Sicherheit gGmbH, Brandenburgische Technische Universität Cottbus Senftenberg, Hasso-Plattner-Institut

AK-KII

Ziel von AK-KII (Adaptive Karten für KI-basierte Infrastrukturüberwachung) ist es, den Stand der Sensortechnik zu erheben, interdisziplinäre Kompetenzen zur KI-basierten Infrastrukturüberwachung für hochautomatisierte Mobilität zu bündeln und konkrete Forschungsfragen für ein Verbundvorhaben zu identifizieren. Ziel ist es, exemplarisch die kontinuierliche, zerstörungsfreie und automatisch dokumentierte Infrastrukturüberwachung zu demonstrieren.
Fördersumme: 123.574,29 €
Projektpartner: Universität Passau, Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen

KelRide

Mit dem neuen Projekt KelRide wird das autonome Fahren im Landkreis Kelheim weiterentwickelt. Durch eine in den ÖPNV eingebundene gemischte Flotte von hochautomatisierten und konventionellen Shuttles sollen Passagiere im Betriebsgebiet befördert werden. Ziel des KelRide-Projekts ist die Einführung eines autonomen On-Demand Ride-Pooling-Dienstes, der direkt in das öffentliche Verkehrsnetz integriert wird und unter allen Wetterbedingungen betrieben werden kann. Dazu wird ein bedarfsgerechter Ridepooling-Dienst für den Landkreis etabliert, der mit elektrischen und hochautomatisierten Shuttles arbeitet. Der Dienst wird Teil des ÖPNV im Landkreis Kelheim und auf einer Plattform betrieben, die die branchenführenden Technologien und Erfahrungen der Konsortialpartner in den Bereichen autonome Fahrzeuge, Flottenmanagement und On-Demand Mobilität in einer modernen Mobilitätslösung integriert.
Zudem sollen im Projekt die Planungs- und Prüfprozesse für die zukünftige Begutachtung neuartiger hochautomatisierter Fahrzeuge für den Einsatz im Realbetrieb ab 2023 erarbeitet werden. Das Vorhaben soll als skalierbare Blaupause für eine Vielzahl von Städten und Landkreisen deutschlandweit dienen.
Fördersumme: 10,9 Mio. €
Projektpartner: EASYMILE GmbH, Landkreis Kehlheim, TÜV Rheinland Intertraffic GmbH, Technische Universität Berlin, ViaVan GmbH, P3 Automotive GmbH