icon-event Aktuelle Termine
  • Beginn

    icon-event 14.09.202110:00 Uhr

  • Ende

    icon-event 14.09.2021 11:30 Uhr

  • Ort

    Webmeeting

Einleitung Ingeborg Esser, GdW:

Ohne Digitalisierung wird es die Wohnungswirtschaft nicht schaffen, zeitnah klimaneutral zu werden. Es bedarf einer kohärenten Strategie und einer soliden Datengrundlage, um einen präzisen Blick auf die Wohnungsbestände und das Verhalten der Bewohnerinnen und Bewohner zu erlangen. Hier bedarf es eines neuen Verständnisses für Datenschutz und eines Ausgleichs der Interessen aller Beteiligten. So lassen sich die bestehenden Einsparpotenziale heben.

Vortrag 1: Felix Lüter, Initiative Wohnen 2050

Für die Wohnungswirtschaft ist es eine echte Herkulesaufgabe, bis 2045 klimaneutral zu sein. Der lange Lebenszyklus von mehr als 80 Jahren und Investitionszyklen von 40 Jahren erschweren ein schnelles umsteuern. Daher muss in dieser Branche besonders langfristig gedacht und geplant werden: Notwendig ist die Entwicklung einer umfassenden Klimastrategie, um empirisch fundiert die richtigen Zielbilder abzustecken und mit Maßnahmen zu hinterlegen. Die Zielerreichung muss kontinuierlich geprüft und bei Bedarf nachgesteuert werden. Bis Mitte der 2020er Jahre muss der Zielkurs dem Grunde abgesteckt und die Unternehmen auf dem Weg sein. Die Initiative Wohnen 2050 bietet hierfür einen umfassenden Instrumentenkasten und ein Forum für die Wohnungswirtschaft - auch im Bereich Digitalisierung.

Die Präsentation finden Sie hier.

Vortrag 2: Prof. Grinewitschus, EBZ Business School Bochum

Die Digitalisierung der Heizungstechnik kann einen wichtigen Beitrag leisten, um die Wohnungswirtschaft schnell nachhaltiger zu machen. Die Art und Weise wie geheizt und gelüftet wird, hat einen erheblichen Einfluss auf die Energieeffizienz des Gebäudes. Das ist ein Ergebnis eines laufenden Forschungsvorhabens, in dem 100 Gebäude von 6 Wohnungsunternehmen in 21 Städten digital nachgerüstet und vermessen werden.. Erst wenn wir auf Basis digitaler Systeme messen, können wir die Betriebsführung, Wärmeverteilung und energieeffizientes Verhalten der Bewohnerinnen und Bewohner empirisch fundiert optimieren. Unsere Forschung hat gezeigt: Aktuell haben die meisten Heizanlagen eine schlechte Witterungsführung und halten viel zu hohe Vorlauftemperauren vor. Hier können und müssen wir viel smarter werden.

Die Präsentation finden Sie hier.