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Vernetzt auf der Autobahn

Quelle: BMVI

Ziel der Bundesregierung ist, die Potenziale digitaler Mobilität zu erschließen. Daher fördert die Bundesregierung innovative Technologien wie das automatisierte und vernetzte Fahren. Damit können die Verkehrssicherheit und Verkehrseffizienz erhöht und die Emissionen reduziert werden.

Digitale Testfelder im öffentlichen Straßenraum sind wesentlicher Bestandteil der Innovationsförderung und haben verschiedene gesellschaftliche Gruppen im Fokus. Das BMVI unterstützt Erprobungen neuer Technologien auf digitalen Testfeldern - auf allen Straßenkategorien und grenzüberschreitend. Wirtschaft und Forschung können so Erfahrungen im Realverkehr und in Fahrsituationen unterschiedlicher Komplexität gewinnen. Die Politik erhält die Erkenntnisse als Grundlagen für verkehrspolitische Entscheidungen. Bürgerinnen und Bürgern können auf Testfeldern die Potenziale der neuen Technologien "anfassbar" erleben.

Die Durchführungen von Erprobungen neuer Technologien auf Testfeldern im öffentlichen Verkehrsraum liegen in der Verantwortung der Nutzenden. Erprobungen von automatisierten Fahrfunktionen sind grundsätzlich überall in Deutschland möglich. Regelungen zu Erprobungsfahrten finden sich in den straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften, insbesondere in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Die Umsetzung dieser bundesweit geltenden straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften (beispielsweise die Erteilung von Genehmigungen) ist Aufgabe der zuständigen Behörden in den Ländern. Aufgrund des geltenden Rechts in Deutschland werden in der Praxis Erprobungsfahrten von Fahrzeugen mit automatisierten Fahrfunktionen im öffentlichen Verkehrsraum mit ständig eingriffsbereiten Fahrerinnen bzw. Fahrern durchgeführt. Die Fahrzeugsysteme müssen entweder übersteuerbar oder abschaltbar sein.

Digitales Testfeld Autobahn

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Auf der Bundesautobahn A9 in Bayern, eine der am meisten frequentierten Autobahnen in ganz Deutschland, wurde das Digitale Testfeld Autobahn (DTA) eingerichtet. Das BMVI betreibt das DTA gemeinsam mit dem Freistaat Bayern. Es wird vom Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA) und dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) unterstützt.

Seine besondere infrastrukturseitige Ausstattung macht das DTA zu einem innovativen Erprobungsraum für zukunftsweisende Systeme und Technologien wie das automatisierte und vernetzte Fahren durch Automobil- und Zulieferindustrie, Telekommunikationsunternehmen und Forschungseinrichtungen. Auf dem Testfeld stehen unter anderem eine lückenlose Abdeckung mit Highspeed-LTE-Mobilfunk und ein 5G-Testfeld zur Verfügung. Weiterhin können über den Mobilitäts Daten Marktplatz (MDM) für alle Nutzer des Testfeldes Mobilitätsdaten standardisiert aufbereitet und verfügbar gemacht werden. Über besondere Straßenausstattungen, wie z. B. Schutzeinrichtungen mit Reflektoren und besondere Schilder, die der Erprobung verschiedener Sensorikmodelle (Radar, Laser, LiDAR, Kameras etc.) dienen, werden die Fahrzeuge beim Umgebungsabgleich unterstützt.

Des Weiteren werden auf dem Digitalen Testfeld Autobahn innovative Ansätze für die intelligente Straßeninfrastruktur erprobt und Rückschlüsse für eine zweckmäßige und zukunftsweisende Ausgestaltung der Straßeninfrastruktur gewonnen.

Die Kombination einer modernen Straßeninfrastruktur und der Bereitstellung aktueller Übertragungstechnologien, machen das Digitale Testfeld Autobahn zu einer einzigartigen Erprobungsmöglichkeit für Automobilindustrie, Zulieferer, Telekommunikationsunternehmen und Forschungseinrichtungen.

Vorhaben der intelligenten Infrastruktur auf dem DTA

Digitale Testfelder in Städten

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Ausgehend von der rasanten technologischen Entwicklung und einem sich verstärkenden internationalen Wettbewerb gilt es, die Entwicklungsschritte für das automatisierte und vernetzte Fahren im ländlichen und städtischen Bereich zu unterstützen. Im Realverkehr sind Erkenntnisse zu komplexen Fahrsituationen zum Beispiel an Ampeln, Kreuzungen, beim Zusammenwirken mit nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmern zu erlangen und somit das Zusammenspiel von Autobahn-, Land- und Stadtverkehr zukunftssicher auszurichten.

Das BMVI unterstützt Vorhaben auf verschiedensten digitalen Testfeldern im städtischen und ländlichen Raum. Anwendungsnahe und innovative Vorhaben werden durch Mittel der Forschungsförderung unterstützt.

Forschung beim AVF

Digitales Testfeld Deutschland-Frankreich-Luxemburg

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Das BMVI unterstützt zudem die grenzüberschreitende Erprobung von Technologien für das automatisierte und vernetzte Fahren. Aus der „Deutsch-Französischen Initiative Elektromobilität und Digitalität“ entstand das grenzüberschreitende Digitale Testfeld Deutschland-Frankreich, dem Luxemburg beigetreten ist. Damit wurde ein europäisches Leuchtturm-Projekt im Herzen Europas geschaffen und das gemeinsame Engagement für eine zukunftsfähige, effiziente und nachhaltige europäische Verkehrs- und Wirtschaftspolitik bekräftigt.

Ziel des Testfelds sind die Erprobungen für die Funktionssicherheit automatisierter Fahrfunktionen im grenzüberschreitenden Verkehr, die Verknüpfung automatisierter Fahrfunktionen mit dem vernetzten Fahren einschließlich der Verbindung zu Intelligenten Verkehrssystemen (IVS), Forschung zu Auswirkungen und Effekte des automatisierten und vernetzten Fahrens sowie Herausforderungen im Zusammenhang mit der Erzeugung, Verarbeitung, Speicherung, Weitergabe und Verwertung von Daten für das automatisierte und vernetzte Fahren.

Das Testfeld läuft von Merzig über Saarlouis und Saarbrücken in Deutschland nach Metz in Frankreich sowie über die Region Bettemburg in Luxemburg. Alle Straßenkategorien (Autobahnen, Landstraßen, kommunale Straßen) können für Erprobungen genutzt werden. Partner auf deutscher Seite sind neben dem BMVI, das Saarland, die Stadt Merzig und die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes.

Das Konzept für das grenzüberschreitende Digitale Testfeld ist hier als Download verfügbar.

Kontaktstellen

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Die Kommunikations- und Koordinierungsplattform Automatisiertes Fahren (KOAF) steht für allgemeine Anfragen zu den Testfeldern oder bei Interesse an deren Nutzung unter E-Mail: koaf[at]bmvi.bund.de oder Telefon: 030 18-300-6247/-6248 zur Verfügung.

Anfragen zur intelligenten Infrastruktur auf dem Digitalen Testfeld A9 können an das Referat Straßenverkehrstelematik, Rastanlagen beim BMVI unter Ref-StB12[at]bmvi.bund.de gerichtet werden.