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Mehrere Fußgänger überqueren eine Straße

Quelle: Adobe Stock / Rainer Fuhrmann

Zufußgehen ist die älteste und beliebteste Art der Fortbewegung. Über 80 % der Deutschen gehen gerne oder sogar sehr gerne zu Fuß. Fast jeder dritte Weg wird zu Fuß zurückgelegt. Das Zufußgehen nimmt insbesondere bei Frauen, älteren Menschen und Kindern einen bedeutenden Stellenwert für die Erhaltung der Alltagsmobilität ein, denn diese Bevölkerungsgruppen gehen am häufigsten zu Fuß. Am höchsten ist der Fußverkehrsanteil bei den über 80-Jährigen mit 34 %.

Der Fußverkehr ist aber nicht nur eine eigenständige Verkehrsart, sondern zudem auch Bestandteil jeder anderen Mobilitätsform, indem er andere Verkehrsträger miteinander verbindet. Insbesondere bei der Stärkung des Umweltverbunds aus öffentlichem Nahverkehr (ÖPNV), Fahrrad- und Fußverkehr nimmt der Fußverkehr nicht nur auf dem Weg zu ÖPNV-Haltestellen eine zentrale Rolle ein. Daher muss der Fußverkehr grundsätzlicher Bestandteil jeder Mobilitätsstrategie sein. Zufußgehen muss dabei insgesamt sicherer und attraktiver werden.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wird unter Einbindung von Expertinnen und Experten sowie der Länder im Rahmen einer Dialogveranstaltung, die für das 1. Halbjahr 2021 geplant ist, eine Fußverkehrsstrategie entwickeln. Ziel ist die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse für zu Fuß Gehende in Deutschland durch die Stärkung der Sicherheit und Attraktivität des Fußverkehrs auf allen föderalen Ebenen als Teil einer modernen Mobilität.

Förderung des Fußverkehrs

Die Förderung der Sicherheit und Attraktivität des Fußverkehrs umfasst Maßnahmen aus unterschiedlichen Handlungsfeldern:

  • Im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) förderte und fördert das BMVI zum Förderschwerpunkt „Schnittstelle zum Fußverkehr“ acht nicht-investive Modellvorhaben mit einem Volumen von über 2 Mio. Euro in dem Förderzeitraum von 2015 - 2023. Nähere Informationen finden Sie auf dem Fahrradportal.
  • Im Innovationsprogramm mFUND werden weitere acht Projekte mit Bezug zum Fußverkehr gefördert.
  • Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) forscht zurzeit an dem Projekt „Entwicklung von Einsatzkriterien für Fußgängerschutzanlagen mit unterschiedlichen Grundstellungen“.
  • Stärkung des Fußverkehrs im Rahmen der Zuständigkeiten des BMVI – vor allem mit Blick auf die Verkehrssicherheit, u.a. durch Verkehrsaufklärungsmaßnahmen, wie Kampagnen und Zielgruppenprogramme in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (z.B. „Sicher mobil, „Käpt’n Blaubär-Verkehrsfibel“), durch Modellprojekte, Forschungen und einen geeigneten Rechtsrahmen.