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Projektillustration: DG4MaaS (Quelle: Fachhochschule Potsdam)

Quelle: Fachhochschule Potsdam

Projektbeschreibung

Innovative Mobilitätsangebote erfordern den umfassenden Austausch von Daten und die Vernetzung von Serviceangeboten. Neben der Lösung von technologischen Problemen ist hierzu der Aufbau von tragfähigen Geschäftsstrukturen erforderlich, die insbesondere auch geeignete Data-Governance Regeln beinhalten. Das Fehlen entsprechender Strukturen stellt heute das größte Umsetzungshemmnis bei der Einführung von Mobilitätsinnovationen dar. DG4Maas zielte auf die Etablierung von Governance-Regeln für intermodale Mobilitätsdienstleistungen, u.a. im ÖPNV, ab. Die Entwicklung technischer Systeme ist hier weit fortgeschritten, nicht jedoch die Ausgestaltung der akteursübergreifenden Geschäftsstrukturen. Neben Daten wurde die Vernetzung komplexerer Services einschließlich ihrer Geschäftsprozesse betrachtet.

Ergebnisse und Wirkungen

Die Analysen des Projektes zeigen, dass Daten, Informationen und insbesondere auch die diese nutzenden Services bei der Ausgestaltung von intermodalen Mobility-as-a-Service (MaaS) Angeboten eine weiter zunehmende Rolle einnehmen. Initiiert durch die Richtlinien und Verordnungen der europäischen Kommission werden öffentliche Institutionen dazu angehalten, Daten für kommerzielle und nicht-kommerzielle Nutzungen zur Verfügung zu stellen. Neue Mobility-as-a-Service Angebote, die einen nachhaltigen Beitrag zu der Umgestaltung unseres Mobilitätssystems liefern, bedingen eine umfassende Kooperation aller am System beteiligten Akteure. Hierdurch entstehen auf die jeweiligen Mobilitätsanforderungen und Bedürfnisse zugeschnittene Wertschöpfungsnetzwerke, die spezifische Ausprägungen sowie eine hohe Komplexität aufweisen. Governance-Regeln müssen auf diese Wertschöpfungskomplexität reagieren. Dem gegenüber steht die Anforderung, dass Mobilität nicht nur im lokalen, sondern auch im nationalen bzw. europäischen und internationalen Kontext stattfindet. Überregional aktive Akteur*innen sollten mit den regionalen Akteur*innen gemeinsam Governance-Regeln aufstellen. Dies setzt jedoch voraus, dass ein gegenseitiges Verständnis zwischen lokaler und über-regionaler Agenda geschaffen wird. Technische Voraussetzung hierfür ist die Standardisierung zentraler Schnittstellen zwischen den Systemen, die im Vergleich zu der Ausgestaltung der Businesskooperationen weit fortgeschritten ist.

Zuwendungsempfänger

Fachhochschule Potsdam

  • FKZ: 19F1024A
Projektvolumen99.658
(davon 100 % Förderanteil durch BMVI)
Projektlaufzeit09/2017 - 08/2018
AnsprechpartnerFachhochschule Potsdam
Prof. Dr. Michael Ortgiese
Tel.: +49 331 580-1322
E-Mail: ortgiese@fh-potsdam.de