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Visualisierung mit Text: Schwere Verkehrsunfälle passieren selbst bei 0 km/h. Kopf drehen, Radfahrende sehen!

Quelle: Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V.

Ob mit dem Rad, dem E-Scooter oder einem motorisierten Zweirad, die Nutzung dieser Verkehrsmittel ist beliebt, umweltfreundlich und eine Parkplatzsuche erübrigt sich in der Regel auch. In den letzten Jahren erlebt insbesondere das Radfahren, ob mit oder ohne elektrische Unterstützung, einen regelrechten Boom.

Allerdings ist die Nutzung von Zweirädern mit einem erhöhten Unfallrisiko verbunden, da die Nutzer bei einem Unfall nur eingeschränkt gegen Verletzungen geschützt werden können.

Im Jahr 2020 verunglückten insgesamt 130 488 Kraftrad- und Fahrradnutzer, davon 978 tödlich. Damit waren 39,5 % aller Verunglückten und 36,0 % aller Verkehrstoten im Straßenverkehr Benutzer von Kraft- beziehungsweise Fahrrädern. Insgesamt kamen im Jahr 2020 im Straßenverkehr 499 Menschen, die auf einem Kraftrad mit amtlichem Kennzeichen unterwegs waren ums Leben, 426 waren mit einem Fahrrad unterwegs, darunter 142 auf einem Pedelec, und 53 mit einem Kleinkraftrad.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) unterstützt und fördert Initiativen und Aktivitäten zur Erhöhung der Verkehrssicherheit von Zweiradfahrenden, ob mit dem Rad, dem Pedelec, dem E-Scooter oder dem Motorrad.

Kinderbeförderung auf Lastenfahrrädern

Kinder im Lastenfahrrad

Quelle: Bundesanstalt für Straßenwesen

Fahrradfahren ist voll im Trend. So sind auch vermehrt Lastenfahrräder im Einsatz – sei es für den Transport des Wocheneinkaufes oder für die Beförderung von Kindern. Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hat eine Broschüre mit Tipps zur Ausstattung und zum Umgang mit Lastenfahrrädern von der ersten Probefahrt bis zur alltäglichen Verwendung herausgegeben. Mit dem Fokus auf die Kinderbeförderung werden sinnvolle Ausstattungsmerkmale genannt, um bei der Auswahl eines passenden Lastenfahrrades zu unterstützen. Außerdem werden motorische Übungen für den Umgang mit einem Lastenrad beschrieben, die vor dem Einsatz des Rads im Straßenverkehr absolviert werden sollten. Die Broschüre „Kinderbeförderung auf Lastenfahrrädern“ kann bei der BASt bestellt oder von der Homepage heruntergeladen werden.

Radfahren lernen: Mit den richtigen Übungen und einem langen Atem – kein Problem

Infografik zur Thematik sicheres Radfahren

Quelle: Deutsche Verkehrswacht e.V.

In den kostenlosen Broschüren der Deutschen Verkehrswacht (DVW) wird der Weg zum sicheren Radfahren von der Vorbereitung der Kinder mit Laufrad und Roller über das Erlernen der motorischen Radfahrfertigkeiten und die Nutzung von Fahrrädern im geschützten Verkehrsraum bis hin zur Teilnahme am fließenden Verkehr im Jugendalter anschaulich beschrieben. Kurz und knapp und direkt umsetzbar.

Die kostenlosen Broschüren der DVW stehen zum Download bereit:

  • Mit Rollen und Rädern im Kindergartenalter,
  • Radfahren lernen,
  • Radfahren zwischen 7 und 10 Jahren,
  • Radfahren ab 10 Jahren.

„FahrRad, … aber sicher!“

Infografik zur Thematik sicheres Radfahren

Quelle: Deutsche Verkehrswacht e.V.

Rund ums Radfahren gibt es viele Fragen. Antworten gibt es im Rahmen der Verkehrssicherheitstage „FahrRad, … aber sicher!“ der DVW. Die Bandbreite der Themen bei den Veranstaltungen reicht von Empfehlung der Nutzung eines Fahrradhelmes über sinnvolle motorische Radfahrübungen für Erwachsene und Kinder, der Veranschaulichung der Gefahren des Toten Winkels bis hin zur sicheren Ausstattung eines Fahrrades oder zur Frage des Alkoholkonsums beim Radfahren. Mal spielerisch, mal ernst, beraten die ehrenamtlich Tätigen der DVW die Besucherinnen und Besucher. Praktische Übungen auf dem Pedelec-Parcours oder auf dem Parcours für E-Scooter regen die Besucher an, ihre motorischen Fertigkeiten zu schulen und über mögliche Folgen riskanten Verhaltens nachzudenken. Die Veranstaltungen finden Interessierte auf Radsportevents und Fahrradmessen ebenso wie bei Stadtfesten oder Sternfahrten. Mehr Informationen zum Thema „FahrRad, … aber sicher!“

„Kopf drehen, Rad Fahrende sehen“: Die Dooring-Kampagne

Comic "Dooring"

Quelle: Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V.

Ein Dooring-Unfall. Was ist denn das? Gemeint sind Unfälle, bei denen durch das plötzliche Öffnen einer Fahrzeugtür ein Radfahrer durch die Kollision mit der Tür verletzt wird. Bei diesen sogenannten Dooring-Unfällen bleibt dem Radfahrenden keine Zeit zu bremsen oder auszuweichen. Sie erleiden dann häufig schwere Kopf- oder Beinverletzungen. Mehr als jeder zehnte Auto Fahrende (13 Prozent) denkt beim Aussteigen aus dem Fahrzeug selten oder nie daran, dass sich Radfahrende von hinten nähern könnten. Viele unterschätzen damit die Gefahr und riskieren so einen Radfahrenden zu Fall zu bringen. Mit der Kampagne „Kopf drehen, Rad Fahrende sehen!“ werden seit Mitte 2019 vor allem Fahrzeuginsassen für die Gefahr von Dooring-Unfällen sensibilisiert. Die Botschaft ist: Wer beim Aussteigen nach hinten über die Schulter blickt, vermeidet schwere Zusammenstöße. Mehr Informationen sowie den Spot zur Kampagne „Kopf drehen, Rad Fahrende sehen!“

Viel Spaß auch mit den kurzen YouTube-Videos zur Kampagne:

Die Lauernde Tür: Musik

Die Lauernde Tür: Multitasking

Die Lauernde Tür: Meinungsverschiedenheit

Sicher unterwegs mit dem Pedelec

Cover des Pedelec-Flyer des BMVI

Quelle: BMVI

Jedes Jahr steigen die Verkaufszahlen von Pedelecs. Mit Fahrrädern mit elektrischer Tretunterstützung bis 25 km/h kann der Radius stark erweitert werden, auch Steigungen sind kein Problem. Allerdings will sicheres Pedelec Fahren gelernt sein. Das BMVI hat zur sicheren Nutzung der Pedelecs ein Faltblatt erstellt. Neben der dringenden Empfehlung Pedelecs nur mit einem Fahrradhelm zu nutzen, enthält das Faltblatt wertvolle Hinweise zu vorbereitenden Übungen und Tipps zur sicheren Teilnahme am motorisierten Straßenverkehr. Zudem wird beschrieben, worin der Unterschied zwischen einem Pedelec, einem E-Bike und einem S-Pedelec besteht.
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) visualisiert mit Unterstützung des BMVI in einem Spot die sichere Nutzung eines Pedelec.
Zum Faltblatt „Pedelec? Aber sicher!”.
Zum Spot zur Kampagne „Kopf drehen, Rad Fahrende sehen!“.

„Motorrad, aber sicher“. Unterwegs in den sozialen Medien

Vorschaubild: Motorradsicherheit

Quelle: Industrieverband Motorrad e.V.

Mit einer zielgruppengerechten Ansprache über die sozialen Medien bei Instagram, Youtube und Facebook erreicht der Industrieverband Motorrad e.V. (IVM) mit Unterstützung des BMVI Motorrad- und Rollerfahrer. An den Seh- und Nutzungsgewohnheiten der motorisierten Zweiradfahrer orientiert, werden nicht nur sicherheitsrelevante Inhalte aufgegriffen, es findet auch ein reger Austausch mit der „Community“ statt. Man redet also nicht über die Zielgruppe, sondern mit ihr.

Die Kooperation mit dem Online-Magazin VivaLaMoped „Motorrad aber sicher“ ist sehr erfolgreich. Die Anzahl der Fans dieser Seite übersteigt sogar die der bekannten Motorradmagazine. Mit GIFS (bewegten Grafiken), Memes (Insiderwitzen) oder Cinemagraphs (Standbilder, welche Bewegung wiederholen) werden Inhalte zur Fahr- und Fahrzeugsicherheit veranschaulicht. Kurzfilme oder Diskussionen mit Experten - häufig passend zur jeweiligen Saison - runden das Angebot ab. Mehr Informationen zum Online-Magazin VivaLaMoped „Motorrad aber sicher“.

„Roll ohne Risiko!“ Die erste bundesweite Kampagne zu E-Scootern

Grafik: Alkoholisiertes Fahren

Quelle: Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V.

Im Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des DVR kennen viele E-Scooter Nutzende die geltenden Regeln für die Nutzung dieser Fahrzeuge nicht. So kannte jeder zweite Befragte die bei E-Scooter-Nutzung geltenden Promillegrenzen nicht. Unter dem Motto „Roll ohne Risiko“ macht der DVR, mit Unterstützung des BMVI, auf die Gefahren von Regelverstößen beim Fahren mit E-Scootern aufmerksam: Die wichtigsten Regeln sind unter anderem auf Stickern und Lenkerschildern an den Fahrzeugen der Verleihfirmen, im direkten Blickfeld der Fahrenden, zu sehen. Auch auf Bierdeckeln und mit Edgar Cards wird vor Fahrten unter Alkoholeinfluss gewarnt. Informationen zur Kampagne „Roll ohne Risiko“ und zur Umfrage.